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Wochenspruch

Sind die Hindernisse auf dem Weg auch hoch und scheinen unüberwindbar, wer gar nicht erst losgeht, wird sie nie überwinden.
Autor unbekannt

10 jähriges Jubiläum

10 Jahre Tageselternverein – ein Grund zum Feiern

Den Tageselternverein gibt es nun schon seit 10 Jahren. Gefeiert wurde anlässlich des Jubiläums am Samstag in der Festhalle in Külsheim.

Neben den Grußworten von CDU-Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Wolfgang Reinhart und der Sozialdezernentin Elisabeth Krug lobte auch die Geschäftsführerin des Verbandes der Tagesmütter-Vereine Baden-Württemberg e.V., Heide Pusch, die professionelle Arbeit des Tageselternvereins.

 

Einen interessanten Rückblick und Ausblick präsentierten anschließend die Mitarbeiterinnen vom Tageselternverein Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl und Stefanie Kott, indem sie an einem roten Seil wichtige Eckpunkte der Vereinsgeschichte aufhängten und alle daran Beteiligten nach und nach  auf die Bühne holten.  Am Ende konnte man sehen, dass nur durch die Kooperation Vieler eine Erfolgsgeschichte geschrieben werden kann.

Gekrönt wurde das Jubiläum durch die Verleihung des bundesweit gültigen Gütesiegels, welches Katrin Steinhilber vom KVJS der Vorsitzenden Claudia Korinsky überreichte.

Das Jubiläum war auch gleichzeitig eine kleine Dankesfeier für alle Tagesmütter- und väter des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis e.V., welche meist seit vielen Jahren die verantwortungsvolle Tätigkeit ausüben und zuverlässig und liebevoll ihre Tageskinder betreuen. Für sie und alle weiteren Ehrengäste gab es ein leckeres Buffet vom Gasthof Engel in Steinbach.

Auch die Referentin Gabriele Kistner trug mit Ihrem „Ein-Frau-Stück“ zu dem gelungenen Fest bei, indem Sie als Frau Schächtele, einer eher konservativ gestrickten Frau, einen Einblick in den Alltag von Tagesmüttern zeigte und das ein oder andere Vorurteil ironisch in Frage stellte.

 

 

Weitere Bilder von der Jubiläumsfeier:

 

 

 

 

Heide Pusch, Geschäftsführerin des Verbandes der Tagesmütter-Vereine Baden-Württemberg e.V., hält Ihren Festvortrag

 

 

 

 

 

 

 

 

Katrin Steinhilber vom KVJS überreicht Claudia Korinsky das Gütesiegel

 

 

 

 

 

 

 

 

Tagesmütter, Tagesväter und Ehrengäste

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Begrüßung und Sektempfang der Gäste

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sozialdezernentin Elisabeth Krug bei Ihrem Grußwort

Festes Element der Betreuung

Main-Tauber-Kreis.  Ein erfolgreicher Baustein der Kinderbetreuung im Landkreis ist der Tageselternverein. Die seit zehn Jahren andauernde Erfolgsgeschichte wurde mit der Geburtstagsfeier in Külsheim gewürdigt.


Anhand eines roten Fadens zeigten Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl und Stefanie Kott die positive Entwicklung des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis e.V. Nach und nach wurden alle daran Beteiligten auf die Bühne geholt und stellten so dar, dass nur durch die Kooperation vieler eine Erfolgsgeschichte geschrieben werden kann. Fotos: TEV

Eine echte Erfolgsgeschichte weist der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis auf. Am Samstag feierte er sein zehnjähriges Bestehen in der Külsheimer Festhalle mit einer großen Geburtstagsfeier. Dass der Verein die Kindertagespflege im Landkreis vorangebracht hat, steht, wie alle Redner betonten, außer Frage. Wurden 2003 gerade einmal acht Kinder unter der Ägide des Tageselternvereins von Tagesmüttern betreut, sind es mittlerweile 180.

In seinem Grußwort hatte CDU-Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, dessen Ehefrau Gabriele die Gründungsvorsitzende war, auf die kurze aber ereignisreiche Geschichte des Vereins zurückgeblickt. „Der Tageselternverein ist genau die richtige Einrichtung im ländlichen Raum“, betonte er, weil er die notwendige Ergänzung zu Kindertagesstätten und -krippen sei. Und er helfe dabei, die Herausforderungen der demografischen Entwicklung zu meistern.

Dass die Kindertagespflege neben den festen Einrichtungen die zweite Säule der Kinderbetreuung im Kreis sei, hob Sozialdezernentin Elisabeth Krug hervor. Gerade für Kleinkinder und außerhalb der Öffnungszeiten von Kindergärten und -krippen aber auch Schulen ergänze sie das Angebot aufs Beste. Zudem punkte diese Betreuungsform durch ihre Flexibilität und ihre Nähe zur Familie. Froh sei der Landkreis, dass ein Verein diese Aufgabe schultere.

Mittlerweile, so Elisabeth Krug, habe der Verein neun Kooperationen mit Kommunen geschlossen sowie eine mit einem Niederstettener Unternehmen. Dies zeige, dass der Tageselternverein ein wichtiger Teil der Familieninfrastruktur geworden sei. Sie verwies aber auch auf die Entwicklung des Stundensatzes bei der Vergütung von Tageseltern. Der Jugendhilfeausschuss des Kreises hatte in seiner Julisitzung nämlich beschlossen, den Stundensatz von 3,90 auf 5,50 Euro ungeachtet des Alters der Kinder zu erhöhen.

Heide Pusch, Geschäftsführerin des Verbands der Tagesmüttervereine Baden-Württemberg, erläuterte, dass der Verband mit 166 Mitgliedern seine Aufgabe darin sehe, die Kindertagespflege voranzutreiben. „Das Feld der Kindertagesbetreuung entwickelt sich rasant weiter“, so Pusch. Am Verein im Main-Tauber-Kreis lobte sie die professionelle Arbeit trotz der Vereinsstruktur, die eine familienfreundliche Betreuung sichere. Und sie merkte an, dass die durch die Betreuung entstehenden Bindungen auch ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Bildung seien.

An einem gespannten roten Faden ließen die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl und Stefanie Kott die Geschichte des Vereins Revue passieren. Die Initiative für die Gründung sei vom Landfrauenverband ausgegangen, dessen Vorsitzende damals Claudia Korinsky hieß. Mit dem Traum eine gute Kinderbetreuung und eine Beschäftigung für Frauen zu schaffen, sei der damalige Tagesmütterverein an den Start gegangen.

2003 dann sei ein neuer Vorstand mit Claudia Korinsky als Vorsitzender gewählt worden. Farrenkopf hob die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, die Aufstockung des Personals im Verein und die sich immer weiter entwickelnde Professionalisierung hervor. Die gute Entwicklung zeige sich auch in den Zahlen. Habe man 2003 acht Kinder in der Tagespflege gehabt, seien es 2005 bereits 48, 2007 85 und derzeit 180 Kinder. Die Qualifizierung für Tageseltern betrage mittlerweile 160 Stunden in vier Kursen sowie regelmäßige Fortbildungen.


Katrin Steinhilber (links) überreichte der Vorsitzenden Claudia Korinsky das bundesweit gültige Gütesiegel.

Den Abschluss des offiziellen Teils bildete die Verleihung des bundesweit gültigen Gütesiegels als anerkannter Bildungsträger im Rahmen der Qualifizierung durch Katrin Steinhilber vom Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) Baden-Württemberg. Beim anschließenden Fest gab Gabriele Kistner mit ihrem „Ein-Frau-Stück“ der schwäbisch behäbigen, eher konservativ gestrickten Frau Schächtele einen Einblick in den Alltag von Tagesmüttern.

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Entwicklung professionell gemeistert

Tageselternverein: Zehnjähriges Bestehen wurde mit einem Fest für die zuverlässigen Betreuerinnen im Rahmen der Kindertagespflege gefeiert

Main-Tauber-Kreis. Es sollte kein Fest des Eigenlobs, sondern eines für die Tageseltern werden. Das zehnjährige Bestehen des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis wurde am Samstag in der Küslheimer Festhalle deshalb mit einem großen Büffet gefeiert. Diejenigen, die tagaus, tagein bereits früh am morgen präsent sind, um Kinder zu betreuen und Eltern das Arbeiten zu ermöglichen, sollten sich einmal ein paar Stunden verwöhnen lassen, so die Idee.

Doch natürlich steht bei einem Fest eines überaus erfolgreich agierenden Vereins auch ein offizieller Teil auf dem Programm, wie Vorsitzende Claudia Korinsky in ihrer Begrüßung feststellte. Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Wolfgang Reinhart erinnerte an die Gründung des Vereins vor zehn Jahren und betonte, dass ein Tageselternverein genau die richtige Einrichtung im ländlichen Raum sei und eine notwendige Ergänzung zu den bestehenden Einrichtungen darstelle. „Die Zukunft eines Volkes hängt von der Zahl der Kinderwagen ab“, meinte er mit Blick auf die Herausforderungen durch die demografische Entwicklung. Sozialdezernentin Elisabeth Krug beschrieb die Geschichte des Tageselternvereins als Teil der Geschichte der Kindertagesbetreuung im Main-Tauber-Kreis. Mit Blick auf den Stichtag 1. August 2013, an dem die Kommunen 35 Prozent Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung stellen müsse, meinte sie allerdings: „Es gibt noch eine Menge Arbeit, bis es zum Happy End kommt.“ Die Arbeit der Tageseltern bezeichnete sie als flexibler und familiennäher als sie in Einrichtungen wie Kindergärten- oder krippen möglich ist.

Krug beschrieb die Geschichte des Vereins, der zunächst mit einer 400-Euro-Kraft begonnen habe, bevor Reinhilde Farrenkopf 2003 erste hauptamtliche Mitarbeiterin wurde. Die Erstellung einer Kartei, Beratung und Qualifizierung von Tagesmüttern seien im Laufe der Zeit immer mehr in Schwung gekommen. 2007, so Krug, sei die Anerkennung des Tageselternvereins als Träger der freien Jugendhilfe erfolgt, 2008 waren die Standards des Kinderschutzes umzusetzen und 2011 stand die Umbenennung vom „Tagesmütterverein“ in „Tageselternverein“ auf der Tagesordnung.

Mittlerweile gäbe es neun Kooperationsverträge mit Kommunen im Kreis und darüber hinaus einen mit einem Niederstettener Unternehmen. „Der Tageselternverein ist ein wichtiger Teil der Familieninfrastruktur im Landkreis“, unterstrich die Sozialdezernentin und wies nicht zuletzt auf die monetäre Anerkennung hin. Der Jugendhilfeausschuss des Kreises hatte in seiner Julisitzung nämlich beschlossen, den Stundensatz von 3,90 auf 5,50 Euro ungeachtet des Alters der Kinder zu erhöhen.

Heide Pusch, Geschäftsführerin des Verbands der Tagesmüttervereine Baden-Württemberg, erläuterte, dass der Verband mit 166 Mitgliedern seine Aufgabe darin sehe, die Kindertagespflege voranzutreiben. „Das Feld der Kindertagesbetreuung entwickelt sich rasant weiter“, so Pusch. Am Vereins im Main-Tauber-Kreis lobte sie die professionelle Arbeit trotz der Vereinsstruktur, die eine familienfreundliche Betreuung sichere. Und sie merkte an, dass die durch die Betreuung entstehenden Bindungen auch ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Bildung seien. Als Ziel in der Kindertagespflege formulierte sie die Forderung, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern und eine flächendeckende Quote von 90 Kindern pro voller Sozialpädagogenstelle umzusetzen.

An einem gespannten roten Faden ließen die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl und Stefanie Kott die Geschichte des Vereins Revue passieren. Die Initiative für die Gründung sei vom Landfrauenverband ausgegangen, dessen Vorsitzende damals Claudia Korinsky hieß. Mit dem Traum eine gute Kinderbetreuung und eine Beschäftigung für Frauen zu schaffen, sei der damalige Tagesmütterverein mit seiner ersten Vorsitzenden Gabriele Reinhart gestartet. 2003 dann sei ein neuer Vorstand mit Claudia Korinsky als Vorsitzender gewählt worden. Farrenkopf hob die überaus gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, die Aufstockung des Personals im Verein und die sich immer weiter entwickelnde Professionalisierung hervor.


Anhand einer nach oben ansteigenden roten Leine zeigten Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl und Stefanie Kott die positive Entwicklung des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis auf. Alle daran Beteiligten holten sie nach und nach auf die Bühne und stellten so dar, dass nur durch die Kooperation Vieler eine Erfolgsgeschichte geschrieben werden kann.

Die gute Entwicklung zeige sich auch in den Zahlen. Habe man 2003 acht Kinder in der Tagespflege gehabt, seien es 2005 bereits 48, 2007 85 und derzeit 180 Kinder. Die Qualifizierung für Tageseltern betrage mittlerweile 160 Stunden in vier Kursen sowie regelmäßige Fortbildungen.

Den Abschluss des offiziellen Teils bildete die Verleihung des bundesweit gültigen Gütesiegels als anerkannter Bildungsträger im Rahmen der Qualifizierung durch Katrin Steinhilber vom Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) Baden-Württemberg.


Katrin Steinhilber (links) überreichte Claudia Korinsky das bundesweit gültige Gütesiegel als anerkannter Bildungsträger im Rahmen der Qualifikation.

Das anschließende Fest krönte Gabriele Kistner, Referentin im Rahmen der Qualifizierung, mit ihrem heiter hintersinnigen „Ein-Frau-Stück“ der schwäbisch behäbigen, eher konservativ gestrickten Frau Schächtele zum Thema Tagesmütter. hvb

© Fränkische Nachrichten, Montag, 09.07.2012