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Wochenspruch

Sind die Hindernisse auf dem Weg auch hoch und scheinen unüberwindbar, wer gar nicht erst losgeht, wird sie nie überwinden.
Autor unbekannt

Presseberichte

Presseberichte aus den Tageszeitungen etc.

Acht neue Tagesmütter ausgebildet

Kindertagespflege Nach vier Kursen mit insgesamt 160 Unterrichtsstunden war es geschafft

Die zertifizierten Tagesmütter zusammen mit den Kursleiterinnen.

© Tageselternverein

Der Tageselternverein durfte wieder an acht Tagesmütter ihre Zertifikate überreichen.
Tauberbischofsheim. Wieder einmal konnte der Tageselternverein zusammen mit dem Jugendamt an acht Tagesmütter das Zertifikat nach dem Curriculum des Deutschen Jungendinstitutes vergeben. Nach vier Kursen mit insgesamt 160 Unterrichtsstunden war es geschafft. Die Tagesmütter Renate Kassab (Bad Mergentheim), Andrea Hopf (Weikersheim), Eva Robles (Lauda-Königshofen), Michaela Foltys (Bieberehren), Anja Pilsner (Igersheim), Daniela Antoni (Grünsfeld), Gabriele Friedrich (Wertheim) und Ingrid Kunkel (Wertheim) konnten stolz ihre Zertifikate in Empfang nehmen.
Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis führt die Kurse in Kooperation mit dem Jugendamt nach dem Curriculum des DJI und den Empfehlungen des Landesverbands der Kindertagespflege durch. Inhaltlich wurden in den Kursen die elementaren Grundlagen der Kindertagespflege wie Betreuung, Förderung, Erziehung, rechtliche und finanzielle Informationen und Kooperation mit den Eltern bearbeitet. Auch heikle Themen wie Schweigepflicht und Kindswohlgefährdung wurden ausführlich besprochen.

Im letzten Kurs bei Kursleiterin Karin Kraft erstellte jede Tagesmutter eine eigene Konzeption und musste für das Kolloquium ein eigenes Thema finden, ausarbeiten und den Prüferinnen präsentieren. Fr. Neugebauer und Fr. Erbis-Grießl vom Tageselternverein sowie Fr. Gnadt und Fr. Schattmann vom Jugendamt waren sehr begeistert von der Vielfältigkeit und professionellen Ausarbeitung der Themen.
Die Kindertagespflege ist eine wichtige Säule in der Kinderbetreuung und insbesondere geeignet für Kinder von null bis drei Jahren. In letzter Zeit hat auch die Betreuung von Schulkindern vor und nach dem Unterricht an Bedeutung gewonnen. Tagespflege ist die Betreuung, Förderung und Erziehung von Kindern in und durch zwei Familien. Sie ist so sehr familiär, flexibel und individuell und stellt eine gute Ergänzung zu Kindergarten und Schule dar. Tagespflege findet in der Regel wohnort- oder arbeitsnah statt und gewährleistet für die betreuten Kinder die Stabilität des sozialen Umfeldes.
Der Tageselternverein bietet Eltern und Tagespflegepersonen umfassende Informationen und Beratung in allen Fragen der Tagespflege an. Er vermittelt und begleitet Betreuungsverhältnisse im Auftrag des Jugendamtes und qualifiziert regelmäßig neue Tagespflegekräfte. Für persönliche Beratung stehen Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl und Sonja Büttner-Roth gerne zur Verfügung. Kontakt: Tageselternverein Main-Tauber-Kreis e.V., Bahnhofstraße 11, Tauberbischofsheim, Telefon 0 93 41 / 897 82 87, 897 82 89 und 897 53 31, E-Mail: info@tev-main-tauber.de, Internet: www.tev-main-tauber.de.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 07.07.2017

Betreuungszahlen sind auch 2016 wieder gestiegen

Tageselternverein Main-Tauber-Kreis: Bei Jahreshauptversammlung Rückblick auf zahlreiche Aktivitäten gehalten

Main-Tauber-Kreis. Der Tageselternverein hielt Jahreshauptversammlung.

Die Vorsitzende Carmen Keppner wies in ihrer Begrüßungsrede rückblickend auf ein Jahr des stetigen Wachstums hin und versuchte Antworten auf viele Fragen rund um die Kindertagespflege zu geben. Bei der Frage „Wie können wir die Kindertagespflege bekannter machen?“ und „neue Tagesmütter und Tagesväter gewinnen“ wurde auf den Tag der offenen Tür und die Geburtsgeschenke aufmerksam gemacht. Als beste Werbetrommel gelte aber weiterhin die „Mund zu Mund Propaganda von den Eltern und Tageseltern“, so Keppner.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt wurde wieder sehr gelobt und auf einen neuen Kooperationsvertrag, welcher letztes Jahr geschlossen wurde, hingewiesen.

Für dieses Jahr steht die Kindertagespflege als Beruf weiter im Mittelpunkt. Dabei stehen Fragen wie: Wie kann der Beruf Tagesmutter attraktiver werden? Wie können Tageseltern besser abgesichert werden, wie Ausfallzeiten abgefedert werden, zum Beispiel wenn nach der Eingewöhnungszeit keine Betreuung zustande kommt? Wie kann die Altersabsicherung der Tagesmütter verbessert werden? Das seien die Aufgaben, die im kommenden Jahr wieder im Fokus stehen, so die Vorsitzende.

Dass die Kindertagespflege weiter an Bedeutung gewinnt, zeigen die aktuellen Zahlen, welche Geschäftsführerin Sonja Büttner-Roth aufzeigte. Wurden im letzten Jahr noch 278 Tageskinder von 83 Tagesmüttern und Tagesvätern betreut sind es in diesem Jahr schon 293 Tageskinder, bei 78 Tagespflegepersonen (Stichtag: 1. März). Dabei ist die Betreuung der 0- bis Dreijährigen mit 139 wieder um 20 Kinder gestiegen. Aber auch die Schulkindbetreuung mit 105 Kindern bleibt weiter sehr konstant und nachgefragt. Insgesamt wurden von den Mitarbeitern der Geschäftsstelle 180 neue Tagespflegeverhältnisse vermittelt, rund 800 Beratungen und über 100 Hausbesuche durchgeführt.

Eine Vielzahl von Fortbildungen für Tagespflegepersonen wurde 2016 angeboten. Gut besucht waren unter anderem Themen wie „Steuerrecht“, „Supervision“, „Lernort Bauernhof“, „Das Tageskind zwischen zwei Welten“ oder „Wenn 2 sich streiten – die Tagesmutter als Vermittlerin“. Aber auch die vorgeschriebenen gesetzlichen Grundkurse für neue Tagespflegepersonen und die Erste-Hilfe-Kurse wurden und werden jährlich beim Verein angeboten und gut nachgefragt.

Renate Rosenitsch, verantwortlich für die Finanzen, legte ihren Kassenbericht vor, den Susanne Gallas und Birgit Gahlen geprüft hatten. Der Verein hat im vergangenen Jahr gut gewirtschaftet und konnte die Ausgaben im eingereichten Haushalt halten. Kassiererin und Vorstand wurden einstimmig entlastet.

Der Abend wurde abgerundet mit einem fotografischen Rückblick auf die Aktivitäten im letzten Jahr und den Tag der offenen Tür im März .

Grundausbildung für die Tagespflege absolviert

Tauberbischofsheim

Tageselternverein Vorbereitungskurs für Tagespflegepersonen abgeschlossen / Neuer Kurs startet im Herbst / Erstberatungen

Im Kurs I in Tauberbischofsheim erarbeiteten sie zusammen mit der Referentin Carmen Allinger (Diplom-Sozialpädagogin) die Grundlagen der Kindertagespflege: Aufgaben und Arbeitsfeld, Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Eltern, Kontakt- und Eingewöhnungsphase, Vermittlungsablauf und rechtliche Informationen. Die weiteren Bausteine der fünfteiligen Qualifikation werden die neuen Tagespflegepersonen tätigkeitsbegleitend absolvieren.

Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet im Herbst 2017 in Tauberbischofsheim statt. Erstberatungen über die Tätigkeit als Tagespflegeperson finden am Donnerstag, 4. Mai, um 12 Uhr in der Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim, am Mittwoch, 10. Mai, von 9 bis 10.30 Uhr in der Sprechstunde des Tageselternvereins im alten Rathaus Igersheim (Anmeldung ist nicht erforderlich), am Mittwoch, 10. Mai, von 11 bis 12.30 Uhr in der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Weikersheim (Anmeldung ist nicht erforderlich) zu kommen sowie am Donnerstag, 22. Juni, 12 Uhr in der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Wertheim statt.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse.

Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl und Sonja Büttner-Roth, Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins, informieren persönlich über die Kindertagespflege.

Individuelle und flexible Betreuung

Tageselternverein Main-Tauber-Kreis

Tageselternverein Main-Tauber-Kreis Tag der offenen Tür wurde in diesem Jahr flächendeckend organisiert

Main-tauber-Kreis. Dass die Kindertagespflege in den vergangenen Jahren immer wichtiger gerade bei der Betreuung von Jungen und Mädchen unter drei Jahren, aber auch in der Schulkindbetreuung geworden ist, zeigen die Zahlen. Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis hat die magische Grenze von 300 Kindern überschritten, die in erster Linie von Tagesmüttern betreut werden. „Jeder kann sich diese Betreuungsform leisten“, betonte Carmen Keppner, Vorsitzende des Vereins.

Um über die individuelle und außerordentlich flexible Betreuung zu informieren, hatte der Landesverband in ganz Baden-Württemberg zu einem Tag der offenen Tür aufgerufen. Neben den Kosten für die Eltern, sollten die Standorte von Tageseltern im Kreisgebiet sowie deren Qualifikation in den Blick genommen werden. Gerade weil der Flächenlandkreis Main-Tauber so groß ist, bot der Verein ein dezentrales Programm mit Einblicken in die unterschiedlichen Betreuungseinrichtungen geboten.

In die Geschäftsstelle in der Kreisstadt war Zauberer „Punchinello“ gekommen und beeindruckte mit seiner wahrlich fantastischen Handpuppe und kreativen Luftballontieren. Hier fanden sich auch die Bundestagsabgeordneten Nina Warken (CDU), Dr. Dorothee Schlegel (SPD) und Alois Gerig (CDU)ein, um sich über die wichtige Arbeit zu informieren. Vor allem die Flexibilität in der Kindertagespflege, die sich auf die Bedürfnisse der Eltern in einer sich stetig verändernden Arbeitswelt ausrichtet, beeindruckte die Politiker.

Einblicke vor Ort

Kreisweit gaben etliche Tagesmütter Einblicke in ihre Arbeit, boten Kinderschminken, Naturerlebnisse, Spiele mit Seifenblasen oder Bastel- angebote, was auf eine überaus große Resonanz stieß. Schließlich hatten an der Kindertagespflege interessierte Eltern so die Möglichkeit, sich vor Ort umzuschauen und erste Eindrücke zu verschaffen.

Neben der Präsentation der Arbeit im Main-Tauber-Kreis wollte der Tageselternverein auch die Anliegen des Landesverbands vermitteln. Für die Kindertagespflege auf dem Weg zu einem eigenständigen Berufsbild wird mehr Anerkennung gefordert. Zudem hat der Landesverband eine zeitnahe Erhöhung der Geldleistung, eine Verbesserung der Rahmenbedingungen, die Beibehaltung bei der Einstufung in die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung sowie eine Anhebung der Betriebskostenpauschale in den Forderungskatalog aufgenommen. tev

Tageselternverein stellt Arbeit vor

Tag der offenen Tür:

Main-Tauber-Kreis. Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis veranstaltet am Samstag, 18. März, kreisweit einen Tag der offenen Tür. In der Geschäftsstelle in der Tauberbischofsheimer Bahnhofsstraße 11 werden von 9.30 bis 12.30 Uhr Informationen und Kinderschminken angeboten. Von 10 bis 12 Uhr ist der Zauberer „Punchinello“ vor Ort.

Zudem nehmen Tagesmütter und Tagespflegestellen mit mehreren Tagesmüttern teil und stellen ihre Arbeit vor. In Steinbach öffnet Carmen Gattenhofs „Bärenhöhle“ (Weiher 3) von 13.30 bis 16 Uhr ihre Pforte. Zauberer „Bennini“ zeigt eine Show, zudem steht Kinderschminken auf dem Programm. In Uissigheim feiert Jutta Kaufmann (Kehrlich 28) von 14.30 bis 16.30 Uhr ein Fest mit Kinderschminken und Bastelangeboten. In Brehmen (Brunnengasse 3) bietet Betty Penzhorn von 13 bis 16 Uhr ebenfalls Kinderschminken und Bastelangebote sowie einen Ideenwettbewerb zur Namensfindung.

Mit einem Stand auf dem Marktplatz in Bad Mergentheim informieren Ingrid Hübel und Nadja Schwarz von 10 bis 12 Uhr über die Arbeit des Tageselternvereins. Ein Mal- und Bastelangebot offeriert Renate Rosenitsch von 14 bis 16 Uhr in Dainbach (Torstraße 12). Die „Naturentdecker“, die von drei Tagesmüttern betrieben werden, bieten von 14 bis 16 Uhr Sämereien, Spiele mit Seifenblasen und vieles mehr in Neubronn (Röttingerstraße 87). In Assamstadt (Kirchgasse 1) wird bei Tina Jäger von 15 bis 17 Uhr gebastelt.

Eine musikalische Reise für Eltern und Kinder gibt es bei „Menschenskind“ in Niederstetten (Bahnhofstraße 13) von 10 bis 11 Uhr zu erleben, bis 12 Uhr lockt gesundes Fingerfood.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 17.03.2017

Über 1000 Kühlpad-Hüllen genäht

Tageselternverein Main-Tauber-Kreis: Vereinsübergreifendes Projekt mit den Kreis-Landfrauen erfolgreich abgeschlossen

Über 1000 Kühlpad-Hüllen genäht

 Übergabe der Kühlpadhüllen. Das Bild zeigt (von links) Carmen Keppner (Vorsitzende TEV), Brigitte Kleefeld, Manuela Schuler (Kreisgeschäftsführerin LandFrauen), Sonja Roth (TEV-Geschäftsführerin), Gudrun Knenlein und Claudia Henn. © Tageselternverein


Übergabe der Kühlpadhüllen. Das Bild zeigt (von links) Carmen Keppner (Vorsitzende TEV), Brigitte Kleefeld, Manuela Schuler (Kreisgeschäftsführerin LandFrauen), Sonja Roth (TEV-Geschäftsführerin), Gudrun Knenlein und Claudia Henn.
© Tageselternverein

Tauberbischofsheim. „Die Kleinsten im Landkreis willkommen heißen und die Eltern frühzeitig über die Möglichkeiten der Kindertagespflege informieren.“ Mit diesem Ziel begann der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis im Herbst 2014 mit der Verteilung von Geburtspräsenten an Neugeborene. Neben Informationen gab es handgenähte Halstücher mit dem Logo des Vereins.

Neue Idee umgesetzt

14 Kommunen unterstützen den Verein und verteilen die Geschenke zusammen mit ihren eigenen an die jungen Familien. Bereits im Herbst 2015 zeichnete sich ab, dass die 1000 vorhandenen Halstücher bald verteilt sein würden und so musste eine neue Idee gefunden werden.

Schnell einigte man sich im Verein auf kleine Kühlpads, die immer wieder gebraucht werden. Beirätin und damalige Vorsitzende der Kreis-Landfrauen Claudia Henn unterbreitete dann überraschend das Angebot, die Landfrauen würden diese Kühlpadhüllen nähen, um dann wiederum das Logo des Vereins aufzudrucken. Gerne nahm man diese großzügige Hilfe an und nach einiger Planung und Vorbereitung startete im Frühsommer die große Nähaktion. 15 Näherinnen fertigten in 145 Stunden unter der Führung von Schneiderin Brigitte Kleefeldt über 1000 Hüllen. Immer wieder wurden Teillieferungen an den Tageselternverein gebracht, da dieser viele Geschenke zu verteilen hatte.

Ende Oktober war nun das Mammutprojekt geschafft und am 16. November übergab eine Abordnung der Landfrauen die restlichen 400 Hüllen feierlich an die Vorsitzende des Tageselternvereins, Carmen Keppner. Diese bedankte sich bei allen Näherinnen für die tolle Unterstützung, insbesondere bei Brigitte Kleefeldt für die Organisation der Arbeiten und den gesamten Zuschnitt sowie bei Claudia Henn, die das Projekt ins Leben gerufen hatte.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 07.12.2016

Neun „Neue“ stehen bereit

Die erfolgreichen TeilnehmerInnen des Qualifizierungskurs I im November 2016 mit der Referentin Carmen Allinger (links).

Die erfolgreichen TeilnehmerInnen des Qualifizierungskurs I im November 2016 mit der Referentin Carmen Allinger (links).

© Tageselternverein

Main-Tauber-Kreis. An sechs Abenden und einem Samstag haben sich acht neue Tagesmütter aus Tauberbischofsheim, Bad Mergentheim, Bischbrunn, Lauda-Königshofen, Freudenberg, Gerlachsheim, Oberbalbach und ein Tagesvater aus Tauberbischofsheim für die Tätigkeit als Tagespflegeperson qualifiziert. Sie bieten nun bei sich zu Hause, im Haushalt der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen Tagespflegeplätze an.

Im Kurs I in Tauberbischofsheim erarbeiteten sie zusammen mit der Referentin Frau Carmen Allinger (Dipl. Sozialpädagogin) die Grundlagen der Kindertagespflege: Aufgaben und Arbeitsfeld, Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Eltern, Kontakt- und Eingewöhnungsphase, Vermittlungsablauf und rechtliche Informationen.

Die weiteren Bausteine der fünfteiligen Qualifikation werden die neuen Tagespflegepersonen tätigkeitsbegleitend absolvieren.

Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet im Frühjahr 2017 in Tauberbischofsheim statt. Zu einer Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson sind alle Interessierten eingeladen.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse.

Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl und Sonja Roth, Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins, informieren alle Interessierten auch persönlich über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege.

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 12.11.2016

Mit einem guten Gefühl zur Arbeit gehen

Kindertagesbetreuung: Für Kinder von einem Jahr bis drei Jahren besteht ein Rechtsanspruch auf Betreuung für 25 Stunden pro Woche

 

Von unserem Redaktionsmitglied Heike v. Brandenstein

Kinderbetreuungstag

Elke Thiemann (links) und Sibille Irmer (rechts) lesen, spielen und singen mit ihren Tagespflegekindern in der „Eulenwiese“. Das Projekt der Kindertagesbetreuung in anderen geeigneten Räumen, wie es offiziell heißt, gehört zu fünf Vorhaben, die derzeit im Main-Tauber-Kreis angeboten werden. © Heike v. Brandenstein

Die Scheiben zieren Fensterbilder, im Flur weisen Memory-Karten über den Kleiderhaken auf die Jackenbesitzer hin: Schmetterling, Fisch, Bagger. In der „Eulenwiese“ werden Kleinkinder betreut.

Tauberbischofsheim. Benedikt mag Feuerwehr- und Polizeiautos. Er schiebt sie über den Teppich in Richtung Amelia. Das kleine Mädchen beschäftigt sich mit der Arche Noah, während Milena wild auf dem kufenbewährten Holzelefant schaukelt. Noah schaut den anderen interessiert zu, um sich kurze Zeit später einem Spielzeug zum Fädeln von Holzperlen zuzuwenden. Die vier Kleinkinder sind an diesem Vormittag in der „Eulenwiese“, einem Projekt der Kindertagespflege in sogenannten anderen geeigneten Räumen.

Großes Spielzimmer

Auf rund 80 Quadratmetern, im Erdgeschoss eines Einfamilienhauses im Tauberbischofsheimer Stadtteil Dittigheim, haben Sibille Irmer und Elke Thiemann ein kleines Kinderparadies eingerichtet. Den Mittelpunkt bildet das große Spielzimmer mit Ausgang zum Garten. Zwei Schlafzimmer für die Mittagsruhe, ein Bad, Toiletten und eine Küche komplettieren die Ausstattung.

In der „Eulenwiese“ werden ausschließlich Kinder zwischen einem und drei Jahren betreut. „Die Kinder kommen nach dem Bedarf der Eltern“, informiert Sibille Irmer. Deshalb sieht ihr Tag immer anders aus. Donnerstags kommt das erste Kind bereits um 6.45 Uhr, das letzte geht um 18.30 Uhr. Andere Tage lassen sich geruhsamer an. „Die Eltern sind froh, dass sie beruhigt zur Arbeit gehen können“, beschreibt Sibille Irmer das notwendige Vertrauensverhältnis zwischen Betreuern und Eltern für ein gelingendes Miteinander.

Beide Frauen waren beruflich einmal anders orientiert. Durch die eigenen Kinder und die Möglichkeit der Qualifizierung zur Tagesmutter beim Tageselternverein haben sie den Weg in die Selbstständigkeit gewählt. Sibille Irmers Kinder sind erwachsen, Elke Thiemann hat neben einer 22-jährigen Tochter noch einen Nachzügler mit gerade einmal fünf Jahren. Beruf und Kind unter einen Hut zu bekommen, stellte für sie einen Kraftakt dar. Deshalb entschied sie sich für die Kindertagespflege.

Alles ist geregelt

Derzeit kommen acht Kinder zu ganz unterschiedlichen Zeiten in die „Eulenwiese“, zwölf könnten es sein, wobei bei zwei Tagesmüttern maximal sieben zur selben Zeit betreut werden dürfen. Diese Regelungen sind in der Verwaltungsvorschrift Kindertagespflege des Landes festgezurrt.

Beide haben, wie vorgeschrieben, eine Qualifizierung beim Tageselternverein Main-Tauber-Kreis absolviert, der 160 Unterrichtseinheiten umfasst, beide haben ihre festen Kinder und sind Vertragspartner der Eltern. „Für die Kinder ist klar, wer ihre jeweilige Bezugsperson in der Eulenwiese ist“, so Elke Thiemann.

In der Regel gibt es um 9 Uhr ein gemeinsames Frühstück, dann wird gespielt, in den Garten gegangen oder ein Spaziergang unternommen. Um 12 Uhr steht das Mittagessen auf dem Programm. „Dienstags kommt die Biokiste, die wir abonniert haben“, berichtet Sibille Irmer. Das Team legt Wert auf kindgerechte Kost mit viel Gemüse und wenig Würzung. Schließlich soll der Eigengeschmack der Zutaten beibehalten werden.

Die Kleinen kommen gern in die „Eulenwiese“, verstehen sich untereinander gut, spielen gemeinsam, schauen zusammen Bücher an, lassen sich vorlesen oder basteln. Sie üben schon vor dem Kindergarten das Miteinander. Doch sie freuen sich auch, wenn sie von Mama oder Papa abgeholt werden. So, wie es eben sein soll.

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 13.10.2016

 

Kinder auch am Wochenende und über Nacht in Obhut

Tagesmutter im Alltag

Alternative zur Kinderkrippe: 280 Kinder von 0 bis 14 Jahren werden über den Tageselternverein im Main-Tauber-Kreis derzeit betreut. Unser Beispielbild aus dem Jahr 2013 zeigt zwei Tagesmütter in Ratingen (Nordrhein-Westfalen). Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Main-Tauber-Kreis: Seit drei Jahren besteht für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren ein Rechtsanspruch auf Bildung, Förderung, Erziehung und Betreuung in einer Einrichtung oder bei einer Tagesmutter/einem Tagesvater. Die Eltern haben ein Wunsch- und Wahlrecht. „Die Kindertagespflege ist nicht gleich, aber gleichwertig wie die institutionelle Kindertagesbetreuung. Und sie ist mindestens genauso gut!“ Dies stellt der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis in einer Pressemitteilung fest.

Tagesmütter und -väter engagierten sich jeden Tag aufs Neue dafür, die ihnen anvertrauten Kinder individuell und in familiärer Atmosphäre zu fördern. Dies zeige auch die aktuelle Zahl von 280 betreuten Kindern von 0 bis14 Jahren im Main-Tauber-Kreis.

Studien zeigten, dass Kinder unter drei Jahren bei einer Tagesmutter besser aufgehoben sind als in einer Krippe, so der Tageselternverein. Die ausgebildete Tagespflegeperson sei eine zuverlässige Bezugsperson und könne auf individuelle Bedürfnisse besonders gut eingehen, da die Gruppengröße klein ist. Der familiäre Rahmen vermittele den Kindern zusätzlich Sicherheit und Geborgenheit.

Genau wie eine Erzieherin im Kindergarten habe eine Tagesmutter, ein Tagesvater den Auftrag, die Kinder zu erziehen, zu bilden und zu fördern. Um diesen Auftrag erfüllen zu können, werden Tagespflegepersonen beim Tageselternverein qualifiziert und begleitet.

Für die Eltern bieten flexible Absprachen der Betreuungszeiten, die sich auch wechselnden (Schicht-) Arbeitszeiten anpassen lassen, eine unkomplizierte Rückkehr in den Beruf oder die Aufnahme einer schulischen oder betrieblichen Ausbildung. Wo in manchen Kindergärten nur eine wochenweise Buchung der Betreuungszeiten möglich ist, könnten Eltern in der Kindertagespflege die Betreuung für ihre Kinder tage- oder stundenweise, am Wochenende oder über Nacht buchen, teilt der Verein mit. Auch dies werde von vielen Eltern als wesentlicher Vorteil gesehen.

Die Finanzierung der Kindertagespflege läuft in der Regel über das Jugendamt mit geringer Eigenbeteiligung der Eltern. Aufgrund der individuellen Buchungszeiten sei die Kindertagespflege oft günstiger als ein Krippenplatz.

Darüber hinaus kann das Jugendamt die Betreuung bei einer Tagesmutter/-vater ab dem Kindergartenalter bis hin zum 14. Lebensjahr finanzieren, wenn die Öffnungszeiten von Kindergarten und Schule nicht ausreichen. Diese so genannte Randzeitenbetreuung eröffne den Eltern viele Möglichkeiten, ihren beruflichen Alltag zu gestalten und gibt ihnen die Sicherheit, dass Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung gut geregelt sind.

Im Auftrag des Jugendamts

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet Eltern wie Tagespflegepersonen umfassende Informationen und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse im Auftrag des Jugendamtes. Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl und Sonja Roth informieren über die Rahmenbedingungen.

Kontakt: Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Bahnhofstr. 11, Tauberbischofsheim, Tel. (0 93 41) 8 97 82 87 oder 8 97 82 89 , E-Mail: info@tev-main-tauber.de, Internet: www.tev-main-tauber.de.

Main-Post, 14. Oktober 2016

Eine Alternative in familiärer Atmosphäre

Tageselternverein: Kindertagespflege ist gleichwertig wie die institutionelle Kindertagesbetreuung

 

Tauberbischofsheim. Seit drei Jahren besteht für Kinder von ein bis drei Jahren ein Rechtsanspruch auf Bildung, Förderung, Erziehung und Betreuung in einer Einrichtung oder bei einer Tagesmutter/einem Tagesvater.

Die Eltern haben dabei ein Wunsch- und Wahlrecht. Die Kindertagespflege ist nicht gleich, aber gleichwertig wie die sogenannte institutionelle Kindertagesbetreuung. Tagesmütter und Tagesväter engagieren sich jeden Tag aufs Neue dafür, die ihnen anvertrauten Kinder individuell und in familiärer Atmosphäre zu fördern.

280 betreute Kinder

Dies zeigt auch die aktuelle Zahl von 280 betreuten Kindern von null bis 14 Jahren im Main-Tauber-Kreis.

Studien zeigen, dass Kinder unter drei Jahren bei einer Tagesmutter besser aufgehoben sind als in einer Krippe. Die ausgebildete Tagespflegeperson ist eine zuverlässige Bezugsperson und kann auf individuelle Bedürfnisse besonders gut eingehen, da die Gruppengröße klein ist. Der familiäre Rahmen vermittelt den Kindern zusätzlich Sicherheit und Geborgenheit.

Erziehen, Bilden, Fördern

Genau wie eine Erzieherin im Kindergarten hat eine Tagesmutter beziehungsweise ein Tagesvater den Auftrag, die Kinder zu erziehen, zu bilden und zu fördern.

Um diesen Auftrag vollumfänglich erfüllen zu können, werden Tagespflegepersonen beim Tageselternverein entsprechend qualifiziert und begleitet.

Für die Eltern bieten flexible Absprachen der Betreuungszeiten, die sich auch wechselnden (Schicht-) Arbeitszeiten anpassen lassen, eine unkomplizierte Rückkehr in den Beruf oder die Aufnahme einer schulischen oder betrieblichen Ausbildung. Wo in manchen Kindergärten nur eine wochenweise Buchung der Betreuungszeiten möglich ist, können Eltern in der Kindertagespflege die Betreuung für ihre Kinder tage- oder stundenweise, am Wochenende oder über Nacht buchen. Auch dies wird von vielen Eltern als wesentlicher Vorteil gesehen. Die Finanzierung der Kindertagespflege läuft in der Regel über das Jugendamt mit geringer Eigenbeteiligung der Eltern. Aufgrund der individuellen Buchungszeiten ist die Kindertagespflege oft günstiger als ein Krippenplatz.

Randzeitenbetreuung

Darüber hinaus kann das Jugendamt die Betreuung bei einer Tagesmutter ab dem Kindergartenalter bis zum 14. Lebensjahr finanzieren, wenn die Öffnungszeiten von Kindergarten und Schule nicht ausreichen. Diese sogenannte Randzeitenbetreuung eröffnet den Eltern Möglichkeiten, ihren beruflichen Alltag zu gestalten und gibt ihnen die Sicherheit, dass Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung gut geregelt sind.

Information und Beratung

Der Tageselternverein bietet Eltern wie Tagespflegepersonen umfangreiche Informationen und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse im Auftrag des Jugendamtes. Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl und Sonja Roth informieren über die Rahmenbedingungen.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 07.10.2016

Viele Fragen beantwortet

Wochenmarkt: Tageselternverein präsentiert sich auf dem Marktplatz / Kindern bunte Gesichter geschminkt

Infostand Wertheim Juli 2016

Während die Mädchen Tier- und Pflanzenmotive bevorzugten, wollten sich die Jungen mit EM-Fahnen für das Fußballspiel am Abend rüsten.


Wertheim.
Jeden ersten Samstag im Monat findet auf dem Wochenmarkt in Wertheim unter dem Motto „Markt und Meer“ ein Aktionstag statt. An vergangenen Samstag nahm auch der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis mit einem Infostand teil. Tagesmütter aus Wertheim und Mitarbeiterinnen des Vereins boten Kinderschminken an. Während die Mädchen Tier- und Pflanzenmotive bevorzugten, wollten sich die Jungen mit EM-Fahnen auf der Wange für das Fußballspiel am Abend rüsten.

Die wartenden Eltern konnten sich während dessen über die Kindertagespflege informieren. Interessierte erhielten Auskunft über die Tätigkeit einer Tagesmutter, eines Tagesvaters oder einer Kinderbetreuerin und konnten sich über freie Plätze für ihre Kinder erkundigen. Auch konnten Fragen zur Qualifizierung, Förderung und Finanzierung beantwortet werden. Obwohl das Wetter am Samstagmittag nicht ganz mitspielte waren sich die Tagesmütter und die Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins einig, dass es eine sehr gelungene Veranstaltung war. Weitere Fragen zum Thema Kindertagespflege beantwortet der Tageselternverein. Die nächste Sprechstunde in Wertheim findet am 15. September von 12 bis 14 Uhr im Rathaus statt. Um Voranmeldung wird gebeten, Telefon 0 93 41 / 8 97 82 87. tev

 

© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 05.07.2016

Carmen Keppner ist neue Vorsitzende

 

Jahreshauptversammlung: Tageselternverein verzeichnet bislang höchste Zahl an betreuten Kindern / Neue Tageseltern gesucht

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Der neue Vorstand des Tageselternvereins (von rechts): Vorsitzende Carmen Keppner, Kassenverantwortliche Renate Rosenitsch, Betty Penzhorn, stellvertretende Vorsitzende Gudrun Knenlein und Schriftführerin Jana Inka Krenk. © Tageslternverein

Main-Tauber-Kreis. Nach über einem Jahr kommissarischer Leitung durch Gudrun Knenlein hat der Tageselternverein wieder eine neue Vorsitzende. Carmen Keppner wurde bei der Jahreshauptversammlung einstimmig von den Mitgliedern gewählt. Ihre Stellvertreterin ist Gudrun Knenlein, die neue Schriftführerin heißt Jana Inka Krenk, die Kasse führt weiterhin Renate Rosenitsch. Ergänzt wird der Vorstand durch Betty Penzhorn. Claudia Henn leitete die Wahlen gewohnt souverän und freute sich über das jeweils einstimmige Votum.

Turbulente Zeiten sind vorbei

Dass die Vereinsarbeit nach Claudia Korinskys Ausscheiden turbulent gewesen sei, berichtete Gudrun Knenlein. Der gesamte Vorstand und die Mitarbeiterinnen hätten sich für einen reibungslosen Ablauf engagiert. Im vergangenen Herbst sei Carmen Keppner in den Vorstand berufen worden, so dass sie den Tageselternverein und die damit verbundenen Aufgaben kennenlernen konnte.

Nachdem Knenlein die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Carmen Gattenhof und Heike von Brandenstein verabschiedet hatte, richtete sie einen Appell an die Mitglieder: „Bitte tragen Sie Ihre Freude an der Tätigkeit als Tagesmutter nach außen, denn wir wollen neue Menschen für die Kindertagespflege gewinnen.“

Claudia Henn, die sich im Beirat des Tageselternvereins engagiert und den Vorsitz der Landfrauen inne hat, dankte sie für das Engagement der Landfrauen. Sie nämlich haben es übernommen, die neuen Geburtsgeschenke des Tageselternvereins – Hüllen für Kühlpads aus Biobaumwolle – zu nähen und mit dem Logo des Vereins zu bedrucken.

Jugendamtsleiter Martin Frankenstein – ebenfalls Beiratsmitglied – betonte, dass der Tageselternverein im Rahmen der Jugendhilfe einen wichtigen Platz einnehme. Er setze weiterhin auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit. Dass Gudrun Knenlein als kommissarische Vorsitzende in die Bresche gesprungen sei, würdigte er vor dem Hintergrund, dass sie selbst eine große Einrichtung der Kindertagespflege leite, als doppelte Herausforderung.

Die Zusammenarbeit von Jugendamt und Tageselternverein sei dadurch geprägt, dass der Verein der einzige Träger im Kreis sei, der die Kindertagespflege im Auftrag des Jugendamts betreibe. Deshalb gebe es eine gemeinsame Personalverantwortung für die Tagespflegerpersonen und deshalb werde die Geschäftsstelle des Vereins auch gefördert. Das klappe gut, so Frankenstein. Abschließend wies der Jugendamtsleiter darauf hin, dass der Verein Fürsprecher für die Frauen sei.

Positive Bilanz

Der Bericht der Geschäftsstelle fiel positiv aus. „Die Kindertagespflege ist für jede Familie finanzierbar“, so Reinhilde Farrenkopf. Sie erläuterte die Kosten und verwies auf die individuelle Beratung beim Tageselternverein. Zudem informierte sie über Fördergelder und Investitionszuschüsse für Tagesmütter und -väter. Auch hier beraten die Mitarbeiterinnen.

Ursula Erbis-Grießl legte dar, dass die Anzahl der betreuten Kinder seit Bestehen des Vereins noch nie so hoch war wie derzeit. 2013 wurden 180 Kinder von Tageseltern betreut, 2016 sind es 278. „Die Eltern schätzen die familiäre und individuelle Betreuung“, begründete Erbis-Grießl diesen Trend. Aufgrund fehlender Alternativen sei auch bei der Schulkindbetreuung eine steigende Tendenz zu verzeichnen. Auch die Betreuung in anderen geeigneten Räumen, also außerhalb der Wohnung von Tageseltern oder der Eltern, gewinne an Bedeutung. Dies sei ein Zeichen dafür, dass sich der Beruf der Tagesmutter etabliere.

Sonja Roth berichtete über das Qualifizierungsangebot des Tageselternvereins. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Grundkursen bietet der Verein Praxistreffen zum Austausch, Erste Hilfe am Kind und ein buntes Fortbildungsprogramm an. „Sprache macht Spaß“ gehört ebenso dazu wie ein Kurs zum Steuerrecht, zum Prinzip „Ein klares Nein“ oder ganz kreativ zur Nadelfilztechnik. „Kinder in Trennungs- und Scheidungsfamilien“ oder „Mit Kleber, Zaubersand, Farbe und Co“ runden das Angebot ab.

Renate Rosenitsch, verantwortlich für die Finanzen, legte ihren Kassenbericht vor, den Susanne Gallas und Birgit Gahlen geprüft hatten. Sie wurde, ebenso wie der Vorstand, einstimmig entlastet. Ebenso einhellig wurde eine Satzungsänderung gebilligt, die Geschäftsführungsaufgaben an die Geschäftsstelle delegiert.

Wie heiter Gärtnern mit Kindern sein kann, offerierte Betty Penzhorn zum Abschluss. Alle Sinne seien dabei gefordert: Pflanzen, Hegen, Pflegen und dann die süßen, reifen Früchte naschen. Das ist fast so, wie ein Kind großziehen. tev

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 04.05.2016

Freude über Zertifikate

Tageselternverein: Sechs Frauen haben Kurse erfolgreich beendet

Freude über Zertifikate

Die frischgebackenen zertifizierten Tagesmütter mit den Vertreterinnen des Jugendamts. © Tageselternverein

Main-Tauber-Kreis. Nach vier Kursen mit insgesamt 160 Unterrichtsstunden war es geschafft: Die Tagesmütter Lidia Köder (Tauberbischofsheim), Elke Thiemann (Lauda-Königshofen), Karolin Rapp (Niederstetten), Annegret Hein (Weikersheim), Sibylle Heitmann (Wertheim) und Maria Esther Lopez (Weikersheim) konnten stolz ihre Zertifikate in Empfang nehmen.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis führt die Kurse in Kooperation mit dem Jugendamt nach dem Curriculum des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und den Empfehlungen des Landesverbands der Tageseltern-Vereine durch.
Inhaltlich wurden in den Kursen die elementaren Grundlagen der Kindertagespflege wie Betreuung, Förderung, Erziehung, rechtliche und finanzielle Informationen und Kooperation mit den Eltern bearbeitet. Auch heikle Themen wie Schweigepflicht und Kindswohlgefährdung wurden ausführlich besprochen. Im letzten Kurs bei Kursleiterin Karin Kraft erstellte jede Tagesmutter eine eigene Konzeption und musste für das Kolloquium ein eigenes Thema finden, ausarbeiten und den Prüferinnen präsentieren.
Die Vertreterinnen des Jugendamts, Roth und Schattmann, waren sehr begeistert von der Vielfältigkeit und professionellen Ausarbeitung der Themen.

Der Tageselternverein bietet Eltern und Tagespflegepersonen umfassende Informationen und Beratung in allen Fragen der Tagespflege an.

 

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 05.12.2015

Job und Kind ist Stressfaktor für viele Eltern

Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Informationsveranstaltung über betrieblich unterstützte Kinderbetreuung zeigte Möglichkeiten und Chancen auf

Von unserem Redaktionsmitglied Heike v. Brandensein

Fachkräftemangel auf der einen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf der anderen Seite: Beides stellt auch für Firmen der Region eine große Herausforderung dar.

Job und Kind ist Stressfaktor für viele Eltern

Die „KidsBox“, die eine Schreinerei gemeinsam mit der Universität Würzburg entwickelt hat, stieß bei vielen Firmenvertretern auf großes Interesse. Wird das rollende Spielzimmer nicht mehr gebraucht, wird es in eine Ecke geschoben. © Heike v. Brandenstein


Main-Tauber-Kreis.
Der Kindergarten schließt, es gilt sich zu beeilen. Schließlich muss die Tochter um Punkt 17 Uhr abgeholt sein. Sonst sitzt sie als letztes Kind allein da mit der Erzieherin, die mit Blick auf den eigenen Feierabend auch schon eine genervte Miene zeigt. „Mal wieder zu spät“, denkt sie. Dabei ist die Mutter abgehetzt. Der letzte Termin in der Firma hat sich hinausgezögert, Verschiedenes musste noch geklärt werden.
Wer kennt das nicht, diesen Spagat zwischen Beruf und Familie? Beide Anforderungen gilt es zu stemmen, vielen Ansprüchen gerecht zu werden. „Pluspunkt betrieblich unterstützte Kinderbetreuung – eine Chance für Unternehmen und Beschäftigte“ lautete der Titel einer Informationsveranstaltung am Mittwochabend im Landratsamt des Main-Tauber-Kreises. Organisiert hatte sie „familiyNet“, eine Tochter von „BBQ Berufliche Bildung“, das ein Netzwerk sowie Beratung, Coaching und Unterstützung bei der Einführung neuer Angebote für eine familienbewusste Arbeitswelt bietet. Als Kooperationspartner fungierte die Wirtschaftsförderung Main-Tauber-Kreis.
„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein zentrales Thema für die Rekrutierung von Fachkräften. Hier kann der ländliche Raum Stärken zeigen“, betonte Rico Neubert von der Wirtschaftsförderung. 77 Prozent der Eltern, nannte er eine eindrucksvolle Zahl, wären bereit, für ein familienfreundliches Unternehmen, den Arbeitsplatz zu wechseln. Auch kleinere und mittlere Unternehmen könnten Maßnahmen ergreifen, um eine betrieblich unterstützte Kinderbetreuung anzubieten und damit Fachkräfte zu binden.
Neue Wege für familienbewusste Unternehmen stellte Simone Rieß, Projektleitung von „familyNet“, vor. Den Fokus legte sie auf den Service für Familien. Dass ein familienorientiertes Unternehmen auch bei Themen wie Engagement oder Gesundheitszustand der Mitarbeiter bessere Kennzahlen aufweist als andere, untermauerte sie mit Zahlen aus einer aktuellen Studie zur Arbeitgeberattraktivität. Die Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz stieg eklatant.

Umfragen hätten aber ergeben, dass es bei den Punkten „Weitere Unterstützung der Kinderbetreuung“ und „Betriebliche Kinderbetreuung“ noch Luft nach oben gebe. Ob betriebseigene Kita in Eigenregie, in Kooperation mit anderen Unternehmen, mit externem Partner oder mit betrieblich gefördertem Elternverein: Rieß erläuterte die Modelle und nannte Vor- und Nachteile. Auch das Belegplatzmodell, Familiendienstleister oder Lösungen zur Notfallbetreuung stellte sie vor.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis stellte seine Arbeit in der Kindertagespflege vor. Stefanie Neugebauer berichtete über die gesetzlich vorgeschriebene Qualifizierung von Tagesmüttern und -vätern, den Vorteilen der familiennahen, flexiblen Betreuung, wie sie bei Schichtarbeitern notwendig ist, sowie von den beratenden, begleitenden und vermittelnden Aufgaben des Vereins. Ursula Erbis-Grießl stellte anhand praktischer Beispiele, Möglichkeiten von Kooperationen mit Unternehmen vor.

Breiten Raum nahm hier die Betreuung in anderen geeigneten Räumen, also auch in Firmen, ein. Unternehmen stellten die Räume und leisteten sowohl einen Betreuungs- als auch einen Sachkostenzuschuss pro Kind. Bei der eigentlichen Betreuung seien Tagesmutter und abgebende Eltern Vertragspartner. Als Vorteil nannte Erbis-Grießl, dass es sich bei dieser Variante um eine relativ kostengünstige, zeitlich flexible und vor allem familiennahe Lösung bei enger Bindung an nur eine Bezugsperson handele.

Um „Ferienbetreuung für Mitarbeiterkinder“ ging es bei der Vorstellung des Roto-Projekts durch Sandra Braun. Das mit seiner Division Wohndachfenster und Solarsysteme in Bad Mergentheim beheimatete Unternehmen, hat zunehmend Schwierigkeiten, Fachkräfte zu rekrutieren. „Um Leute nach Bad Mergentheim zu holen, muss man schon was tun“, unterstrich Personalchefin Braun. Deshalb habe man neben dem Angebot von Kochkursen und Fit-Programmen eine Umfrage gestartet, um zu erfahren, was Mitarbeiter sich als Unterstützung wünschen. Das Thema Kinderbetreuung kristallisierte sich heraus.

„Eine eigene Kindertageseinrichtung war uns eine zu große Herausforderung“, so Braun. Deshalb begann man 2013 etwas kleiner. Für 7000 Euro wurde ein externer Anbieter angeheuert, der eine einwöchige Kinderferienbetreuung unter dem Motto „Dschungelfieber“ für Kinder von sechs bis zwölf Jahren zwischen 8 und 17 Uhr bot. Es wurde ein voller Erfolg.

Nach äußerst positiver Rückmeldung legte das Unternehmen 2014 nach: 27 Kinder von drei bis sechs und von sieben bis zwölf Jahren wurden für zwei Wochen zur „Roto-Zeitreise“ mitgenommen. 2015 lautete das Motto dann „Roto-Zauberwelt“. Der Eigenanteil für Eltern an diesem durchaus kostenintensiven Programm beträgt 50 Euro pro Kind. „Wir wollen erreichen, dass die Kinder während des Programms Spaß haben und etwas lernen. Außerdem ist es ein Beitrag, um die Roto-Familie zu festigen“, begründet Sandra Braun das Engagement der Firma.
Eine Lösung für Notfälle in der Kinderbetreuung stellte Peter Polzer, Geschäftsführer einer gleichnamigen Schreinerei aus Jagsthausen, vor. Gemeinsam mit der Universität Würzburg hat er die „KidsBox“ entwickelt. Dabei handelt es sich um eine auf Rollen gelagerte Kiste zum Aufklappen mit den Maßen 110 mal 123 mal 66 Zentimeter in schlichtem Weiß, Giftgrün oder Knallorange. Klappt man sie auf, finden sich dort ein Kinderklappbett, Windeln, ein Tischsitz, Mal- und Spielsachen von Legosteinen über Bauklötze bis hin zum Steck- oder kinderechten Gesellschaftsspiel.

Außerdem ist ein Tisch mit passendem Hocker vorhanden. Wird das mobile Mini-Kinderzimmer aufgeklappt an die Wand geschoben, ergibt sich eine ruhige Ecke zum Spielen oder auch zum Stillen. Universitäten, Behörden aber auch die Bundeswehr haben die „KidsBox“, laut Polzer, schon angeschafft. Hergestellt ist sie aus hochwertigen und höchsten Feuerschutzanforderung gerecht werdenden Materialien.

Welchen Stellenwert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie mittlerweile bundesweit einnimmt, verdeutlichte Simone Rieß abschließend mit einem Überblick über zahlreiche Förderprogramme.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 02.10.2015

Familien fühlen sich gut aufgehoben

Kindertagespflege „Menschenskind“: Anlässlich des zehnjährigen Bestehens wurde der neue Außenspielbereich eingeweiht

Familien fühlen sich gut aufgehoben

Die Kindertagespflege/Kleinkindbetreuung „Menschenskind“ feierte zehnjähriges Bestehen und weihte das neue Außenspielgelände ein. Zum zehnjährigen Bestehen von „Menschenskind“ wurde der neue Außenspielbereich eingeweiht. © Knenlein


Niederstetten.
Am Herbstfestsonntag nach dem Umzug wurden die Gäste der Einrichtung „Menschenskind“ mit afrikanischen Trommelrythmen begrüßt. Gudrun Knenlein, die Initiatorin von „Menschenskind“, berichtete vom Werdegang der Kleinkindbetreuung der vergangenen Jahre. Das herzliche Miteinander im Team sei wichtig für eine wertschätzende, gelingende Betreuung und auch spürbar nach außen. Gudrun Knenlein: „Die Familien fühlen sich gut aufgehoben und die Kinder kommen sehr gerne“.
Kreis-Jugendamtsleiter Martin Frankenstein überbrachte Glückwünsche von Landrat Reinhard Frank und Sozialdezernentin Elisabeth Krug, welche vor zehn Jahren Jugendamtsleiterin im Main-Tauber-Kreis war und die Geburtsstunde von „Menschenskind“ mit begleitet hat.
Frankenstein meinte anerkennend in seiner Grußrede: „Menschenskind“, bist du groß geworden!“ Frankenstein erinnerte auch daran, wie wichtig feste Bindungspersonen gerade in den ersten Lebensjahren für die Persönlichkeitsentwicklung seien und dass die Kindertagespflege somit ideale Rahmenbedingungen für die Kleinkindbetreuung biete. Auch der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Dornberger betonte, das die Stadt Niederstetten in Sachen Kinderbetreuung schon sehr früh auf mehrere Säulen gebaut habe und überbrachte Glückwünsche zum Jubiläum aus dem Rathaus.

Sehr eng ist die Zusammenarbeit von „Menschenskind“mit dem Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, meinte die Mitarbeiterin der Geschäftstelle Sozialpädagogin Stefanie Neugebauer und bescheinigte „Menschenskind“ viele zufriedene Eltern. Pünktlich zum Jubiläum ist auch der neu gestaltete Außenbereich fertig gestellt worden. Die Bauarbeiten waren sehr interessant für die Kinder. So eine Wimmelbuch- Baustelle live zu erleben, ist einfach toll. Entstanden ist mit sehr viel Eigenleistung ein liebevoll gestalteter, geschützter Außenbereich mit Wippkäfer, Pferdekutsche, Spielhaus, Fahrzeugrundstrecke und großem Sandplatz. Der Spielplatz wurde von den Kindern gleich in Besitz genommen und fleißig bespielt.

Ein buntes Rahmenproramm mit Filzen, Steine bemalen, Wurfmaschine, musikalischen Darbietungen der Trommelgruppe um Harald Metzler und der Querflötenkinder Selma und Franka, sowie Aktionen der Ergotherapiepraxis Wilhelm Vorherr, ließen keine Langeweile aufkommen. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt.

Offene Türen luden zum Umschauen ein, und so war es ein gelungenes Fest mit vielen Begegnungen mit ehemaligen und zukünftigen oder einfach nur interessierten großen und kleinen „Menschenskind“- Besuchern.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 30.09.2015

Neue Tagesmütter ausgebildet

Tageselternverein: Kurs ist abgeschlossen

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Bei einem Kurs des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis haben sich neue Tagesmütter qualifiziert. © Tageselternverein

Main-Tauber-kreis. Neue Kinderbetreuungsplätze in der Tagespflege werden nun im Main-Tauber-Kreis angeboten. An sieben Abenden und Samstagen haben sich fünf neue Tagesmütter aus Boxberg, Tauberbischofsheim, Wertheim, Assamstadt und Weikersheim qualifiziert. Sie bieten nun bei sich zu Hause, im Haushalt der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen Tagespflegeplätze an.

Im Kurs I in Tauberbischofsheim erarbeiteten sie zusammen mit der Referentin Gabriele Kerber (Pädagogin) die Grundlagen der Kindertagespflege: Aufgaben und Arbeitsfeld, Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Eltern, Kontakt- und Eingewöhnungsphase, Vermittlungsablauf und rechtliche Informationen. Die weiteren Bausteine der fünfteiligen Qualifikation werden die neuen Tagesmütter tätigkeitsbegleitend absolvieren. Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet im November in Tauberbischofsheim statt. Zu einer Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson sind alle Interessierten eingeladen, am Donnerstag 17. September um 18 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim zu kommen. Anmeldung unter 09341/ 897 82 87 erforderlich.
Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse. Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl, Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins, informieren über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 29.07.2015

Gute Arbeit unterstützen

Zuschuss: Tageselternverein erhält eine halbe Stelle mehr

 

Main-Tauber-Kreis. Einhellig billigte der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am Dienstag die Aufstockung um eine halbe sozialpädagogische Stelle beim Tageselternverein Main-Tauber-Kreis. Jugendamtsleiter Martin Frankenstein hatte dies mit der steigenden Zahl der betreuten Kinder von derzeit 240 begründet. Da der Tageselternverein über drei Mitarbeiter mit jeweils einer halben Stelle verfügt und eine davon ausschließlich für die Qualifizierung und Weiterbildung eingesetzt wird, liege der Betreuungsschlüssel bei einer Vollzeitkraft für 240 Tageskinder. Der empfohlene Schlüssel des Landesverbands der Tageselternvereine liege bei 1: 90, der des Landkreistages bei 1:130.

Nicht zuletzt aus Kinderschutzgründen sei eine Aufstockung um eine halbe Stelle zu rechtfertigen, so Frankenstein. Dann nämlich wäre der Besuch der Tagespflegepersonen mindestens einmal pro Jahr gewährleistet. Frankenstein: „Uns ist es wichtig, die notwendigen Standards zu erhalten.“ Die Erhöhung des Landkreiszuschusses betrage für das laufende Jahr knapp 13 000 Euro und werde durch eine höhere Zuweisung aus dem Finanzausgleichsgesetz (FAG-Mittel) nahezu kostendeckend finanziert.

Sowohl Ute Schindler-Neidlein (SPD) als auch Manfred Schaffert (CDU) würdigten die Kindertagespflege als wichtiges Standbein bei der Vereinbarung von Beruf und Familie im Kreis. hvb

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 25.06.2015

Ziel ist ein „Betreuungsstützpunkt“ Neubronn

Vorstand gewählt: 34 Personen gründen den Förderverein Kindergarten / Sandra Pflüger zur Vorsitzenden gewählt

Ziel ist ein „Betreuungsstützpunkt“ Neubronn

Zur Sicherung einer umfassenden Kinderbetreuung in Neubronn wurde ein Förderverein Kindergarten Neubronn gegründet und der erste Vorstand gewählt. Unser Bild zeigt (von links) Andrea Hauf, Susanne Gehringer, Waldemar Hein, Simone Richter, Paul Stürzenhofäcker, Sandra Pflüger, Hans-Jörg Habel, Inge Vogel, Solveig Sigel und Norbert Beck. © Keßler


Neubronn.
Eine durchgehende Betreuung von Kindern zwischen 0 und 14 Jahren wird ab September in Neubronn angeboten. Dazu hat sich ein Förderverein Kindergarten Neubronn gegründet. Zur Vorsitzenden wurde Sandra Pflüger gewählt.
In die Wege geleitet wurde die Vereinsgründung durch die Arbeitsgruppe Kindergarten, die sich für den Erhalt des städtischen Kindergartens in Neubronn einsetzt. Sie veranstaltete den Gründungsabend im Kindergarten.

Der neue Verein solle das Ziel haben, sowohl den Kindergarten als auch die ab September beginnende Tagespflege, die Nachmittagsbetreuung der Schulkinder und die Organisation des Mittagessens (gekocht von der Cafeteria am Weikersheimer Gymnasium) zu unterstützen. Ein Betreuungsstützpunkt Neubronn solle so entstehen.

Arbeitsgruppensprecherin Simone Richter berichtete den zahlreichen Besuchern von den Aktivitäten der Gruppe, die dazu geführt hätten, dass der Gemeinderat sich im Frühjahr mit großer Mehrheit für eine Fortführung und Erweiterung des Kindergartenbetriebes ab einem Eintrittsalter von zwei Jahren ausgesprochen habe. Die Voraussetzung dafür bleibe eine gesicherte Belegung von mindestens 13 Plätzen.

Zusätzlich zum Kindergartenbetrieb werden in Zukunft Tagesmütter in dem leeren Gruppenraum eine ganztägige Betreuung anbieten. Dazu wird dieser Raum in Abstimmung mit dem Tageselternverein und dem Jugendamt jetzt den Bedürfnissen angepasst. Beide Institutionen, so erfuhren die Anwesenden, befürworteten diese Konzeption, da der Standort des Kindergartens und die vielfältigen Möglichkeiten ein ideales Umfeld für Betreuung und Vermittlung von grundlegenden Werten böten. Zunächst wurde die Satzung besprochen und die Mitgliedsbeiträge auf jährlich zwölf Euro für ein Einzelmitglied und 18 Euro für eine Familie festgelegt. Anschließend unterschrieben 34 Personen als Gründungsmitglieder die Satzung, die schon vorher vom Finanzamt geprüft worden war. Die Arbeitsgruppe war sichtlich stolz, eine solch hohe Anzahl von Gründungsmitgliedern aus dem ganzen Stadtgebiet aktivieren zu können.

Der stellvertretende Bürgermeister Norbert Beck leitete die Vorstandswahlen. Dabei fand er sehr lobende Worte für die Arbeitsgruppe und für das Engagement der Anwesenden. Er hoffe, dass mit diesem Weg, und zwar hier an diesem Betreuungsschwerpunkt, der Kindergartenbetrieb gesichert werde, und er hoffe, dass das hervorragende naturnahe Konzept Anklang bei vielen Eltern finde. Einstimmig gewählt wurden Sandra Pflüger als erste Vorsitzende, Simone Richter als Stellvertreterin, Inge Vogel als Kassiererin sowie Solveig Sigel als Schriftführerin. In den beratenden Beirat wurden Susanne Gehringer, Andrea Hauf, die Ortsvorsteher Hans Jörg Habel (Neubronn) und Paul Stürzenhofäcker (Queckbronn) sowie Waldemar Hein gewählt.

Die neue Vorsitzende erläuterte gleich das weitere Vorgehen. Nach Rücksprache mit dem Stadtbauamt würden in den nächsten Wochen durch ortsansässige Handwerker und freiwillige Helfer die nötigen Einbaumaßnahmen im Kindergarten durchgeführt. Alle würden durch Spender, örtliche Institutionen und Vereine finanziert. Zur Aufbesserung der Finanzen solle ein Antrag an die Bürgerstiftung gestellt werden. Sandra Pflüger appellierte an alle Anwesenden, Multiplikatoren zu werden, damit noch viele den Weg in den Förderverein fänden. Sie betonte, wie wichtig der Kindergarten in Neubronn für die umliegenden Orte sei, und sie hegte auch den Wunsch, dass das naturnahe Konzept Zuspruch finden möge. Nach Fertigstellung der Maßnahmen ist für den Herbst ein Infotag für alle Interessierten geplant, an dem das gesamten Angebotes des Betreuungsstützpunktes Neubronn der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. peka

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 24.06.2015

„Claudia Korinsky hat eine tolle Arbeit geleistet“

Tageselternverein: Nach wie vor wächst die Zahl der Kinder, die von Tagesmüttern und -vätern im Rahmen der Tagespflege betreut werden

Claudia Korinsky hat eine tolle Arbeit geleistet

Nach wie vor erfreut sich die Kindertagespflege großer Nachfrage. Individuelle, familiennahe Betreuung, die sich den Arbeitszeiten der Eltern anpasst, ist oft der ausschlaggebende Grund, sich für eine Tagesmutter zu entscheiden. © Gattenhof

Main-Tauber-Kreis. Dass sich die Kindertagespflege trotz Ausbaus von Kindergärten und -krippen hoher Beliebtheit erfreut, zeigen die Zahlen: Im vergangenen Jahr wurden 53 Tageskinder mehr von Tagesmüttern oder -vätern betreut als im Jahr 2012. „Die Tendenz ist steigend und wir verzeichnen ein langsames aber stetiges Wachstum“, so Gudrun Knenlein, kommissarische Vorsitzende des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis.

Bei der Jahreshauptversammlung standen aber nicht allein die Berichte im Mittelpunkt, sondern vor allem die Verabschiedung von Claudia Korinsky. Sie legte den Vorsitz im Herbst aus persönlichen Gründen nach über einem Jahrzehnt erfolgreicher Arbeit nieder. Gudrun Knenlein, die den Verein seither kommissarisch führt, dankte Korinsky für ihre anpackenden Fähigkeiten und ihre tolle Arbeit. Sicher werde es schwer eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden zu finden, der in ihre großen Fußstapfen treten könne. „Claudia Korinsky hat eine tolle Arbeit geleistet“, bescheinigte ihr Knenlein im Namen des Vorstands.

Reichlich Lob zollte auch Jugendamtsleiter Martin Frankenstein. Er erinnerte an die Wahl Korinskys im Jahr 2003 als der Verein noch in den Kinderschuhen steckte. „Es war die Zeit als es die Kindertagespflege als eigenes Betreuungsangebot neben den Einrichtungen zu etablieren galt“ , so Frankenstein. Unter dem Vorsitz von Claudia Korinsky sei die Anzahl der Tagesmütter und -väter kontinuierlich gestiegen. Gleichsam sei der Verein durch die Qualifizierungskurse und die aufwendigen Beratungen und Vermittlungen nach und nach personell aufgestockt worden.

Frankenstein wies in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen Gesetzesänderungen bei der Kinderbetreuung hin, die vom Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz bis zur Gleichstellung der Kindertagesbetreuung mit der Betreuung in Kindergärten reiche. „Ohne die Kindertagespflege hätten wir den Rechtsanspruch nicht gewährleisten können“, räumte er ein.

Weil dem Jugendamt die Kindertagespflege weiter am Herzen liege, habe der Landkreis eine weitere halbe Personalstelle bewilligt, gab Martin Frankenstein zur Freude des Vereins bekannt. Damit soll die Betreuung der Tagespflegeverhältnisse verbessert werden. Die Kindertagespflege, die der Verein im Auftrag des Jugendamts betreue, basiere auf einer guten Zusammenarbeit, hob der Jugendamtsleiter hervor. Beim Tageselternverein arbeiten dann hauptamtlich jeweils in Teilzeit die Sozialpädagoginnen Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl, Stefanie Neugebauer und Sonja Roth sowie Susanne Landwehr als Verwaltungskraft.

Über die Entwicklung der Kindertagespflege informierten die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen. Reinhilde Farrenkopf sprach von einer durchweg positiven Tendenz bei der Kindertagespflege im Kreis. Der Zeitumfang bei der Betreuung habe sich ausgeweitet, die Pauschalfinanzierung bewährt. Ursula Erbis-Grießl informierte, dass derzeit 77 aktive Tagesmütter Kinder betreuten. Es sei jedoch etwas schwieriger geworden, neue Tagesmütter zu gewinnen, weil einige nach der eigenen Kinderphase wieder in den gelernten Beruf zurückgegangen seien.

Zum 1. März seien 229 Kinder im Rahmen der Kindertagespflege betreut worden. 96 davon waren zwischen null und drei Jahre alt, 42 zwischen sechs und neuen Jahre und 91 zwischen sechs und 14 Jahre. „Die Kindertagespflege für Schulkinder wird immer attraktiver und gewinnt an Bedeutung“, so Erbis-Grießl. Sie informierte auch über ein Projekt in Neubronn, das ab September 2015 laufen und im Kindergarten angesiedelt sein soll. Betreut werden dann Kinder unter drei Jahren von 7.30 bis 13 Uhr. Über die sechs Fortbildungskurse auf unterschiedlichem Level, die acht Qualifizierungskurse, die 20 Praxistreffen und die Erste-Hilfe am Kind-Kurse berichtete Sonja Roth. Mit ihrem eigenen Angebot unter dem Motto „Sprache macht Spaß“ sei sie auf große Resonanz gestoßen, aber auch Themen wie „Geschwisterkinder“, „Kinder und Ängste“, „Ein klares Nein“ oder „Trendige Rezepte für Schulkinder“ seien gut angekommen. Als künftige Aktivitäten nannte Roth die Teilnahme am Bauernmarkt in Bad Mergentheim am 14. Juni und am FN-Familientag am 10. Juli. Keine Beanstandungen am Kassenbericht von Renate Rosenitsch hatten die Prüferinnen Birgit Gahlen und Karin Fischbach, so dass der Vorstand einstimmig entlastet wurde.

Die Wahl einer oder eines neuen Vorsitzenden des Tageselternvereins leitete die Vorsitzende des Landfrauenvereins im Kreis, Claudia Henn. Trotz Werbens für das Amt wurde keine Nachfolge für Claudia Korinsky gefunden, so dass Gudrun Knenlein bis auf weiteres diesen Posten kommissarisch ausüben wird. Als Nachfolgerin von Karin Fischbach in der Kassenprüfung wurde Susanne Gallas einstimmig gewählt.

Abschließend appellierte der Verein an Eltern in Bad Mergentheim und Igersheim, sich als Tagespflegepersonen zu qualifizieren. Dort nämlich werden Tageseltern dringend gesucht. tev

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 13.05.2015

Wichtige Säule der Betreuung

Tageselternverein: 13 neue Tagesmüttern beendeten mit Erfolg ihre Qualifizierung

Wichtige Säule der Betreuung

Die neuen, zertifizierten Tagesmütter zusammen mit Ingrid Bauer vom Jugendamt (hinten Mitte) und Kursleiterin Marin Kraft (rechts). © Tageselternverein

Main-Tauber-Kreis. Nach vier Kursen mit insgesamt 160 Unterrichtsstunden war es geschafft. Die Tagesmütter Natalie Arnold (Boxberg), Lidia Bihr (Bad Mergentheim), Ilka Geisler (Tauberbischofsheim), Corinna Herzog (Wertheim), Rita Hönninger (Lauda-Königshofen), Sibille Irmer (Tauberbischofsheim), Jana Krenk (Bad Mergentheim), Andrea Langner (Creglingen), Sabine Moll (Lauda-Königshofen), Betty Penzhorn (Brehmen), Dagmar Reuter-Unkelbach (Igersheim), Nadja Schwarz (Bad Mergentheim) und Liane Thön-Spörer (Tauberbischofsheim) konnten stolz ihre Zertifikate in Empfang nehmen.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis e.V. führt die Kurse in Kooperation mit dem Jugendamt nach dem Curriculum des DJI und den Empfehlungen des Landesverbands der Tageseltern-Vereine durch.

Inhaltlich wurden in den Kursen die elementaren Grundlagen der Kindertagespflege wie Betreuung, Förderung, Erziehung, rechtliche und finanzielle Informationen und Kooperation mit den Eltern bearbeitet. Auch heikle Themen wie Schweigepflicht und Kindswohlgefährdung wurden ausführlich besprochen.

Im letzten Kurs bei Kursleiterin Karin Kraft erstellte jede Tagesmutter eine eigene Konzeption und musste für das Kolloquium ein eigenes Thema finden, ausarbeiten und den Prüferinnen präsentieren. F. Roth und F. Farrenkopf vom Tageselternverein sowie F. Deufel und F. Bauer vom Jugendamt waren sehr begeistert von der Vielfältigkeit und professionellen Ausarbeitung der Themen.

Die Kindertagespflege ist eine wichtige Säule in der Kinderbetreuung und insbesondere geeignet für Kinder von null bis drei Jahren. In letzter Zeit hat sie auch mehr und mehr Bedeutung in der Betreuung von Schulkindern vor und nach dem Unterricht gewonnen.

Tagespflege ist die Betreuung, Förderung und Erziehung von Kindern in und durch zwei Familien. Sie ist so sehr familiär, flexibel und individuell und stellt eine gute Ergänzung zu Kindergarten und Schule dar. Tagespflege findet in der Regel wohnort- oder arbeitsnah statt und gewährleistet für die betreuten Kinder die Stabilität des sozialen Umfelds.

Der Tageselternverein bietet Eltern und Tagespflegepersonen umfassende Informationen und Beratung in allen Fragen der Tagespflege an. Er vermittelt und begleitet Betreuungsverhältnisse im Auftrag des Jugendamtes und qualifiziert regelmäßig neue Tagespflegekräfte.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 24.04.2015

Zehn neue Tagesmütter

Tageselternverein: Kurs erfolgreich absolviert

Zehn neue Tagesmütter

Die erfolgreichen Teilnehmerinnen des Qualifizierungskurs I für die Tagespflege bei Kleinkindern. © FN


Tauberbischofsheim.
Zehn neue Tagesmütter aus Boxberg, Bad Mergentheim, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim, Wertheim, Kreuzwertheim, Schrozberg, Niederstetten und Weikersheim qualifiziert. Sie bieten nun bei sich zu Hause, im Haushalt der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen Tagespflegeplätze an.
Im Kurs I in Tauberbischofsheim erarbeiteten sie zusammen mit Referentin Gabriele Kerber (Pädagogin) die Grundlagen der Kindertagespflege: Aufgaben und Arbeitsfeld, Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Eltern, Kontakt- und Eingewöhnungsphase, Vermittlungsablauf und rechtliche Informationen.

Die weiteren Bausteine der fünfteiligen Qualifikation werden die neuen Tagesmütter tätigkeitsbegleitend absolvieren.

Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet im Mai in Tauberbischofsheim statt. Zu einer Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson sind alle Interessierte am Donnerstag, 9. April, um 18 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim willkommen. Eine Anmeldung ist unter Telefon 09341/ 897 82 87 erforderlich.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse. Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl, Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins, informieren persönlich über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege.

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 09.04.2015

Neue Tagesmütter wurden ausgebildet

Tauberbischofsheim. Neue Tagesmütter wurden im Landkreis ausgebildet und bieten Betreuungsplätze an. Im September und Oktober haben sich zwölf Frauen beim Tageselternverein Main-Tauber-Kreis in Tauberbischofsheim für die Tätigkeit als Tagesmutter qualifiziert. Sie bieten nun in Bad Mergentheim, Wertheim, Niederstetten, Külsheim und Hochhausen Betreuungsplätze bei sich zu Hause, eventuell im Haushalt der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen an.

Die Teilnehmerinnen des Qualifizierungskurses I beim Tagesmütterverein.

Die Teilnehmerinnen des Qualifizierungskurses I beim Tagesmütterverein.

Im Kurs I in Tauberbischofsheim erarbeiteten sie zusammen mit der Referentin Gabriele Kerber (Pädagogin) die Grundlagen der Kindertagespflege: Aufgaben und Arbeitsfeld, Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Eltern, Kontakt- und Eingewöhnungsphase, Vermittlungsablauf und rechtliche Informationen.

Die weiteren Bausteine der fünfteiligen Qualifikation werden die neuen Tagesmütter tätigkeitsbegleitend absolvieren.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse. Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl, Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins, informieren Interessenten über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege.

Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Bahnhofstraße 11, Tauberbischofsheim, Telefon 09341-8978287 oder -8978289, E-Mail tev-main-tauber@t-online.de.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 07.11.2014

Pilotprojekt im Kindergarten

Tageselternverein-Angebot:

Uissigheim. Immer mehr Eltern nehmen auch angesichts der oft schwierigen Aufgabe der Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Kindertagespflege als Ergänzung oder Alternative zur Betreuung ihrer Kinder in Institutionen in Anspruch. Ein besonderes Pilotprojekt gibt es in diesem Rahmen in Uissigheim, entstanden durch eine Kooperation der Stadt Külsheim und der Kirchengemeinde Uissigheim/Kindergarten St. Elisabeth mit dem Tageselternverein Main-Tauber-Kreis. Wie es dazu in der Pressemitteilung der Verantwortlichen heißt, wurde eine Erzieherin des Kindergartens vom Tageselternverein zur Tagesmutter qualifiziert und ermöglicht nun in den Räumen des Kindergartens eine Anschlussbetreuung. Die Kostenbeteiligung der Eltern sei abhängig von der Anzahl der Kinder in der Familie und liege zwischen 0,30 bis 1,60 Euro pro Kind und Stunde. Bei finanzschwachen Familien entfalle der Kostenbeitrag.

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 23.10.2014

Eine liebevolle Geste der Tageseltern

Verein stellte neue Geschenkaktion vor: Für den kleinen Felix gab es im Wertheimer Rathaus das erste Lätzchen

Eine liebevolle Geste der Tageseltern

Über das gelbe Lätzchen des Tageselternvereins freut sich der kleine Felix zusammen mit Oberbürgermeister Stefan Mikulicz und Claudia Korinsky, Vorsitzende des Vereins. © Grein

Wertheim. Frisch gebackene Eltern können sich ab sofort über eine neue Willkommensgabe für ihren Nachwuchs freuen. Am Freitag stellte der Tageselternverein (TEV) Main-Tauber-Kreis im Wertheimer Rathaus seine kreisweite Aktion vor, in deren Rahmen er Kinder mit einem kleinen Geschenk auf der Welt begrüßen möchte.

Wie Vereinsvorsitzende Claudia Korinsky, erklärte, haben sich 14 Städte im Landkreis zur Weitergabe der Geschenke bereiterklärt. Neben einem gelben Lätzchen mit dem TEV-Logo erhalten die Mütter und Väter damit Informationen zum Betreuungsangebot der Tageseltern.

Für die Präsentation des Geschenks und die erste symbolische Übergabe habe man sich ganz bewusst die Main-Tauber-Stadt ausgesucht, betonte Korinsky. Denn „für uns ist Wertheim erster Ansprechpartner“. Diese Aussage griff Oberbürgermeister Stefan Mikulicz auf. Er dankte dem Verein für die gute Zusammenarbeit und blickte auf die bisher gemeinsam erreichten Ziele zurück.

Betreuung von Kindern durch den Tageselternverein Main-Tauber

  • Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis wurde 2003 gegründet. Zunächst gab es vereinzelte Vermittlungen.
  • Im Laufe der Zeit stieg nach Angaben der Verantwortlichen die Zahl der Tageskinder stetig an. So wurden im Main-Tauber-Kreis 2004 22 Mädchen und Jungen, ein Jahr später 48 Kinder, 2007 bereits 85 und 2008 127 Kinder betreut. 2014 vermittelte der Verein bislang 205 Mädchen und Jungen an 75 Tagespflegepersonen im gesamten Kreis. Davon sind 78 Kinder unter drei Jahre als, 41 zwischen drei und sechs Jahre und 86 zwischen sechs und 14 Jahre.
  • Die Tagespflege stellt damit eine wichtige Ergänzung der Betreuung in Kindertageseinrichtungen dar.
  • Dazu ein Vergleich: Die Kindertageseinrichtungen auf dem Gebiet der Großen Kreisstadt Wertheim besuchten zum Stand 1. März 2014 insgesamt 785 Kinder. Davon waren nach Angaben der Stadtverwaltung 614 in kirchlichen Einrichtungen, 154 in kommunalen Einrichtungen und 17 in sonstigen Einrichtungen (Wald- und Naturkindergärten). Die Altersverteilung stellt sich folgendermaßen dar: Von den 785 Mädchen und Jungen waren am 1. März 150 unter drei Jahre und 611 über drei Jahre alt und 24 Schulkinder.
  • Hinzu kommen Einsätze im Grundschulbereich. So werden im laufenden Schuljahr 329 Kinder in fünf Ganztagesgrundschulen sowie in der Grundstufe der Förderschule und 56 Kinder in der verlässlichen Grundschule an zwei Grundschulstandorten betreut. bdg

So sei Wertheim 2007 die erste Kommune gewesen, mit der der Verein eine Kooperationsvereinbarung geschlossen habe. Diese „war das Pilotprojekt, nach dem in der Folgezeit Kooperationen des Vereins mit 13 weiteren Kommunen eingegangen wurden“, stellte er heraus. Auch die Modifikation der Kooperationsvereinbarung ab dem Jahr 2012 sei wesentlich in Zusammenarbeit mit der Stadt Wertheim ausgearbeitet worden. Außerdem, so der Rathauschef, wirke die Kommune seit 2006, vertreten durch die Leitung des Referats 12, im Beirat des Vereins mit.

Entsprechend freute sich der OB, dass der Verein Wertheim für die Präsentation des Geschenks ausgewählt habe. Der Tageselternverein sei für die Stadt bei der Sicherstellung einer bedarfsgerechten Kinderbetreuung ein wichtiger, kompetenter und verlässlicher Partner, lobte Mikulicz. „Er sorgt für eine zusätzliche flexible Betreuung, ergänzend zu den vorhandenen Betreuungseinrichtungen in der Stadt.“

Familiennah

Gerade in der Phase des Ausbaus der Kleinkindbetreuung sei das Angebot an Tagespflege in Wertheim erweitert worden, stellte Mikulicz fest. Damit hätten Eltern eine erweiterte Wahlmöglichkeit. Zudem decke diese Betreuungsform die sogenannten Randzeiten ab. „Das ist familiennah und wichtig für eine familien- und kinderfreundliche Stadt.“

Weiter verwies der OB darauf, dass die Stadt Wertheim jeden ihrer neugeborenen Bürger mit einem eigenen Willkommensgeschenk begrüße. Die Eltern erhielten ein Kapuzen-Badetuch, das das Logo der Stadt Wertheim ziere. Das Präsent komme sehr gut an. „Im Jahr 2013 konnten wir 89 solcher Geschenke über das Standesamt weitergeben“, berichtete er.

Korinsky dankte Mikulicz für das Lob. „Es ist schön, wenn ein Erdenbürger geboren wird, da möchten wir gratulieren und ein Geschenkchen machen“, sagte sie. Ein Badetuch würde die Mittel des Vereins übersteigen. Das gelbe Lätzchen werde von ehrenamtlichen Helfern genäht, die Kosten für das Material übernehme der Verein.

Engagement

Besonderen Dank sprach die Vorsitzende Ingeborg Sättele-Henn aus Steinbach aus. „Bisher hat sie schon einige Hundert der Lätzchen genäht“, betonte sie. Auch die Körbe, in denen die Geschenke bis zur Weitergabe lagern, habe man selbst gestaltet. „Ich denke, auf die Eltern kommen mit der Geburt eine ganze Menge Verantwortung und Veränderungen in der Familie zu“, stellte Claudia Korinsky fest.

Der Tageselternverein möchte ihnen bei der Betreuung behilflich sein. Denn diese sei auch ein wichtiger Punkt bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem betonte die Vorsitzende die fachliche Qualität der Tageseltern, die in Betreuungsverhältnisse vermittelt werden. So müssten diese unter anderem eine zeitaufwendige Qualifizierungsmaßnahme durchlaufen.

Die TEV-Geschenke erhalten Eltern künftig bei der Anmeldung ihres Kindes auf dem Standesamt. Die Aktion sei, so Korinsky, zeitlich unbegrenzt. Mikulicz lobte anschließend: „Es ist eine liebevolle Geste, mit der sie auf sich aufmerksam machen.“

Das erste Lätzchen wurde symbolisch an Sabrina Schießer und ihren Sohn Felix überreicht, der sich sichtlich darüber freute. Auch seine Mutter war von der Aktion angetan. „Man freut sich grundsätzlich über jedes Geschenk. Das Ganze ist eine schöne Geste und das Lätzchen kann man gut gebrauchen.“ Mit der Übergabe verband Mikulicz einen Wunsch: „Auf dass wir noch viele Handtücher brauchen und sie noch viele Lätzchen nähen müssen.“ bdg

© Fränkische Nachrichten, Montag, 03.11.2014

Die Kindertagespflege als wichtige alternative Betreuungsmöglichkeit

Tageselternverein Main-Tauber-Kreis: Feste Beziehungsperson im familiären Rahmen

Wertheim. Die Kindertagespflege des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis bietet insbesondere für Kinder unter drei Jahren eine Alternative zur Betreuung in Kindertageseinrichtungen. Eine feste Bezugsperson im familiären Rahmen gibt den Kindern Sicherheit und ein gutes Lern- und Lebensumfeld. Die ausgebildete Tagespflegeperson kann auf individuelle Bedürfnisse besonders gut eingehen, da die Gruppengröße sehr klein ist.

Flexible Absprachen der Betreuungszeiten, die sich auch wechselnden (Schicht-)Arbeitszeiten anpassen lassen, ermöglichen den Eltern eine unkomplizierte Rückkehr in den Beruf, die Aufnahme einer schulischen oder betrieblichen Ausbildung, wie es in einem Bericht der Stadtverwaltung Wertheim heißt. Mit dem Rechtsanspruch auf Betreuung von Kindern zwischen ein und drei Jahren kann die Tagespflege auch zur Entlastung für die Mutter zuhause genutzt werden. Der Fokus der Kindertagespflege liegt heute nicht mehr auf der reinen Betreuung der Kinder, sondern auf der Förderung. Dafür werden die Tagespflegepersonen gut qualifiziert und laufend weitergebildet.

Ab dem Kindergartenalter bis hin zu 14 Jahren können Kinder bei einer Tagespflegeperson zusätzlich betreut werden, wenn die Öffnungszeiten von Kindergarten und Schule nicht ausreichen. Diese sogenannte Randzeitenbetreuung eröffnet den Eltern viele Möglichkeiten, ihren beruflichen Alltag zu gestalten und gibt ihnen die Sicherheit, dass Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung gut geregelt sind.

Die Finanzierung der Kindertagespflege läuft in der Regel über das Jugendamt, das die Tagesmutter oder den Tagesvater bezahlt.

Die Elternbeiträge richten sich nach der Anzahl der Kinder in der Familie und liegen zwischen 0,30 und 1,60 Euro pro Betreuungsstunde. Bei geringem Einkommen muss die Familie nichts zuzahlen, so die Stadtverwaltung.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 19.09.2014

Für eine gute Betreuung

Komplette Küche: Spende für den Tageselternverein

Für eine gute Betreuung

Großzügige Spende: Fridolin Hügel, Claudia Korinsky und Reinhilde Farrenkopf.

Main-Tauber-Kreis. Eine großzügige Spende nahm der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis jüngst entgegen. Für seine neuen Räume in der Bahnhofsstraße in Tauberbischofsheim erhielt er von Fridolin Hügel, Inhaber des gleichnamigen Bad Mergentheimer Einrichtungshauses, eine komplette Küche.

 

Hügel, Vater von drei Kindern, ist Vorsitzender des Pfarrgemeinderats und des Stiftungsausschusses in seinem Wohnort Unterbalbach und setzt sich für den Ausbau der Kinderbetreuung ein. Maßgeblich vorangetrieben hat er dort die Einrichtung einer Kinderkrippe.

Da er die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als wichtige Voraussetzung für eine Entscheidung pro Kind sieht, liegt ihm viel an Initiativen, die eine qualifizierte und verlässliche Kinderbetreuung fördern.

 Über die Spende freuen sich Claudia Korinsky, Vorsitzende des Tageselternvereins, sowie die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 16.07.2014

Komplette Küche samt Einbau

Eine großzügige und nützliche Spende nahm der Tageselternverein entgegen. Fridolin Hügel stiftete dem Verein eine komplette Küche samt Einbau.

 

Komplette Küche samt Einbau

Freuen sich über die Spende: Claudia Korinsky und die Mitarbeiterinnen Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl mit Fridolin Hügel.

Für seine neuen Räume in der Bahnhofsstraße in Tauberbischofsheim erhielt der Tageslternverein Main-Tauber von Fridolin Hügel, Inhaber des gleichnamigen Bad Mergentheimer Einrichtungshauses, eine komplette Küche einschließlich Herd mit Backofen, Kühlschrank und Geschirrspülmaschine samt Einbau.

Hügel, selbst Vater von drei Kindern, ist Vorsitzender des Pfarrgemeinderats und des Stiftungsausschusses in seinem Wohnort Unterbalbach und setzt sich in diesen Ehrenämtern für den Ausbau der Kinderbetreuung ein. Maßgeblich vorangetrieben hat er dort die Einrichtung einer Kinderkrippe. Da er die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als wichtige Voraussetzung für eine Entscheidung pro Kind sieht, liegt ihm viel an Initiativen, die eine qualifizierte und verlässliche Kinderbetreuung fördern. Claudia Korinsky, Vorsitzende des Tageselternverein, freute sich ebenso über die neue Küche wie die Mitarbeiterinnen Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl.

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Weiche Kriterien werden wichtiger

Immer mehr Unternehmen nehmen sich der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf an – ein Blick in die Region.

Mit Blick auf den bestehenden Fachkräftemangel und der damit verbundenen Notwendigkeit qualifizierte Frauen im Job zu halten, gewinnt das Thema Familienfreundlichkeit an Bedeutung. Das beginnt in erster Linie mit einer Vielzahl an Arbeits- und Teilzeitmodellen, die Firmen ihren Arbeitnehmern anbieten, um die Vereinbarkeit möglichst flexibel zu gestalten. So beispielsweise die Bausparkasse Schwäbisch Hall: „Unser Frauenanteil liegt bei 60 Prozent“, berichtet Sebastian Flaith, von der Pressestelle der Bausparkasse. „Unsere Teilzeitquote bei 34 Prozent. Unsere 80 Teilzeitmodelle geben den Mitarbeitern die nötige Flexibilität, Privat- und Berufsleben aufeinander abzustimmen.“

Einige Eltern können Dank betrieblichem Kindergarten oder Kindertagesstätte sogar ein umfassendes Betreuungsangebot in Anspruch nehmen. Der neue „Fuchsbau“ der Bausparkasse ermöglicht die Betreuung von bis zu 100 Kindern im Alter von einem bis zehn Jahren. All diese Angebote werden nachgefragt. Sebastian Flaith: „Wir machen häufig die Erfahrung, dass neben den beruflichen Perspektiven, vor allem die Rahmenbedingungen nachgefragt werden. Zum Teil bewerben sich Leute auch konkret deshalb.“

Auch Mathias Kalmbach, Pressesprecher von Würth Elektronik „eiSos“, kann das bestätigen: „Wir suchen vor allem Techniker und Ingenieure. Die haben derzeit die freie Wahl auf dem Arbeitsmarkt. Wir merken deutlich, dass diese weichen Kriterien eine immer bedeutendere Rolle spielen.“ Doch nicht nur bei der Suche nach Fachkräften sind die Rahmenbedingungen von Bedeutung, auch um die eigenen Mitarbeiter zu unterstützen. Mathias Kalmbach: „Wir haben uns bei unserer Mitarbeiterbefragung konkret nach dem Thema Kinderbetreuung erkundigt und herausgefunden, dass Bedarf da ist.“ Das war einer der Gründe, weshalb sich das Unternehmen für die Gründung einer eigenen Kita eingesetzt hat. Seit Februar stehen zwölf Plätze im „Kitz“ (Kinderbetreuung im Zentrum) zur Verfügung.

Doch was ist mit den Firmen, die nicht die Möglichkeit haben, eine eigene Kita zu betreiben? Die Firma Bass hat hierfür eine Lösung gefunden. Das Familienunternehmen kooperiert seit 2011 mit dem Tageselternverein Main-Tauber-Kreis. „Diese Kooperation ist eine tolle Sache, leider sind wir bisher das einzige Unternehmen im Kreis Main-Tauber, das dieses Angebot annimmt“, erklärt Dr. Stefanie Leenen, geschäftsführende Gesellschafterin der Firma Bass.

Das Unternehmen beteiligt sich an den Betreuungskosten. Zudem wird durch die Kooperation mit dem Verein ein Betreuungsplatz vor Ort sichergestellt. „Familienfreundlichkeit muss gelebt werden. Deshalb gehen wir das Thema aktiv an“, so Dr. Stefanie Leenen. Dazu gehören offene Gespräche, das Kontakthalten während der Elternzeit und ein flexibel gestaltbarer Wiedereinstieg.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis kann jedoch noch mehr: Neben der üblichen Betreuung von Kindern im eigenen oder im Haushalt der Eltern, besteht auch die Möglichkeit der „Betreuung in anderen Räumen“. Ein Beispiel dafür ist das „Menschenskind“ in Niederstetten.

Diese Betreuungsform ist auch eine Möglichkeit für Unternehmer, eine betriebliche Kinderbetreuung in firmeneigenen oder angemieteten Räumen zu ermöglichen. Ursula Erbis-Grießl vom Tageselternverein: „Hier werden die Merkmale der institutionellen Betreuung mit den Qualitätsvorteilen der Kindertagespflege vereint. Der rechtlichen Grundlage entsprechend können bis zu neun Kinder betreut werden.“ Zudem besteht auch immer die Möglichkeit, über Beratungsgespräche Einzellösungen zu finden.

Zum Tageseltern Main-Tauber:
Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis wurde 2003 als Tagesmütterverein gegründet. Die Initiative ging von den Landfrauen aus. Aktuell werden 205 Tageskinder betreut. Davon sind 78 zwischen null und drei Jahren. Zu den Arbeitsschwerpunkten gehören die Beratung, Vermittlung, die Begleitung von Eltern und Tagespflegepersonen sowie die Qualifizierung der Tagespflegepersonen. Finanziert wird der Tageselternverein durch das Land Baden-Württemberg, dem Landkreis Main-Tauber, Mitgliedsbeiträgen und Spenden.

VON KATHARINE BEHR

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Neue Tagesmütter und ein neuer Tagesvater

Elf neu qualifizierte Tagesmütter und ein Tagesvater stehen in den Startlöchern und sind bereit, Kinder zu betreuen – bei sich zuhause, eventuell im Haushalt der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen.

Neue Tagesmütter und ein neuer Tagesvater

Die erfolgreichen Teilnehmer des Qualifizierungskurses für die Betreuung von Kindern. Ein nächster Kurs wird im September angeboten. Foto: Privat

Die neuen Tagesmütter und der Tagesvater stammen aus Boxberg, Bad Mergentheim, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim, Wertheim, Niederstetten und Weikersheim.

Im Kurs I in Tauberbischofsheim erarbeiteten sie mit der Referentin Gabriele Kerber (Pädagogin) die Grundlagen der Kindertagespflege: Aufgaben und Arbeitsfeld, Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Eltern, Kontakt- und Eingewöhnungsphase, Vermittlungsablauf und rechtliche Informationen. Die weiteren Bausteine der fünfteiligen Qualifikation werden tätigkeitsbegleitend absolviert.

Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet im September in Tauberbischofsheim statt. Zu einer Erstberatung sind alle Interessierten eingeladen am 26. Juni, 18 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim zu kommen. Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es am 25. Juni, 11 Uhr, bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Igersheim oder am 3. Juli, 12 Uhr, bei der Sprechstunde im Rathaus Wertheim. Anmeldung ist erforderlich.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse. Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl informieren über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege.

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Aufwind für Tagesmütter

Jahreshauptversammlung: Tageselternverein Main-Tauber-Kreis zog Bilanz

Aufwind für Tagesmütter


Dass sich Kinder wohlfühlen, wie hier in der „Bärenhöhle“ in Steinbach, ist den Tageseltern das wichtigste Anliegen. © Gattenhof

Main-Tauber-Kreis. Nicht nur die üblichen Tagesordnungspunkte, wie Berichte und Wahlen, standen auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis (TEV), sondern wiederum eine Mitmachsequenz. Yogalehrerein Tatjana Osipov führte praktisch vor, wie sie Stunden mit Kindern gestaltet und ließ die Mitglieder als Bienen durch den Raum schwirren.

Gudrun Knenlein, stellvertretende Vorsitzende des TEV, leitete die Versammlung für die erkrankte Vorsitzende Claudia Korinsky. Sie blickte auf den Umzug der Geschäftsstelle in die Bahnhofstraße in der Kreisstadt zurück. „Der Verein hat Luft zum Atmen bekommen“, so Knenlein. Sie dankte allen Sponsoren und bezeichnete den Tag der offenen Tür am 4. April als vollen Erfolg. Durch die Anwesenheit der Jugendamtsmitarbeiter hätte an diesem zwanglosen Tag die Möglichkeit für die Tageseltern bestanden, ihre Sachbearbeiter auch einmal persönlich kennenzulernen, merkte sie positiv an.

Als neue Mitarbeiterin stellte sich Sonja Roth aus Freudenberg vor. Sie hat die Elternzeitvertretung für Stefanie Neugebauer übernommen und ist für den Bereich Qualifizierung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Über die Entwicklung des Vereins informierten Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl.

Durch den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung vom ersten bis zum dritten Lebensjahr sei auch die Anfrage im Bereich der Kindertagespflege gestiegen. Der Verein habe mit zehn Kommunen im Kreis Kooperationsverträge geschlossen, in denen unter anderem Zuzahlungen für die Randzeitenbetreuung und Bonuszahlungen vereinbart sind. Positiv zu werten sei die seit Jahresbeginn greifende neue Regelung bei den Elternbeiträgen, die wesentlich einfacher zu handhaben sei.

Zum Jahresende 2013 verzeichnete der TEV 111 Betreuungspersonen in seiner Kartei, davon 75 aktive Tagesmütter- oder -väter und 36 passive. „Es ist sehr erfreulich, dass wir wieder am Wachsen sind“, so Ursula Erbis-Grießl. Immerhin stieg die Zahl im Vergleich zu 2012 um elf Betreuungspersonen. Diese Tendenz zeigt sich auch bei den betreuten Kindern, deren Zahl von 180 auf 205 wuchs.

Dabei werden Plätze für Kindergartenkinder (41) am geringsten, solche für Schulkinder zwischen sechs und 14 Jahren (86) am häufigsten nachgefragt, was nicht im Landestrend liege. Immerhin 78 Kleinkinder zwischen einem und drei Jahren werden in der Kindertagespflege betreut.

Zugenommen hat die Betreuung in anderen geeigneten Räumen, also nicht im Haus der Tagesmütter oder der Eltern selbst. Waren es 2013 noch zwei Projekte, eines in Niederstetten und eines in Steinbach, sind es jetzt fast fünf: ein weiteres in Niederstetten, eine Kooperation zwischen Tageselternverein, der Stadt Külsheim und der Kindertagesstätte St. Elisabeth in Uissigheim, sowie ein im Aufbau befindliches Projekt in Dittigheim. Gerade für unter Dreijährige werteten die Sozialpädagoginnen die Betreuung in der Kindertagespflege als sehr gute Alternative zu Tageseinrichtungen, weil eine feste Bezugsperson zur Verfügung stehe sowie eine familienähnliche Betreuung gegeben ist.

Über das Qualifizierungsangebot informierte Sonja Roth. Neben den üblichen Kursen eins bis vier, seien kreisweit Praxistreffen angeboten worden. Die Fortbildungsveranstaltungen seien ebenfalls sehr gut besucht gewesen. Beteiligen werde sich der TEV in diesem Jahr wieder an der Wertheimer Wirtschaftswoche und auf dem Bauernmarkt in Bad Mergentheim.

Nachdem Renate Rosenitsch den Kassenbericht vorgelegt und die Kassenprüferinnen die Richtigkeit bestätigt hatten, wurde der Vorstand einhellig entlastet. Bei den von Claudia Henn, Vorsitzende der Landfrauen im Main-Tauber-Kreis, geleiteten Wahlen, wurde der Vorstand einstimmig bestätigt. Einen Einblick in ihre Arbeit und ihre Konzeption innerhalb des Kolloquiums als Abschluss der Qualifizierung gab Tina Jäger-Föhl aus Assamstadt. Sie stellte ihr „Schwalbennest“ und die dort herrschende Tagesstruktur sowie den wichtigen Prozess der Eingewöhnungsphase vor. Weitere Infos unter www.tev-main-tauber.de

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 09.05.2014

Rüstzeug für Tageseltern

Rüstzeug für Tageseltern

Für angehende Tagesmütter und -väter bietet der Tageselternverein Vorbereitungskurse an. Foto: Archiv

Wer die Tätigkeit einer Tagesmutter, eines Tagesvaters oder einer Kinderfrau ausüben möchte, erhält beim Tageselternverein die erforderliche Vorbereitung und Begleitung.

Zu einer Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson sind alle Interessierten eingeladen am Donnerstag, 26. Juni, 18 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim, Bahnhofstraße 11 zu kommen. Beratungsmöglichkeiten gibt es bei den Sprechstunden des Tageselternvereins am Mittwoch 21. Mai, 11 Uhr im Stadtarchiv Creglingen und am Mittwoch, 25. Juni, 11 Uhr im Rathaus Niederstetten. Anmeldungen beim Verein unter Telefon 0 93 41 / 8 97 82 87 oder 8 97 82 89.

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Nachfrage bei der Kindertagespflege steigt

Versammlung: Tageselternverein Main-Tauber zieht Bilanz

Ne­ben Be­rich­ten und Wah­len stand wie­der ei­ne Mit­mach­se­qu­enz in der Haupt­ver­samm­lung des Ta­ge­s­el­tern­ve­r­eins Main-Tau­ber-Kreis (TEV) auf dem Pro­gramm. Yo­ga­l­eh­re­r­ein Tat­ja­na Osi­pov führ­te prak­tisch vor, wie sie Stun­den mit Kin­dern ge­stal­tet.

Gudrun Knenlein, stellvertretende Vorsitzende des TEV, leitete die Versammlung für die erkrankte Vorsitzende Claudia Korinsky, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie verwies auf den Umzug der Geschäftsstelle an die Bahnhofstraße in der Kreisstadt. »Der Verein hat Luft zum Atmen bekommen«. Knenlein dankte den Sponsoren und bezeichnete den Tag der offenen Tür am 4. April als vollen Erfolg.
Als neue Mitarbeiterin stellte sich Sonja Roth (Freudenberg) vor. Sie hat die Elternzeitvertretung für Stefanie Neugebauer übernommen und ist für Qualifizierung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Über die Entwicklung des Vereins informierten Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl.
Durch den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung vom ersten bis dritten Lebensjahr sei die Nachfrage bei der Kindertagespflege gestiegen. Der Verein habe mit zehn Kommunen im Kreis Kooperationsverträge geschlossen, in denen unter anderem Zuzahlungen für Randzeitenbetreuung und Bonuszahlungen vereinbart sind. Positiv sei die seit Jahresbeginn greifende neue Regelung der Elternbeiträge, die wesentlich einfacher zu handhaben sei.
Gerade für unter Dreijährige werteten die Sozialpädagoginnen die Betreuung in der Kindertagespflege als gute Alternative zu Tageseinrichtungen, weil eine feste Bezugsperson zur Verfügung stehe und eine familienähnliche Betreuung gegeben sei.
Über das Qualifizierungsangebot informierte Sonja Roth. Beteiligen werde sich der TEV wieder an der Wertheimer Wirtschaftswoche und am Bauernmarkt in Bad Mergentheim.
Renate Rosenitsch gab den Kassenbericht und der Vorstand wurde entlastet. Bei den von Claudia Henn, Vorsitzende der Landfrauen im Main-Tauber-Kreis, geleiteten Wahlen wurde der Vorstand einstimmig bestätigt.
Einblick in ihre Arbeit und Konzeption gab Tina Jäger-Föhl aus Assamstadt. Sie stellte ihr »Schwalbennest« vor. Redaktion

Weitere Informationen: www.tev-main-tauber.de

„Luft zum Atmen bekommen“

Main-Tauber-Kreis

Nicht nur die sonst üblichen Punkte standen auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis (TEV), sondern wiederum eine Mitmachsequenz.

Yogalehrerein Tatjana Osipov führte praktisch vor, wie sie Stunden mit Kindern gestaltet und ließ die Mitglieder als Bienen durch den Raum schwirren.

Gudrun Knenlein, stellvertretende Vorsitzende des TEV, leitete die Versammlung für die erkrankte Vorsitzende Claudia Korinsky. Sie blickte auf den Umzug der Geschäftsstelle in die Bahnhofstraße in der Kreisstadt zurück. „Der Verein hat Luft zum Atmen bekommen“, so Knenlein. Sie bezeichnete den Tag der offenen Tür am 4. April als vollen Erfolg.

Als neue Mitarbeiterin stellte sich Sonja Roth aus Freudenberg vor. Sie hat die Elternzeitvertretung für Stefanie Neugebauer übernommen und ist für den Bereich Qualifizierung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Über die Entwicklung des Vereins informierten Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl.

Durch den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung vom ersten bis zum dritten Lebensjahr sei auch die Anfrage im Bereich der Kindertagespflege gestiegen. Der Verein habe mit zehn Kommunen im Kreis Kooperationsverträge geschlossen, in denen unter anderem Zuzahlungen für die Randzeitenbetreuung und Bonuszahlungen vereinbart sind. Positiv zu werten sei die seit Jahresbeginn greifende neue Regelung bei den Elternbeiträgen, die wesentlich einfacher zu handhaben sei.

Zum Jahresende 2013 verzeichnete der TEV 111 Betreuungspersonen in seiner Kartei, davon 75 aktive Tagesmütter oder -väter und 36 passive. „Es ist sehr erfreulich, dass wir wieder am Wachsen sind“, so Ursula Erbis-Grießl. Immerhin stieg die Zahl im Vergleich zu 2012 um elf Betreuungspersonen. Diese Tendenz zeigt sich auch bei den betreuten Kindern, deren Zahl von 180 auf 205 wuchs. Dabei werden Plätze für Kindergartenkinder (41) am geringsten, solche für Schulkinder zwischen sechs und 14 Jahren (86) am häufigsten nachgefragt, was nicht im Landestrend liege. Immerhin 78 Kleinkinder zwischen einem und drei Jahren werden in der Kindertagespflege betreut. Zugenommen hat die Betreuung in anderen geeigneten Räumen, also nicht im Haus der Tagesmütter oder der Eltern selbst. Waren es 2013 noch zwei Projekte, eines in Niederstetten und eines in Steinbach, seien es jetzt fast fünf: ein weiteres in Niederstetten, eine Kooperation zwischen Tageselternverein, der Stadt Külsheim und der Kindertagesstätte St. Elisabeth in Uissigheim, sowie ein im Aufbau befindliches Projekt in Dittigheim.

Über das Qualifizierungsangebot informierte Sonja Roth. Neben den üblichen Kursen eins bis vier, seien kreisweit Praxistreffen angeboten worden. Die Fortbildungsveranstaltungen seien ebenfalls sehr gut besucht gewesen. Beteiligen werde sich der TEV in diesem Jahr wieder an der Wertheimer Wirtschaftswoche und auf dem Bauernmarkt in Bad Mergentheim.

Nachdem Renate Rosenitsch den Kassenbericht vorgelegt und die Kassenprüferinnen die Richtigkeit bestätigt hatten, wurde der Vorstand einhellig entlastet. Bei den von Claudia Henn, Vorsitzende der Landfrauen im Main-Tauber-Kreis, geleiteten Wahlen, wurde der Vorstand einstimmig bestätigt.

Einen Einblick in ihre Arbeit und ihre Konzeption innerhalb des Kolloquiums als Abschluss der Qualifizierung gab Tina Jäger-Föhl aus Assamstadt.

 

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Zertifikate wurden übergeben

Tageselternverein: Zwölf Tagesmütter haben Qualifizierung abgeschlossen

Zertifikate wurden übergeben

Zertifikatsübergabe an die neuen Tagesmütter durch Stefanie Neugebauer (links) vom Tageselternverein und Ingrid Bauer (Zweite von rechts) )vom Jugendamt. © FN

Tauberbischofsheim. Die Tagesmütter Birkelbach (Ahorn), Both (Heckfeld), Egner (Grünsfeld), Fodor (Bad Mergentheim), Hilgenberg (Külsheim), Hossfeld (Boxberg), Jäger-Föhl (Assamstadt), Lermann (Wertheim), Maninger (Distelhausen), Reiner (Wertheim), Ruff (Tauberbischofsheim) und Weckesser (Bad Mergentheim) konnten nach erfolgreichem Kolloquium stolz ihre Zertifikate in Empfang nehmen.

In vier Kursen absolvierten die sie nach den Bestimmungen des Deutschen Jugendinstitutes (DJI) insgesamt 160 Unterrichtseinheiten zu verschiedenen Themen der Kindertagespflege. Dabei richten sich die Inhalte nach den Empfehlungen des Landesverbandes der Tagesmütter-Vereine. Durchgeführt wurden die Kurse vom Tageselternverein Main-Tauber-Kreis in Kooperation mit dem Jugendamt und dem DJI.

Inhaltlich wurden nicht nur die elementaren Grundlagen der Kindertagespflege wie Betreuung, Förderung, Erziehung, rechtliche und finanzielle Informationen und Kooperation mit den Eltern bearbeitet, sondern auch Themen wie Schweigepflicht und Kindswohlgefährdung besprochen.

Im letzten Kurs bei Kursleiterin Karin Kraft erstellte jede Tagesmutter eine eigene Konzeption und musste für das Kolloquium ein eigenes Thema finden, ausarbeiten und den Prüferinnen präsentieren. Stefanie Neugebauer vom Tageselternverein und Jutta Melzer und Ingrid Bauer vom Jugendamt waren sehr begeistert von der Vielfältigkeit und professionellen Ausarbeitung der Themen.

Die Kindertagespflege ist eine wichtige Säule in der Kinderbetreuung und insbesondere geeignet für Kinder von null bis drei Jahren. In letzter Zeit hat sie auch mehr und mehr Bedeutung in der Betreuung von Schulkindern vor und nach dem Unterricht gewonnen.

Tagespflege ist die Betreuung, Förderung und Erziehung von Kindern in und durch zwei Familien. Sie ist so sehr familiär, flexibel und individuell und stellt eine gute Ergänzung zu Kindergarten und Schule dar. Tagespflege findet in der Regel wohnort- oder arbeitsnah statt und gewährleistet für die betreuten Kinder die Stabilität des sozialen Umfelds.

Der Tageselternverein bietet Eltern und Tagespflegepersonen umfassende Informationen und Beratung in allen Fragen der Tagespflege an.

Er vermittelt und begleitet Betreuungsverhältnisse im Auftrag des Jugendamtes und qualifiziert regelmäßig neue Tagespflegekräfte. Für persönliche Beratung stehen Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl gerne zur Verfügung.

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 17.04.2014

Tag der offenen Tür – „Das ist unser Neuschwanstein“

 

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis ist umgezogen. Beim Tag der offenen Tür präsentierte er jetzt seine neuen, hellen und zentral gelegenen Räume in der Bahnhofstraße 11 in Tauberbischofsheim.

Tag der offenen Tür – “Das ist unser Neuschwanstein”

Gut besucht war der Tag der offenen Tür, bei dem der Tageselternverein seine neuen Räume in der Bahnhofstraße 11 in der Kreisstadt Tauberbischofsheim präsentierte. Foto: Privat

Vorsitzende Claudia Korinsky skizzierte die räumliche Situation seit der Gründung des Vereins vor elf Jahren. Die erste Geschäftsstelle, untergebracht im ehemaligen Hausmeistergebäude neben dem Landratsamt in der Liobastraße, habe Reinhilde Farrenkopf aufgebaut. Sie war die erste hauptamtliche Mitarbeiterin des Vereins und sei bis heute engagiert dabei. Zweiter Standort war bis vor kurzem die Albert-Schweitzer Straße, wo das mit den Jahren gewachsene hauptamtliche Team in den Räumen des Gesundheitsamts eine Heimstatt fand. „Wir waren da die Kellerkinder“, so Korinsky. Da die Aufgaben mit dem Ausbau der Kindertagespflege wuchsen und der Verein nunmehr vier Teilzeitmitarbeiterinnen beschäftigt, wurde das Domizil zu klein und man träumte von neuen Räumen. Zentral sollten sie sein und zudem genug Platz bieten, um die Schulungen für die Tagesmütter- und väter anbieten zu können. Gefunden wurde ein Ladenlokal, das von den Vermietern nach den Wünschen des Vereins umgestaltet wurde. „Das ist unser Neuschwanstein“, stellte Korinsky zufrieden fest. Sie dankte dem Ehepaar Burger für ihr Entgegenkommen bei allen Wünschen und den großzügigen Zuwendungen der Sponsoren.

Als richtige Weichenstellung für den ländlichen Raum bezeichnete CDU-Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Wolfgang Reinhart die Kindertagespflege. Sie biete eine ideale Ergänzung zur Kinderbetreuung in Tagespflegeeinrichtungen gerade weil sie individuell und flexibel sei. Aus dem Pflänzchen Tagesmütterverein sei die Pflanze Tageselternverein erwachsen, so Reinhart.

Sozialdezernentin Elisabeth Krug blickte auf die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Jugendamt des Landkreises und dem Tageselternverein, mit dem der Bereich Kindertagespflege im Kreis an den Verein delegiert wurde. „Der Tageselternverein steht für seine hohe Qualität in der Kinderbetreuung“, betonte sie. Krug hob die umfassenden Qualifizierungsmaßnahmen für die Tagesmütter und -väter hervor. „Die Kindertagespflege hat sich etabliert“, stellte die Sozialdezernentin fest. Als Tagesmutter gab Gudrun Knenlein einen Einblick in ihre Arbeit. Die Initiatorin von „Menschenskind“ in Niederstetten begann einst nebenberuflich in der Kindertagespflege. Viele Mütter nutzten die Zeit der eigenen Kinderphase, um andere Kinder mit zu betreuen, erläuterte sie. Im Laufe des Tages kamen viele Interessierte, Tageseltern, aber auch die Mitarbeiter des Jugendamts.

 

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Tag der offenen Tür – Sonniger Platz für Betreuung

Tag der offenen Tür:  Der Tageselternverein bezog gestern seine neuen Räume in der Bahnhofstraße 11 in Tauberbischofsheim

Sonniger Platz für Betreuung

Tag der offenen Tür

Lucas (3) sammelte bereits Erfahrungen in der Tagespflegebetreuung und stattete am Tag der offenen Tür einen Besuch ab. © Heike v. Brandenstein

Tauberbischofsheim.  Lichtdurchflutet, offen und hell präsentieren sich die Räume in der Bahnhofstraße 11, die der Tageselternverein (TEV) Main-Tauber-Kreis gestern offiziell bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt hat. Nach den Büroräumen in der Lioba- und der Albert-Schweitzer-Straße gab es mit der Bahnhofstraße nun den dritten Standortwechsel. Obwohl sich die Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins im Gesundheitsamt als „Kellerkinder sehr wohl gefühlt“ haben, wie Claudia Korinsky in ihrer Rede anmerkte, zeigten sie sich erfreut über den Umzug. „Der Tageselternverein war ein toller Untermieter. Nun steht er auch räumlich auf eigenen Füßen“, sagte Elisabeth Krug. „Wir wissen die Tagespflege bei Ihnen in guten Händen“, lobte die Sozialdezernentin zudem die Professionalität, die der Verein an den Tag legt.

Die Lage inmitten der Stadt gegenüber des Jugendamts und in Bahnhofsnähe ist attraktiv und gut erreichbar. Der Eingangsbereich mit großer Fensterfront gestaltet sich einladend und freundlich. Aufgrund der Größe können hier nun auch Schulungen abgehalten werden. Eine Ebene versetzt befinden sich drei Büroräume, in denen die Mitarbeiterinnen ihren allgemeinen Tätigkeiten nachgehen können. Darunter die Vermittlung von Tagespflegepersonen und Führung von Qualifikationsgesprächen mit Bewerbern.

Große Unterstützung erhalten

Die Kinder können sich nun die Wartezeit, in der sich ihre Eltern beispielsweise über eine adäquate Betreuung beraten lassen, in einer Spielecke verkürzen. Zudem wurden die neuen Räume mit einer großen Küche ausgestattet. „Wir danken allen, die uns finanziell, mit Sachspenden oder auch mit ihrer ,Manpower‘ unterstützt haben“, so Korinsky.

Unter ihnen sind das Einrichtungshaus Fridolin Hügel aus Bad Mergentheim, die VS Spezialmöbelfabriken, Sparkasse Tauberfranken, Volksbank Main-Tauber, Firma Bass, Firma Schülke, MHZ Licht-Raum-Leben und die Firma Refresco, die für den Tag der offenen Tür Getränke beigesteuert hat.

„Professionelle Angebote sind in Ballungszentren leichter zu finden als auf dem Land“, meinte Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Wolfgang Reinhart in seiner Ansprache.

Er sah die „sonnigen Räume“ deshalb als Gewinn für eine qualifizierte Kinderbetreuung und die Tätigkeit des Vereins als Bereicherung für Familien.

Finanziell wird der TEV vom Jugendamt getragen, das beispielsweise die Renten- und Sozialversicherung der Tagespflegepersonen zur Hälfte übernimmt und für den Beitrag der Berufsgenossenschaft aufkommt.

Ein Mann macht mit

Seit der Gründung 2003 – damals noch unter dem Namen „Tagesmütterverein“ – hat sich Einiges getan: Inzwischen firmieren die Mitarbeiter unter „Tageselternverein Main-Tauber-Kreis“. Unter den rund 75 Tagespflegepersonen befinden sich nicht mehr nur Frauen, sondern auch ein Mann. „Ein weiterer befindet sich in Ausbildung“, informierte Stefanie Neugebauer, die für die Öffentlichkeitsarbeit und Qualifizierung zuständig ist.

Da Neugebauer bald selbst Mutter wird, tritt demnächst Sonja Roth ihre Stelle an. Sie wird dann als Mutterschaftsvertretung für Planung und Koordination der Schulungen der Tagesmütter und Tagesväter zuständig sein.

Voraussetzung für Pflegepersonen

Über mehr Männer, die sich beispielsweise in der Elternzeit für eine Tätigkeit als „Pflegeperson“ entscheiden, freut sich der TEV. Voraussetzungen für alle Tagespflegepersonen sind unter anderem ein Alter um die Mitte 20 mit einem gewissen Erfahrungshintergrund, eine gesundheitliche Bestätigung sowie ein polizeiliches Führungszeugnis.

Sind die ersten Hürden genommen, stehen qualifizierende Veranstaltungen an, die insgesamt 160 Stunden umfassen und in vier Blöcke unterteilt sind, die innerhalb von zwei Jahren absolviert werden müssen. Bereits nach der 30-stündigen Grundqualifizierung dürfen die „Anwärter“ Kinder betreuen. Die restlichen Kurse werden parallel geleistet.

Einblicke aus ihrem Alltag in der Betreuung gab Gudrun Knenlein aus Niederstetten. Seit 2004 ist sie in der Tagespflege tätig und betreut mittlerweile in Vollzeit Kinder von null bis 14 Jahren.

„Der Status der Tagespflege hat sich in den letzten Jahren sehr zum Positiven entwickelt“, so Knenlein. „Die Nebentätigkeit hat sich als ergänzendes Angebot zu Kindergarten und Krippe etabliert.“ bpd

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 05.04.2014

 

Daten und Fakten: Tageselternverein Main-Tauber-Kreis (TEV)

Der TEV wurde 2003 als Tagesmütterverein gegründet. Die Initiative ging von den „LandFrauen Main-Tauber-Kreis“ aus.
Seit 2003 ist Claudia Korinsky Vorsitzende. Erste hauptamtliche Mitarbeiterin war Reinhilde Farrenkopf. Sie leistete mit dem Aufbau der Geschäftsstelle in der Lioba-Straße Pionierarbeit.
Nach ersten einzelnen Vermittlungen stieg die Anzahl der betreuten Kinder stetig an. Wurden im Jahre 2004 noch 22 Tageskinder betreut, erhöhte sich die Zahl auf aktuell mehr als 200.
Die meisten Kinder sind zwischen sechs und 14 Jahren, gefolgt von Säuglingen und dreijährigen Kindern. Rund 20 Prozent der Kinder sind im Alter von drei und sechs Jahren.
Aktuell gibt es 75 Tagespflegepersonen, darunter ein Mann. Die Personen müssen nach der Qualifizierung jährlich 15 Unterrichtseinheiten an Fortbildungen absolvieren.
Das Jugendamt hat das Angebot der Kindertagespflege an den Verein delegiert und durch einen Kooperationsvertrag bestätigt. Die Kosten für die Kindertagespflege können privat oder durch das Jugendamt finanziert werden. Die Kostenbeteiligung der Eltern entfällt beispielsweise im Falle eines sehr geringen Einkommens.
Der TEV offeriert – im Gegensatz zu einer Behörde – ein niederschwelliges Angebot für Eltern und Tagespflegepersonen.
Arbeitsschwerpunkte des TEV sind die individuelle und professionelle Beratung von Eltern, auch in rechtlichen, finanziellen und pädagoischen Fragestellungen. Tagespflegepersonen werden ebenfalls professionell ausgebildet, beraten und über Rahmenbedingungen in der Kindertagespflege informiert. Auch die Vermittlung und Begleitung von Tagespflegeverhältnissen obliegt dem TEV.
Finanziert wird der TEV durch das Land Baden-Württemberg, den Landkreis Main-Tauber sowie durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. tev

Tageselternverein zieht um

Main-Tauber-Kreis:

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis zieht um. Ab Montag, 17. Februar, ist er in neuen Büroräumen in der Bahnhofstraße 11 in Tauberbischofsheim. Durch den Umzug ändern sich auch die Telefonnummern. Sie lauten ab dem 17. Februar: 0 93 41 / 897 82 87 (Frau Farrenkopf), 0 93 41 / 897 82 89 (Frau Erbis-Grießl), 0 93 41 / 897 53 31 (Frau Neugebauer), Fax: 0 93 41 / 897 52 96. Die E-Mail-adresse tev-main-tauber@t-online.de bleibt erhalten. Zu einer Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson sind alle Interessierten eingeladen am Mittwoch, 12. März, um 11 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim zu kommen. Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es am Donnerstag, 6. März, um 12 Uhr bei der Sprechstunde im Rathaus Wertheim und am Mittwoch, 19. März, um 11 Uhr bei der Sprechstunde im Rathaus Weikersheim. Die Beratung ist unverbindlich und kostenlos; Anmeldung ist erforderlich.

Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet im Frühjahr 2014 statt.

 

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Bürokratie wird entstaubt

Kindertagespflege

Main-Tauber-Kreis. Als wichtige Säule der Kleinkind- und Kinderbetreuung stellte Sozialdezernentin Elisabeth Krug die Kindertagespflege, also die Betreuung von Kindern durch Tagesmütter oder -väter, dar. Aktuell fördere der Kreis 160 Tagespflegeverhältnisse. Krug rechnet mit einem weiteren Anstieg.

Da der Landkreis für die Abrechnungsmodalitäten sowie die Erhebung der Kostenbeteiligung zuständig ist, soll der hohe bürokratische Aufwand entstaubt werden. Dafür plädieren auch die kommunalen Landesverbände sowie der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg. Die Tageseltern erhalten altersunabhängig 5,50 Euro pro Stunde. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Die Eltern haben einkommensunabhängig aber abhängig von der Anzahl ihrer minderjährigen Kinder einen Kostenbeitrag zu leisten, es sei denn, sie erhalten Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe.

Ab Jahresbeginn 2014 wird es sowohl bei der Abrechnung als auch bei der Kostenbeteiligung eine Harmonisierung geben. Der durchschnittliche Betreuungsbedarf pro Monat wird über ein Zeitenblatt festgestellt und von den Eltern und der Tagesmutter bestätigt. Das Jugendamt erstellt daraufhin einen Bescheid an die Eltern über die Förderung sowie einen an die Tagesmutter über die laufenden Zahlungen. Tagesmutter und abgebende Eltern werden verpflichtet, Änderungen von mehr als fünf Stunden pro Monat mitzuteilen.

Die Leistung an die Tagesmutter wird monatlich fortlaufend in gleicher Höhe gezahlt. Ebenso wird der Kostenbeitrag der Eltern stetig in gleicher Höhe erhoben. Die Sozialdezernentin betonte, dass die Änderungen kostenneutral seien.

Kreisrat Manfred Schaffert (CDU) nahm die Änderung zum Anlass, dem Tageselternverein Main-Tauber-Kreis und den Tagesmüttern für ihren großartigen familienpolitischen Beitrag zu danken. „Ohne sie hätten wir die Betreuungsquote nicht erreicht“, so Schaffert. Der Kreistag stimmte den Änderungen einhellig zu. hvb

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 13.12.2013

Mehr ältere Kinder werden betreut

Tageselternverein: Bedarf an Pflegepersonen steigt mit der zunehmenden Berufstätigkeit von Müttern

Der Be­darf an Be­t­reu­un­gen durch Ta­gespf­le­ge­per­so­nen wird in den kom­men­den Jah­ren im Land­kreis Main-Tau­ber wei­ter stei­gen. Da­von ist Ste­fa­nie Neu­ge­bau­er über­zeugt. Die So­zial­päda­go­gin und Pres­se­sp­re­che­rin des Ta­ge­s­el­tern­ve­r­eins Main-Tau­ber geht da­von aus, dass mit zu­neh­men­der Be­ruf­s­tä­tig­keit von Frau­en auch mehr Ta­gespf­le­ge­per­so­nen be­nö­t­igt wer­den.

Dabei verschiebe sich mit dem Ausbau der Krippenplätze in den Kindertageseinrichtungen allerdings auch die Zielgruppe. Waren es vor dem Ausbau der Kindertagesstätten vor allem Kleinkinder, für die eine Tagesmutter nachgefragt wurde, sind es inzwischen vor allem Kinder im schulpflichtigen Alter von sechs bis 14 Jahren, für die ein Tagespflege gesucht wird. »Für Kinder dieser Altersgruppe gibt es inzwischen einen großen Betreuungsbedarf«, sagt die Sozialpädagogin Neugebauer.

Neben einem steigenden Bedarf an Tagespflegepersonen – vor allem in Wertheim und Niederstetten fehlt laut Neugebauer derzeit Personal – gebe es oft das Problem, für den gewünschten Betreuungsbedarf eines Kindes eine passende Tagesmutter zu finden. »Neben der Chemie, die zwischen dem Kind, den Eltern und der Tagesmutter stimmen muss, müssen auch die gewünschten Betreuungszeiten und das Zeitfenster der Pflegepersonen passen«, schildert die Pressesprecherin Schwierigkeiten auf der Suche nach einer Betreuungsmöglichkeit.
Probleme kann es vor allem in Familien geben, in denen beide Lebenspartner berufstätig sind und möglicherweise auch noch im Schichtdienst arbeiten müssen: Hier sind es oftmals außergewöhnliche Zeiten, zu denen eine Betreuungsperson gesucht wird. »Entweder sehr früh oder sehr spät am Tag werden für Kinder dann Betreuungen gesucht. Zu Zeiten also, wenn die Kindertageseinrichtungen noch nicht oder nicht mehr geöffnet haben«, hat Neugebauer aktuelle Entwicklungen beobachtet.

Die Stadt fördert
Dabei fördert die Stadt Wertheim nicht nur die allgemeine Betreuung von Kindern unter drei Jahren in der Tagespflege durch Zuschüsse, sondern leistet auch Zuschüsse für die Betreuung der Kleinkinder bis drei Jahren durch Tagesmütter zu diesen Randzeiten, wie Stadt-Pressesprecherin Angela Steffan sagt.
Derzeit (Stand: 15. Januar 2014) verfügt der Tageselternverein Main-Tauber über 130 Tagespflegepersonen, von denen zwischen 70 und 80 Personen im Einsatz sind, wie Stefanie Neugebauer erläutert. Insgesamt gibt es momentan 205 Tagespflegen im gesamten Landkreis Main-Tauber. Betreut werden 68 Kinder im Alter bis drei Jahren, 45 Kinder zwischen drei und sechs Jahren und schließlich 91 Kinder im schulpflichtigen Alter von sechs bis 14 Jahren.
In Wertheim stellt sich die Situation nach den Zahlen von Neugebauer wie folgt dar: Neun Tagespflegepersonen betreuen derzeit 21 Tageskinder, davon sind acht bis drei Jahre alt. Sechs Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren werden ebenso von Tagesmüttern betreut, wie sieben Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren.

Jeder kann es werden
Tagespflegeperson könne letztlich jeder werden, schildert Stefanie Neugebauer die Voraussetzungen für die Aufnahme der betreuerischen Tätigkeit. Interessenten müssen allerdings nachweisen, dass sie mit ihrer »Persönlichkeit und ihrer Sachkompetenz« für die verantwortungsvolle Tätigkeit geeignet sind. Auch ein »erweitertes Führungszeugnis« müsse vorgelegt werden, so Neugebauer.
Seit 2011 ist eine umfangreiche Grundqualifikation für Tagespflegepersonen von 160 Unterrichtseinheiten verpflichtend. Tagespflegepersonen, die bereits im Einsatz sind, müssen sich zusätzlich kontinuierlich fortbilden, und zwar 15 Unterrichtseinheiten pro Jahr.
Eltern haben seit August 2013 einen Betreuungsanspruch für ihre Kinder bis drei Jahren. Dieser Betreuungsanspruch umfasst fünf bis 25 Stunden wöchentlich, verteilt auf mindestens zwei bis drei Tage. Das Jugendamt zahlt 5,50 Euro pro Betreuungsstunde an die Tagespflegeperson, die Eltern wiederum zahlen einen Beitrag an das Jugendamt. Seit dem 1. Januar gelten für die Eltern folgende Betreuungskosten: Familien mit einem Kind zahlen je Betreuungsstunde 1,60 Euro, bei zwei Kindern reduziert sich der Beitrag pro Kind auf 1,20 Euro je Stunde, bei drei Kindern sind es je Kind noch 80 Cent pro Stunde, bei vier und mehr Kindern zahlen Eltern 30 Cent je Kind und Betreuungsstunde für die Tagespflegeperson. Gunter Fritsch

Hintergrund: Tageselternverein Main-Tauber

©Main-Echo, Main-Tauber-Kreis, Samstag, 25.01.2014 Uhr

Angebot einer familienähnlichen Gruppe

Kooperation: Stadt Külsheim, Kirchengemeinde und Tageselternverein Main-Tauber unterzeichnen Vertrag zur Betreuung im Kindergarten

Angebot einer familienähnlichen Gruppe

Kooperationsvertrag unterzeichnet: Das Bild zeigt (sitzend von links) Külsheims Bürgermeister Thomas Schreglmann, Pfarrer Joachim Seraphin, Claudia Korinsky, Vorsitzende des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis. © Hans-Peter Wagner


Uissigheim.
Die Stadt Külsheim, die Kirchengemeinde St. Laurentius Uissigheim und der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis haben am Dienstag im Kindergarten St. Elisabeth Uissigheim eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Vertragspartner kooperieren bezüglich einer Einrichtung ergänzenden Betreuung in Uissigheim mit dem Ziel, bedarfsgerechte Kinderbetreuung unter Berücksichtigung des Wunsch- und Wahlrechts der Eltern sicherzustellen.

Für Kinder zwischen dem ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt werden 15 Plätze in der Tageseinrichtung Uissigheim in einer familienähnlichen Gruppe angeboten, davon fünf Plätze für Kinder zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr. Geöffnet ist von 7.30 bis 13.30 Uhr. Ergänzend zu den Öffnungszeiten der Einrichtung können Kinder je nach Bedarf von einer Tagespflegeperson im Rahmen der Kindertagespflege in den Räumen der Einrichtung und darüber hinaus im Haushalt der Tagespflegeperson betreut werden.

Bürgermeister Thomas Schreglmann für die Stadt Külsheim, Pfarrer Joachim Seraphin für die Kirchengemeinde Uissigheim und Claudia Korinsky, Vorsitzende des Tageselternvereins unterzeichneten das Vertragswerk unter den wachsamen Augen der Mädchen und Jungen des Kindergartens. Zuvor hatte man gemeinsam einen Rundgang durch die Einrichtung gemacht und dabei auch die verschiedenen Änderungen für die neue Zielgruppe in Augenschein genommen, so spezielle sanitäre Einrichtungen oder den Schlafraum.

Beim anschließenden Gespräch sagte Michaela Pöschko (Leiterin des Kindergartens St. Elisabeth Uissigheim), es sei vielen zu verdanken, den Weg weitergehen zu können. Sie sehe die Umstrukturierung zu einer familienähnlichen Gruppe als neue und positive Herausforderung.

Idealkonstruktion

Schreglmann wunderte sich etwas, dass ein solches Projekt Pilotcharakter habe, brauche doch fast jede berufstätige Mutter ihr eigenes Konzept hinsichtlich der Betreuung der Kinder. Er bezeichnete die gefundene Lösung als Idealkonstruktion, eine Erzieherin habe sich zur Tagesmutter weiter qualifiziert. Die neue Regelung sei für Uissigheim und den Kindergarten ein großes Plus, der Vertrag zunächst auf zwei Jahre befristet.

Der Pfarrer erläuterte, vor Monaten habe es das Problem einer möglichen Schließung des Uissigheimer Kindergartens gegeben. Nun freue er sich, dass der Kindergarten erhalten bleibe und auch die Wege für kleine Kinder nicht länger würden. Die Einrichtung sei gedacht für alle Gemeinden.

Korinsky sprach von einer Win-Win-Situation. Die Vereinbarung sei sinnvoll für die Kommune, interessant für den Träger, weil die Einrichtung erhalten bleibe, interessant für den Tageselternverein, weil eine Tagesmutter in Erwerb gebracht werde. Diese erste Kooperation in dieser Form könne beispielgebend sein für andere Flächengemeinden.

Klaus Kuß, Ortsvorsteher von Uissigheim, äußerte, es sei nicht einfach gewesen, wenn eine lange Jahre bestehende Einrichtung in ihrer Existenz gefährdet sei. Er habe die Bitte, dass dem neuen Weg eine wirkliche Chance gegeben werde.

Architekt Jürgen Heinrich sprach die Umbaumaßnahmen an, welche gut geklappt hätten. Am 26. Juli sei begonnen, einen Monat später generalgereinigt worden. Er bezifferte die Kosten auf netto 10 400 Euro, der Kostenvoranschlag sei eingehalten.

Thomas König, Geschäftsführung für Kindergärten bei der Verrechnungsstelle Tauberbischofsheim, fügte an, die Bedürfnisse der Kinderbetreuung änderten sich ständig.

Reinhilde Farrenkopf, Diplom-Pädagogin beim Tageselternverein, unterstrich, die Qualitätsansprüche seien gewährleistet.

Elke Weber, die als Tagesmutter das neue Angebot sicherstellt, meinte, sie freue sich auf die neuen Aufgaben.

Die Kooperationspartner und die Beteiligten insgesamt bedankten sich jeweils für die gute Zusammenarbeit. Man befand den Vorschlag für gut, einen Flyer mit allen notwendigen Informationen zu dem neuen Angebot erstellen zu wollen. hpw

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 27.11.2013

Viele Wünsche realisiert

Tageselternverein: Tatkräftiges und kompetentes Engagement zahlt sich aus

Viele Wünsche realisiert

Stefanie Neugebauer, Carmen Gattenhof, Renate Rosenitsch, Reinhilde Farrenkopf, Jutta Kaufmann, Claudia Korinsky. Es fehlen: Ursula Erbis-Grießl, Gudrun Knenlein und Heike von Brandenstein.© FN

Main-Tauber-Kreis. Der Tageselternverein feierte im letzten Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Und auch in diesem Jahr gibt es Grund zur Freude.

Sowohl die Vorstandsvorsitzende Claudia Konrinsky als auch die pädagogische Mitarbeiterin Reinhilde Farrenkopf sind nun seit zehn Jahren im Tageselternverein tätig. Claudia Korinsky, welche ursprünglich Mit- Initiatorin des 2002 neu gegründeten damaligen „Tagesmüttervereins“ war, übernahm nach Neuwahlen 2003 den Vorstandsvorsitz von Gabriele Reinhart.

Seit 2003 setzt sie sich ehrenamtlich sehr stark für die Tagesmütter und Tagesväter im Main-Tauber-Kreis ein und hat viel Neues mitbewirkt.

Viele Projekte

Zusammen mit der hauptamtlichen Mitarbeiterin Reinhilde Farrenkopf und dem inzwischen auf vier Mitarbeiterinnen gewachsenen Team in der Geschäftsstelle, konnten zahlreiche Projekte und Wünsche in den letzten Jahren realisiert werden.

Unter anderem wurden Kooperationsvereinbarungen mit zehn Kommunen des Landkreises geschlossen, eine Datenbank von Tagespflegepersonen erstellt, 2011 wurde der „Tagesmütterverein“ in „Tageselternverein“ umbenannt, 2012 wurde dem Tageselternverein das Gütesiegel für die Qualifizierung der Tagespflegepersonen nach dem Curriculum des Deutschen Jugendinstitutes (DJI) verliehen.

Im gleichen Jahr wurde die Erhöhung des Stundensatzes von 3,90 auf 5,50 Euro für die Betreuung von Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr vom Jugendhilfeausschuss des Kreises beschlossen. Neben dem Ausbau der Qualifizierung ist dies ein weiterer Schritt hin zur Professionalisierung der Kindertagespflege.

Ein weiterer Meilenstein könnte der Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung für ein- bis dreijährige Kinder seit 1. August 2013 sein. Neu im Main-Tauber-Kreis ist dabei, dass es einen Grundanspruch von fünf bis 25 Stunden gibt; in diesem Rahmen ist seitens der Eltern kein Bedarfsnachweis erforderlich. Nähere Informationen beim Tageselternverein. (Telefon 09341/-825595 oder -825597)

Aufgrund des tatkräftigen und kompetenten Engagements von Claudia Korinsky zusammen mit ihren Teams in Vorstand und in der Geschäftsstelle sowie in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Jugendamt hat sich die Kindertagespflege zu einer wichtigen Säule der Kinderbetreuung im Landkreis entwickelt.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 30.10.2013

Kinderwagen in Betrieb genommen

Die Bärenhöhle in Steinbach ist eine weit über die Stadtgrenze von Külsheim bekannte Tagespflegeeinrichtung für Kinder. Carmen Gattenhof leistet für die Eltern eine unschätzbar wichtige Arbeit, da sie die Kinder in äußerst flexibler Weise betreut. In der Angebotspalette für Kinderbetreuung im Stadtgebiet stellt ihre Einrichtung ein wunderbarer Baustein dar.

Kleinkinderwagen in Betrieb genommen

Vor kurzem hat sie zur Beförderung der kleinen Kinder einen 6-sitzigen Kinderwagen angeschafft. Finanziell unterstützt wurde sie dabei neben der Stadt Külsheim auch von der Firma Ballweg Metallbearbeitung. Für diese Unterstützung bedankte sich die Tagesmutter ganz herzlich. Bürgermeister Thomas Schreglmann ließ es sich nicht nehmen, mit den Kindern im Beisein einiger Mütter und von Reinhilde Farrenkopf, Mitarbeiterin beim Tageselternverein Main-Tauber-Kreis e.V., eine Runde zu drehen. Sichtlich Spaß machte dies den Kleinen und sie wollten gar nicht mehr aussteigen. Der Wagen stellt eine deutliche Arbeitserleichterung für Carmen Gattenhof dar und soll vor allen Dingen für die Wege zum und vom Kindergarten sowie zu Ausflugszielen genutzt werden.

Amtsblatt Külsheim, 04.10.2013, Ausgabe Nr. 40

Kleinkinder gut betreuen

Tageselternverein: Elf qualifizierte Tagesmütter und ein Tagesvater

Kinder gut betreuen
Die erfolgreichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Qualifizierungskurs I mit der Referentin Gabriele Kistner.© FN

Main-Tauber-Kreis. Elf neu qualifizierte Tagesmütter und ein Tagesvater aus Boxberg, Bad Mergentheim, Tauberbischofsheim, Külsheim, Ahorn, Wertheim, Großrinderfeld, Distelhausen und Weikersheim stehen in den Startlöchern und sind bereit, Kinder zu betreuen – bei sich zu Hause, eventuell im Haushalt der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen.

Im Kurs I in Tauberbischofsheim erarbeiteten sie zusammen mit der Referentin Gabriele Kistner (Pädagogin) die Grundlagen der Kindertagespflege: Aufgaben und Arbeitsfeld, Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Eltern, Kontakt- und Eingewöhnungsphase, Vermittlungsablauf, rechtliche Informationen. Die weiteren Bausteine der fünfteiligen Qualifikation werden die neuen Tagesmütter tätigkeitsbegleitend absolvieren.

Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet im Januar 2014 in Tauberbischofsheim statt. Zu einer Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson sind alle Interessierten am Donnerstag 14. November, um 18 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim willkommen. Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es am Donnerstag, 18. November, um 12 Uhr bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Wertheim oder am Mittwoch, 27. November, um 11 Uhr bei der Sprechstunde im Rathaus Igersheim. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse. Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl, Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins, informieren über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege.

Die erfolgreichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Qualifizierungskurs I sind Caroline Haase, Martha-Elieth Sabic, Ingrid Kunkel, Petra Maag, Elke Weber, Renate Gabr-Hala, Betty Penzhorn, Helma Wüst, Natalie Arnold, Ilka Geisler, Sibille Irmer und Harald Metzler.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 23.10.2013

Betreuung durch Tagesmütter und -väter ist gefragt

Main-Tauber-Kreis. Immer mehr Eltern möchten von ihrem Wunsch- und Wahlrecht bezüglich der Betreuungsform für ihre Kinder Gebrauch machen und sehen dabei in der Kindertagespflege eine gute Möglichkeit. Da sich jede Vermittlung sehr individuell gestaltet, gelingt es nicht immer, alle Elternwünsche zu erfüllen und geeignete Kindertagespflegestellen zu finden. Der Tageselternverein sucht deshalb kinderliebe, motivierte Frauen und Männer in Wertheim und Umgebung, die es sich vorstellen können, zeitweise Kinder zu betreuen, zu erziehen und zu fördern.

 
Wie es dazu in einer Pressemitteilung der Verantwortlichen heißt, fehlen besonders für die Morgenstunden immer wieder Tagesmütter. Diese müssen nicht nur Kinder lieben sowie verantwortungsbewusst und belastbar sein, sonder unter anderem über geeignete Räume verfügen.

Interessierte werden vom Tageselternverein Main-Tauber beraten, begleitet und in Qualifikationskursen auf diese Arbeit vorbereitet. Die nächste Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson von Tageskindern findet am Donnerstag, 12. September, um 18 Uhr in der Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim statt. Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es bei der Sprechstunde am Donnerstag, 12. September, um 13 Uhr im Rathaus Wertheim. Die Beratung ist unverbindlich und kostenlos. Anmeldung ist erforderlich. Ein Vorbereitungskurs findet vom 26. September bis 19. Oktober in Tauberbischofsheim statt.

Weitere Infos beim Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Albert-Schweitzer-Straße 31, Tauberbischofsheim, Telefon 09341/825597, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de, Internet: www.tev-main-tauber.de. Ansprechpartnerin ist Reinhilde Farrenkopf.

© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 10.09.2013

Neue Referentin beim Tageselternverein Karin Kraft leitet Qualifizierungskurse

Der Tageselternverein freut sich auf die Zusammenarbeit mit Karin Kraft, Dipl. Sozialpädagogin. Sie wird ab September als Referentin arbeiten.

TEV |

 Neue Referentin Karin Kraft

Karin Kraft wird die Qualifizierungskurse III und IV beim Tageselternverein leiten und die bisherigen Aufgaben der Referentinnen Brigitte Vogt und Ingrid Stephan-Starck übernehmen. Kraft besitzt eine langjährige Berufserfahrung im Erwachsenenbildungsbereich und führt seit 2005, unter anderem mit Frau Stephan-Starck, Elternkurse „Starke Eltern – Starke Kinder“ durch. Sie ist ausgebildete Kirchenmusikerin und Entspannungspädagogin und leitet seit 1997 den Kirchenchor in Elpersheim.

Seit 2011 ist es verpflichtend, dass alle neuen Tagesmütter und Tagesväter, ohne pädagogische Ausbildung, 160 Unterrichtseinheiten Qualifizierung nach den neuen Bestimmungen des DJI ableisten müssen. In den Aufbaukursen III und IV werden nicht nur Grundlagen der Kindertagespflege wie Erziehung erarbeitet, sondern auch brisante Themen wie Kindeswohlgefährdung und Schweigepflicht erörtert.

Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) für Tagespflegeperson von Tageskindern findet statt vom 26. September bis 19. Oktober in Tauberbischofsheim. Die genauen Termine sind auf der Homepage. Bei Interesse sollte man einen Beratungstermin vereinbaren.Info Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Albert Schweitzer-Straße 31, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/825597, -825595, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de, Internet: www.tev-main-tauber.de.

 

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Vorbereitung und Begleitung

Tageselternverein: Motivierte Mütter und Väter gesucht

Wertheim. Immer mehr Eltern möchten von ihrem Wunsch- und Wahlrecht bei der Betreuungsform für ihre Kinder Gebrauch machen und sehen in der familiären Kindertagespflege eine gute Alternative. Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis sucht deshalb kinderliebe, motivierte Frauen und Männer in Wertheim und Umgebung, die sich vorstellen können, zeitweise Kinder zu betreuen, zu erziehen und zu fördern.

 
Der Verein berät und begleitet die Tageseltern und bereitet sie in Qualifikationskursen auf ihren Einsatz vor.

Die erhöhten Qualifizierungsvorgaben und vor allem auch die kompetente und engagierte Arbeit der Tagesmütter und -väter vor Ort sind der Grund für die wachsende Nachfrage der Eltern.

Jede Vermittlung läuft sehr individuell ab, die Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel Betreuungszeiten und Wohnort, müssen passen, und zwischen Eltern, Tagespflegepersonen und Kindern soll eine vertrauensvolle Beziehung entstehen. Diesen Prozess begleitet der Tageselternverein, heißt es weiter in einer Pressemitteilung der Stadt Wertheim.

Wer Kinder liebt, verantwortungsbewusst und belastbar ist, eine sinnvolle Tätigkeit sucht, Zeit hat für die Bedürfnisse von Kindern und über geeignete Räume verfügt, der kann beim Tageselternverein weitere Informationen erhalten. Der nächste Vorbereitungskurs findet vom 26. September bis 19. Oktober in Tauberbischofsheim statt.

Alle Interessierten sind zu einer Erstberatung am Donnerstag, 12. September, um 18 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim eingeladen. Gelegenheit zu einem Gespräch besteht am Donnerstag, 12. September, auch um 12 Uhr im Rahmen der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Wertheim.

Dazu nimmt die Geschäftsstelle des Vereins Anmeldungen unter folgenden Kontaktdaten entgegen: Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Albert-Schweitzer-Straße 31, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon: 09341/825597, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de, Internet: www.tev-main-tauber.de.

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 31.08.2013

Lauda-Königshofen bietet eine sehr gute Betreuung

Infocafé zum Thema „Kinderkrippe oder Tagesmutter“: Austausch mit Referenten

Lauda-Königshofen. Zum Thema „Kinderkrippe oder Tagesmutter“ fand ein Infocafé im Mehrgenerationenhaus in Lauda statt. Die Leiterin, Gisela Keck-Heirich, hieß zunächst die zahlreichen Zuhörer und Referenten aus den unterschiedlichen Bereichen der Kleinkindbetreuung willkommen. Im Anschluss stellte der Hauptamtsleiter der Stadt Lauda-Königshofen, Jürgen Umminger, die städtischen Betreuungsarten vor.

Diese reichen von Krippen über verlässliche Grundschule bis hin zur Ganztagesschule. Auch im Hinblick auf die Betreuung der unter Zweijährigen sei die Stadt Lauda-Königshofen schon jetzt im geforderten Bereich von 35 Prozent, betonte Umminger. Im Moment stehen im Stadtgebiet 60 Krippenplätze zur Verfügung.

Damit die Kleinkindbetreuung darüber hinaus gewährleistet ist, gibt es zusätzlich das Angebot des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis. Die Referentin Stefanie Neugebauer, Mitarbeiterin des Tageselternvereins, beschreibt die Kindertagespflege als die Erziehung, Förderung, Betreuung und Bildung von Kindern in und durch zwei Familien.

Qualifizierte Tageseltern können bis zu fünf Kinder in ihrem Haushalt betreuen. Es besteht aber auch die Möglichkeit der Betreuung im Haushalt des Kindes oder in angemieteten Räumlichkeiten. Die Betreuungszeiten werden an den Bedarf der Eltern angepasst und können ergänzend zur Betreuung in Krippe, Kita oder Grundschule dienen. Die Kosten hierfür übernimmt zum Teil das Jugendamt, nach Antragsstellung. Die Eltern zahlen je nach Stundenanzahl und Familieneinkommen einen Monatsbetrag. Weitere Informationen sind im Internet unter www.tev-main-tauber.de erhältlich.

Die stellvertretende Leiterin des Kindergartens St. Josef Lauda, Christine Sack, stellte die 2012 eröffnete Kinderkrippe vor. Die Gruppe besteht aus maximal zehn Kindern, die immer von zwei Erzieherinnen betreut werden. Betreuungszeiten sind von 7.30 bis 14 Uhr und können individuell gebucht werden. Der Tagesablauf beginnt mit einer Freispielzeit, wenn alle Kinder da sind, gibt es Frühstück. Danach werden unterschiedliche Aktivitäten angeboten. Die Schlafenszeiten werden den Bedürfnissen der Kinder angepasst.

Mittagessen gibt es nach dem Schlafen, dann können die Kinder freispielen bis sie abgeholt werden. Der Kindergarten St. Josef arbeitet seit März dieses Jahres mit Montessori Material, welches auch schon bei den Krippenkindern zum Einsatz kommt.

Abschließend wurden in einer regen Diskussion offene Fragen geklärt und neue Impulse gesetzt. Die Schülerfirma der Florian-Geyer-Schule sorgte für das leibliche Wohl der Gäste. mgh

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 04.07.2013

Neue Tagesmütter qualifiziert


Neue Tagesmütter qualifiziert
Die Teilnehmerinnen des Qualifizierungskurs I für Tagespflegepersonen (von links): Natalia Adler, Corinna Herzog, Petra Baier, Rita Hönninger, Claudia Markert sowie Kursleiterin Gabriele Kistner. Auf dem Bild fehlt Heidi Burkhardt-Detmer

 

Main-Tauber-Kreis. Sechs neu qualifizierte Tagesmütter aus Boxberg, Bad Mergentheim, Creglingen, Mulfingen, Wertheim und Heckfeld stehen in den Startlöchern und sind nach Mitteilung des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis bereit, Kinder zu betreuen – bei sich zu Hause, eventuell im Haushalt der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen.

Kurs I absolviert

Im Kurs I in Tauberbischofsheim hatten die Tagesmütter zuvor zusammen mit der Referentin Gabriele Kistner (Pädagogin) die Grundlagen der Kindertagespflege erarbeitet. Dazu gehören die Definition der Aufgaben und des Arbeitsfeldes, die Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Eltern, die Kontakt- und Eingewöhnungsphase, der Vermittlungsablauf und rechtliche Informationen.

Die weiteren Bausteine der fünf-teiligen Qualifikation werden die neuen Tagesmütter nun tätigkeitsbegleitend absolvieren.

Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet vom 26. September bis 19. Oktober 2013 in Tauberbischofsheim statt.

Eine Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson findet für alle Interessierten am Donnerstag, 20. Juni, um 18 Uhr in der Geschäftsstelle des Tageselternvereins in Tauberbischofsheim statt.

Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es am Donnerstag, 13. Juni, um 12 Uhr bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Wertheim und am Mittwoch, 19. Juni, um 11 Uhr bei der Sprechstunde im Rathaus Niederstetten. Der Verein bittet jeweils um Anmeldung zur Sprechstunde.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl den Eltern, als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege und bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen, und er begleitet die Tagespflegeverhältnisse. Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl, Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins, informieren dazu gerne persönlich über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege.

© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 04.06.2013

Neue Tageseltern

Tauberbischofsheim: Sechs qualifizierte Tagesmütter und ein Tagesvater erhielten jetzt in Tauberbischofsheim das Zertifikat für Tagespflegepersonen nach dem Curriculum des Deutschen Jugendinstitutes (DJI) überreicht.

Neue Tageseltern

Bei der Zertifikatsvergabe für Tagespflegepersonen nach dem Curriculum des Deutschen Jugendinstitutes in Kooperation mit dem Jugendamt. Foto: Privat

Insgesamt mussten die Damen Gallas (Freudenberg), Keller (Tauberbischofsheim), Rosenitsch (Dainbach), Schulze (Igersheim), Stier-Klein (Creglingen), Wißing (Weikersheim) sowie H. Keller (Lauda-Königshofen) nach den neuen Bestimmungen des DJI 160 Unterrichtseinheiten zum Thema Kindertagespflege absolvieren. Auch muss am Ende der Kurse ein Kolloquium abgeleistet werden. Die Kurse richteten sich nach den Empfehlungen des Landesverbandes der Tagesmütter-Vereine und wurden vom Tageselternverein Main-Tauber-Kreis in Kooperation mit dem Jugendamt und dem DJI durchgeführt.

Dabei wurden nicht nur Grundlagen der Kindertagespflege wie Betreuung, Förderung, Erziehung, Zusammenarbeit mit den Eltern, rechtliche und finanzielle Informationen erarbeitet, sondern auch brisante Themen wie Kindeswohlgefährdung und Schweigepflicht durchgenommen. Im letzten Kurs von Dipl.-Pädagogin Stephan-Starck mussten die Teilnehmer eine Konzeption erstellen und für das Kolloquium selbstständig ein Thema mit Bezug zur Kindertagespflege auswählen und ausarbeiten, welches anschließend einer Prüfungskommission präsentiert wurde. Nach Aussagen der Damen Melzer vom Jugendamt und Neugebauer vom Tageselternverein sind die Präsentationen sehr fachspezifisch, individuell, kreativ und interessant.

Die Kindertagespflege ist eine wichtige Säule in der Kinderbetreuung und besonders geeignet für Kinder von 0 bis 3 Jahren. Tagespflege ist die Betreuung, Förderung und Erziehung von Kindern in und durch zwei Familien. Auf diese Weise ist sie sehr familiär, flexibel und individuell und stellt eine sinnvolle Ergänzung zu Kindergarten und Schule dar. In der Regel findet die Tagespflege wohnort- oder arbeitsnah statt, sodass für die betreuten Kinder die Stabilität des sozialen Umfelds gewährleistet ist. Zuverlässigkeit, die Familienähnlichkeit und die zeitliche Flexibilität sind wesentliche Merkmale.

Der Tageselternverein bietet Eltern wie Tagespflegepersonen umfassende Informationen und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse im Auftrag des Jugendamtes. Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl informieren gerne persönlich über die Rahmenbedingungen. Kontakt: Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Albert Schweitzer-Straße 31, Tauberbischofsheim, Telefon 0 93 41 / 82 55 97, 82 55 95, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de, Internet: www.tev-main-tauber.de.

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Tageselternverein bietet gute Alternative und Ergänzung

Leserbrief: Zum Artikel „Starker Andrang bei den Krippenplätzen“, FN 27. April

Claudia Korinsky

Wir, der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis e.V. (TEV), begrüßen es, dass die Stadt Tauberbischofsheim die Kindertagesbetreuung weiterhin in ähnlicher Weise finanziell unterstützt, wie dies auch die Kooperationsverträge vorsehen, die der TEV mit zehn Städten und Gemeinden im Kreis geschlossen hat. Die Stadt Tauberbischofsheim gehört nicht dazu.

Dennoch bedauern wir es, dass die Stadt Tauberbischofsheim im Rahmen ihrer Bedarfsplanung am 19. März in diesem Jahr nicht wie in den Jahren zuvor den TEV, sondern ausschließlich die der Stadt bekannten Tagesmütter mit einbezogen hat.

An den TEV hat der Main-Tauber-Kreis einen Großteil der mit der Kindertagespflege verbundenen Aufgaben per Vertrag delegiert. Dazu gehören die Qualifikation der Tageseltern, die Vermittlung von Plätzen, die Betreuung von Tageseltern und abgebenden Eltern sowie die entsprechende Datenerhebung.

Aus Letzterer ergibt sich ein anderes Bild als das im Artikel dargestellte. So trifft es zwar zu, dass in der Kreisstadt derzeit drei Kinder unter drei Jahren in der Kindertagespflege, also bei Tagesmüttern, betreut werden. Insgesamt aber werden in der Kindertagespflege in Tauberbischofsheim 16 Kinder betreut, davon eben die genannten drei unter drei Jahren. Zudem sind momentan nicht drei, sondern sechs Tagespflegepersonen in Tauberbischofsheim aktiv tätig. In der Kreisstadt stehen 31 Tagespflegeplätze zur Verfügung, davon 13 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Diese manchem vielleicht hoch erscheinende Platzzahl ergibt sich aus dem häufig praktizierten Platzsharing.

Unseres Erachtens bietet die Kindertagespflege sehr gute Möglichkeiten, Kinder vom Kleinkind- bis weit ins Schulkindalter individuell, flexibel und qualitativ hochwertig zu betreuen. Der TEV sieht sich bei entsprechendem Elternwunsch als Alternative bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren und bei Älteren als Ergänzung zur institutionellen Betreuung in Kindergärten und Schulen.

Wie die Statistik zeigt, besteht eine sich stetig erhöhende Nachfrage bei der Betreuung von Schulkindern oder bei Kindergartenkindern in Randzeiten.

Somit leistet der TEV auf der einen Seite einen Beitrag, um den ab August geltenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren zu gewährleisten, zum anderen, um Eltern den Spagat zwischen Berufstätigkeit und Familie zu ermöglichen.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 08.05.2013

„Wer Kinder betreut, muss Kinder mögen“

Tageselternverein: Neue Kooperationsvereinbarungen begrüßt

Main-Tauber-Kreis. 99 Tagesmütter und einen Tagesvater führt der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis derzeit in seiner erst jüngst bereinigten Kartei. Davon betreuen derzeit 67 aktiv Klein- aber auch Schulkinder. Diese Zahlen legte Ursula Erbis-Grießl, eine der hauptamtlich Tätigen in der Geschäftsstelle des Vereins bei der Jahreshauptversammlung vor. Vorsitzende Claudia Korinsky betonte, dass der Kreistag im vergangenen Jahr die altersunabhängige Förderung für die Tagespflege auf 5,50 Euro angehoben habe und dankte den Entscheidungsträgern.Click here to find out more!

Das, so Korinsky, sei längst nicht in allen Kreisen der Fall, zeige aber die Fokussierung auf die Familienpolitik vor Ort. Der Tageselternverein, so Korinsky, sei auf einem guten Weg. Gern hätte der Verein bereits einen sogenannten TigeR (Tagespflege in geeigneten Räumen) eingerichtet, doch seien alle Bemühungen bislang nicht vom Erfolg gekrönt worden. Dennoch bleibe man weiter am Ball. Einen Grund für diese Entwicklung sieht Korinsky in der wesentlich höheren Förderung bei der Einrichtung von Krippenplätzen gegenüber Tagespflegeplätzen, auch wenn die Betreuungsformen rechtlich gleichgestellt seien. Jugendamtsleiter Martin Frankenstein blickte auf die im bürgerschaftlichen Engagement verwurzelte Kindertagespflege zurück, die sich mittlerweile professionalisiert habe. „Dies ist naturgemäß auch ein Grundanliegen des Tageselternvereins“, so Frankenstein. Er erläuterte zudem, dass laut des jüngsten Kinder- und Jugendberichts die traditionelle Familienkindheit mittlerweile durch eine betreute Kindheit abgelöst worden sei.

Dass sich viel getan habe, zeigten auch die offiziellen Zahlen des Jugendamts. Wurden 2008 gerade mal 45 Kinder im Rahmen der Kindertagespflege vom Jugendamt finanziert, seien es 2012 bereits 186 gewesen. Eines steht für ihn fest. Wer Kinder betreut, muss Kinder mögen.

Reinhilde Farrenkopf erläuterte in ihrem Geschäftsstellenbericht, dass es mit zehn Kommunen neue Kooperationsvereinbarungen gebe. Dort seien Bonuszahlungen bei Verlässlichkeit und Verdienstausfall sowie eine Zuzahlung für die Randzeitenbetreuung festgeschrieben. Der Verein, so Farrenkopf, sehe sich weiterhin als Partner des Jugendamts und der Kommunen. Über die Kurse, Fortbildungen und Praxistreffen informierte Stefanie Neugebauer. Vor allem die kreativen Themen stießen auf große Resonanz.

Für das laufende Jahr stehen zwei zusätzliche Praxistreffen zum Thema Pubertät auf dem Programm. Nach dem Kassenbericht von Renate Rosenitsch und der Prüfbestätigung durch Birgit Gahlen und Katrin Fischbach, wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Den heiteren Abschluss bestritt Gabriele Kistner mit ihrer Gitarre.

Sie bot Lyrik, Mitmachlieder und kindgerechte Rätsel und sorgte so für einen fröhlichen Ausklang. tev

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 24.04.2013

Unverbindlich und kostenlos

Tauberbischofsheim. Wer die verantwortungsvolle Tätigkeit einer Tagesmutter, eines Tagesvaters oder einer Kinderfrau ausüben möchte, erhält beim Tageselternverein Main-Tauber-Kreis die erforderliche Vorbereitung und Begleitung.

Zu einer Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson sind alle Interessierten willkommen am Donnerstag, 25. April, um 18 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim zu kommen. Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es bei den Sprechstunden des Tageselternvereins: Mittwoch, 24. April: 11 Uhr im Bürgerhaus Igersheim, Tauberweg 5; Mittwoch 15. Mai: 11 Uhr im Stadtarchiv Creglingen und Donnerstag, 13. Juni: 12 Uhr im Rathaus Wertheim. Die Beratung ist unverbindlich und kostenlos. Anmeldung ist erwünscht. Einzelberatungen sind möglich nach Terminabsprache. Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) finden statt in Tauberbischofsheim: 18., 26. April und 9., 10. Mai jeweils 18.30 bis 21 Uhr und samstags 20., 27. April und 11. Mai jeweils 9 bis 14.30 Uhr. Folgende Themenbereiche werden in Kurs I erörtert: Rechtliche und finanzielle Grundlagen der Tagespflege, Das Kind in zwei Familien, Phasen im Betreuungsverhältnis, Kooperation und Kommunikation mit den Eltern, Schweigepflicht in der Tagespflege. Die Inhalte des Kurses orientieren sich am Qualifizierungskonzept für Tagespflegepersonen auf der Grundlage des Qualifizierungsprogramms des Deutschen Jugendinstituts.

Die Qualifizierung findet in Kooperation mit dem Jugendamt Main-Tauber-Kreis statt.

Fragen im Vorfeld beantworten F. Farrenkopf und F. Erbis-Grießl, pädagogische Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins.

Kontakt:Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Albert-Schweitzer-Straße 31, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/825595 und 825597, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de, Internet: www.tev-main-tauber.de.

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 06.04.2013

Sich um fremden Nachwuchs kümmern: Neue Tagesmütter und Tagesväter

Sieben neu qualifizierte Tagesmütter und -väter aus Markelsheim, Tauberbischofsheim, Unterbalbach, Wertheim und Impfingen stehen in den Startlöchern und sind bereit, Kinder zu betreuen – bei sich zu Hause, eventuell im Haushalt der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen.

Sieben neu qualifizierte Tagesmütter und -väter aus Markelsheim, Tauberbischofsheim, Unterbalbach, Wertheim und Impfingen stehen in den Startlöchern und sind bereit, Kinder zu betreuen – bei sich zu Hause, eventuell im Haushalt der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen. Im Kurs I in Tauberbischofsheim erarbeiteten sie mit der Referentin Gabriele Kistner (Pädagogin) die Grundlagen der Kindertagespflege. Die weiteren Bausteine der fünfteiligen Qualifikation werden die neuen Tagesmütter tätigkeitsbegleitend absolvieren. Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet vom 19. April bis 18. Mai in Tauberbischofsheim statt. Zu einer Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson sind alle Interessierten eingeladen am 25. April, 18 Uhr, in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim zu kommen. Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es am 21. März, 12 Uhr, bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Wertheim. Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis e.V. bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse. Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl, Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins, informieren persönlich über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege.

Kontakt: Tageselternverein Main-Tauber-Kreis Telefon: 09341/825595, oder 825597.

 

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Nachahmer weiterhin gesucht

Main-Tauber-Kreis. Sieben neu qualifizierte Tagesmütter und -väter aus Markelsheim, Tauberbischofsheim, Unterbalbach, Wertheim und Impfingen stehen in den Startlöchern und sind bereit, Kinder zu betreuen – bei sich zu Hause, eventuell im Haushalt der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen.

Click here to find out more!Im Kurs I in Tauberbischofsheim erarbeiteten sie zusammen mit der Referentin Gabriele Kistner (Pädagogin) die Grundlagen der Kindertagespflege: Aufgaben und Arbeitsfeld, Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Eltern, Kontakt- und Eingewöhnungsphase, Vermittlungsablauf sowie rechtliche Informationen.

Die weiteren Bausteine der fünfteiligen Qualifikation werden die neuen Tagesmütter tätigkeitsbegleitend absolvieren. Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet vom 19. April bis 18. Mai 2013 in Tauberbischofsheim statt.

Nachahmer weiterhin gesucht

Die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Qualifizierungskurs I für Tageseltern: (von links) Doris Reiner, Sabine Moll, Franziska Münkel, Andreas Beetz und Vera Ruff, zwei weitere Teilnehmerinnen fehlen.

 

Zu einer Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson sind alle Interessierten eingeladen am Donnerstag 25. April um 18 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim zu kommen. Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es am Donnerstag 21. März um 12 Uhr bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Wertheim. Interessierte an dieser Tätigkeit sollten sich zu den Veranstaltungen anmelden.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis e.V. bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse.

Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl, Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins, informieren alle Interessierten persönlich über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 27.03.2013

Modifizierte Vereinbarung

Lauda-Königshofen. Der Gemeinderat von Lauda-Königshofen hat beschlossen, eine modifizierte Kooperationsvereinbarung mit dem Tageselternverein Main-Tauber-Kreis abzuschließen. Bereits seit Mai 2010 arbeitet die Stadt auf der Grundlage einer Vereinbarung eng mit dem Tageselternverein zusammen, um eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung sicherzustellen. Die Vereinbarung wurde neu gefasst, da sich Rahmenbedingungen geändert haben.

Primär sollen die Rahmenbedingungen für die Tageseltern während der Verdienstausfallzeiten wie Krankheit und Urlaub verbessert werden. Die Abrechnung der gewährten Zuschüsse erfolgt nun verwaltungsvereinfachend mit Pauschalbeträgen. Die Vereinbarung gilt zunächst für zwei Jahre, bis Ende 2014. Sowohl Bürgermeister Maertens als auch die Mitglieder des Gemeinderats zeigten sich erfreut über den Abschluss der modifizierten Vereinbarung. Der bedarfsgerechte Ausbau der Kleinkindbetreuung wird somit in Tagespflege und Tageseinrichtungen weiterhin gleichrangig vorangebracht und sichergestellt. In Lauda-Königshofen stehen momentan sechs Plätze für unter dreijährige Kinder in der Tagespflege zur Verfügung. stv

Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 07.03.2013

 

Flexible Kinderbetreuung

Wertheim. Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis sucht in Wertheim und Umgebung kinderliebe, motivierte Frauen und Männer, die sich vorstellen können, zeitweise Kinder zu betreuen, zu erziehen und zu fördern. Die Kindertagespflege ist eine besonders familiennahe und flexible Form der Kinderbetreuung und wird deshalb stark nachgefragt, wie es weiter in einer Ankündigung der Stadtverwaltung Wertheim heißt.

Immer mehr Eltern machen gute Erfahrungen in der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit einer Tagesmutter. Viele Familien entdecken die Vorteile dieser individuellen Betreuungsform für die ganz kleinen Kinder oder nutzen diese Möglichkeit, ergänzend zu Kindergarten und Schule. In der Regel betreut die Tagesmutter die Kinder im eigenen Haushalt; die Betreuung ist aber auch in der Wohnung der Eltern möglich.

An einer Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson können alle Interessierten am Mittwoch, 13. März, um 10 Uhr in Tauberbischofsheim teilnehmen. Sie findet in der Geschäftsstelle des Tageselternvereins in der Albert-Schweitzer-Straße 31 statt.

Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es am Donnerstag, 21. März, um 12 Uhr bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Wertheim. Die Beratung ist unverbindlich und kostenlos; um Anmeldung wird gebeten.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse.

Die Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins, Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl, informieren auch persönlich über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege.

Anmeldungen sind möglich unter Telefon 09341/825597 und E-Mail tev-main-tauber@t-online.de. Weitere Informationen über die Arbeit des Tageselternvereins gibt es auf der Internetseite www.tev-main-tauber.de.

© Fränkische Nachrichten, Montag, 04.03.2013

Rahmenbedingungen für Tagesmütter werden deutlich verbessert

Kinderbetreuung: Oberbürgermeister Glatthaar spricht von „sehr hohem Niveau“ / Um- und Anbauten in Wachbach und Neunkirchen

BAD MERGENTHEIM. Oberbürgermeister Udo Glatthaar und Claudia Korinsky, Vorsitzende des Tageselternvereins des Main-Tauber-Kreises, haben die neue Kooperationsvereinbarung unterschrieben.

Der Gemeinderat hatte den Vertrag Ende Januar einstimmig verabschiedet. Neu ist eine abrechnungsfreundlichere Pauschalierung sowie unter bestimmten Voraussetzungen ein Verdienstausfallbonus.

Ursula Erbis-Grießl, hauptamtliche Sozialpädagogin beim Tageselternverein, lobte die Vereinbarung als sehr wichtigen und positiven Schritt und betonte: „Damit werden die Rahmenbedingungen für die Tagesmütter entscheidend verbessert und wir schaffen mehr Verlässlichkeit.“ Der Bedarf an Tagesmüttern sei gestiegen, aber auch das Kinderbetreuungsangebot im Kreis besser geworden, sagte Claudia Korinsky, Vorsitzende des Tageselternvereins. Oberbürgermeister Glatthaar unterstrich: „Was den Ausbau der Kinderbetreuung angeht, sind wir in Bad Mergentheim auf sehr hohem Niveau unterwegs und gut aufgestellt.“

Derzeit biete die Große Kreisstadt 741 Kindergartenplätze und 100 Krippenplätze an. 19 Tagesmütter stehen zur Verfügung.

Außerdem habe die Stadt die Ausgaben für die Kinderbetreuung in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht: „In 2011 haben wir 3,9 Millionen Euro für die Kinderbetreuung ausgegeben, im vergangenen Jahr 4,3 Millionen Euro und in 2013 werden es 4,6 Millionen Euro sein“, berichtete Glatthaar. Um den genauen Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen zu ermitteln, wurden Anfang dieses Jahres rund 1000 Eltern angeschrieben mit der Bitte, einen Fragebogen auszufüllen und anzugeben, welches Angebot sie für ihre Kinder benötigen. Derzeit läuft die Auswertung, deren Ergebnisse im Bedarfsplan berücksichtigt werden. Der Bedarfsplan wird noch vor der Sommerpause dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt.

An baulichen Maßnahmen stehen in den nächsten Jahren als erstes der Bau eines neuen Gebäudes für den Kindergarten Wachbach an und anschließend der Anbau am Kindergarten Neunkirchen.

Kurt Fohmann, Leiter des Ordnungs- und Sozialamts, berichtete von der Angebotserweiterung für Schul-, Kindergarten- und Kleinkinder: „Die Verlässliche Grundschule wird nun auch in Edelfingen angeboten. Der Kinderhort in der Au hat inzwischen eine weitere Gruppe mit 20 Plätzen bekommen. In den Kindergärten Markelsheim, Neunkirchen und St. Pius wurden je zehn Ganztagesbetreuungsplätze geschaffen.“

Der Kindergarten Löffelstelzen biete nun auch eine durchgehende Gruppe von 7 bis 13 Uhr an. Für Kinder unter drei Jahren sei vergangenen Herbst im Kindergarten Edelfingen eine Kinderkrippe mit zehn Plätzen eröffnet worden. „Auch im Kindergarten Wachbach planen wir für Anfang 2014 eine Kinderkrippe“, kündigte der Fachbereichsleiter außerdem an.

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 02.03.2013

Kommunen sollten sich jetzt kräftig ins Zeug legen

Kleinkindbetreuung: Der Stichtag für den Rechtsanspruch auf einen Platz ab 1. August des kommenden Jahres naht / Quote im Kreis liegt bei rund 32 Prozent

Main-tauber-Kreis. Zwischen rund 17 Prozent in Creglingen und knapp 70 Prozent in Werbach liegt die derzeitige Betreuungsquote für Kinder von einem bis drei Jahren im Main-Tauber-Kreis. Im Durchschnitt bedeutet dies über den gesamten Landkreis gesehen, dass für rund 32 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein Betreuungsangebot besteht, für den es ab dem 1. August 2013 einen Rechtsanspruch gibt. Im Land Baden-Württemberg soll bis zum August eine Quote von 35 Prozent erzielt sein. Ob die reicht, ist allerdings umstritten.

„Kann der Rechtsanspruch nicht erfüllt werden, richtet sich der im Ernstfall gegen den Kreis als Träger der Jugendhilfe“, führte Landrat Reinhard Frank gestern im Rahmen eines Pressegesprächs aus. Im Klartext heißt das: Die Kommunen sind laut Landesrecht zwar zuständig für die Kindertageseinrichtungen in ihrem Bereich, laut Bundesrecht aber ist der Träger der Jugendhilfe für die Betreuungsplätze verantwortlich. Und nach dem Prinzip „Ober sticht Unter“ wäre es der Kreis, der von Eltern zu verklagen wäre, wenn es für ihr Kind keinen Krippen- oder anderweitigen Betreuungsplatz gibt.

„Es kommt nur auf den Elternwunsch an“, mahnte Sozialdezernentin Elisabeth Krug. Ganz unabhängig, ob Eltern arbeiteten oder nicht, bestünde der Rechtsanspruch. Deshalb habe der Landkreis die Bürgermeister auch dringend aufgefordert, die noch verbleibenden Monate zu nutzen, um ein entsprechendes Angebot zu schaffen. Auch wenn der Main-Tauber-Kreis nach Stuttgart landesweit auf Platz zwei bei der Quote liege, sei das allein keine Beruhigung. Vielmehr gelte es, jetzt noch zu handeln.

„Wir empfehlen, die Elternwünsche konkret abzufragen, um zu ermitteln, wer, in welchem Umfang, was braucht“, so der Landrat und die Sozialdezernentin unisono. Darüber hinaus könne mit den Kindergärten vor Ort verabredet werden, Kindern aus der Standortgemeinde Vorrang bei der Platzvergabe einzuräumen. Auch das Ausloten von Kooperationen mit Unternehmen, mit anderen Kommunen oder mit dem Tageselternverein seien denkbar.

Sollten Betreuungskapazitäten fehlen, könne im Einzelfall eine Ausnahmegenehmigung beim Kommunalverband für Jugend und Soziales beantragt werden, um eine höhere Platzzahl für vorhandene Gruppen zu erreichen.

Als weitere Möglichkeit nannte Elisabeth Krug die Einrichtung einer „TigeR-Gruppe“, was eine „Tagespflege in anderen Räumen“ bedeutet. Bis zu neun Kleinkinder könnten hier von Tagesmüttern oder -vätern in Räumen von Betrieben oder Kommunen betreut werden. „Das ist ein gutes Modell für eine qualitativ hochwertige Betreuung“, so Krug. Positiv sei zudem, dass auch hier ein Investitionszuschuss beantragt werden könne.

Mit Blick auf den Stichtag empfiehlt die Sozialdezernentin den Kommunen: „Man muss ganz konkret auf Sicht fahren.“ Der Kreis plane derzeit ein flächendeckendes Informationssystem, um freie Kinderbetreuungsplätze zu registrieren und entsprechend weiterzugeben.

Was passiert, wenn der Landkreis im kommenden Jahr tatsächlich verklagt wird, weiß zurzeit niemand. Wie entscheidet ein Gericht, wenn ein Elternteil wegen fehlender Betreuung nicht arbeiten kann? Muss der Kreis den Verdienstausfall zahlen? Könnte er sich, wenn ja, eine solche Summe von der Kommune zurückholen, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat? Der Landrat sieht da letztlich eher die Allgemeinheit mit der Kreisumlage in der Haftung, auch wenn das ungerecht wäre. hvb

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 19.12.2012

Neue Vereinbarung abgeschlossen

Bad Mergentheim. Einstimmig befürworteten die Stadträte den Abschluss einer neuen Kooperationsvereinbarung mit dem Tageselternverein Main-Tauber-Kreis. Bei der Kleinkindbetreuung bestand auch bislang schon eine Zusammenarbeit, die jetzt aber auf neue Füße gestellt wurde, weil sich Rahmenbedingungen geändert haben und Optimierungen im Vertragswerk nötig wurden. Primär werden die gewährten Zuschüsse nun einer abrechnungsfreundlicheren Pauschalierung unterworfen. Die Vereinbarung gilt zunächst für zwei Jahre, bis Ende 2014. Sylvia Schmid (Grüne) begrüßte die neue Vereinbarung und bezeichnete die Tagespflege von Kleinkindern als die „günstigste Betreuungsform für die Stadt“. sabix

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 02.02.2013

Zahl der Krippenplätze reicht aus

Creglinger Gemeinderat tagte: Den Bedarfsplan für die Kindertagesbetreuung zur Kenntnis genommen / So wenige Geburten wie seit Jahrzehnten nicht mehr

Von unserem Redaktionsmitglied Arno Boas

Creglingen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache, und sie sind ernüchternd: Die Geburtenzahlen in Creglingen befinden sich im permanenten Sinkflug. Zwischen September 2011 und August 2012 kamen nur noch 27 Babys zur Welt, zwei Jahre zuvor waren es mit 44 Kindern noch 40 Prozent mehr. Der vermutlich einzig positive Aspekt des Rückgangs: Alle Kinder, ob über oder unter drei Jahren, bekommen einen Krippenplatz, wie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates anlässlich der Vorstellung der Bedarfsplanung zur Kindertagesbetreuung zu hören war.

Hauptamtsleiterin Anita Müller zog eine positive Bilanz: „Wir sind aktuell und mittelfristig gut aufgestellt und können bedarfsgerechte Betreuungsangebote anbieten“. Bürgermeister Uwe Hehn ergänzte, dass die Stadt im Einzelfall auch „individuelle Lösungen“ suche, um den Eltern entgegenzukommen. Sichergestellt sei eine altersgerechte Ausstattung der Kindergärten, hob der Bürgermeister hervor.

Der im September 2012 endgültig eingeführte dritte Betreuungs-Nachmittag in den städtischen Einrichtungen in Oberrimbach und Freudenbach werde weiter sehr gut genutzt, wie Anita Müller berichtete. Die unter dreijährigen Kinder würden „intensiv betreut“. Man habe auch entsprechendes Spielzeug angeschafft.

166 Kinder über drei Jahre haben in Creglingen im laufenden Kindergartenjahr einen Rechtsanspruch auf einen Platz im Kindergarten. Die Stadt – inklusive kirchlichem Kindergarten – kann zwar nur 150 Plätze bieten, doch fällt dies nicht ins Gewicht, weil nur 135 Kinder die drei Einrichtungen besuchen. Die anderen Kinder werden in Einrichtungen in benachbarten bayerischen Gemeinden mit günstigeren Tarifen gebracht oder erst mit dreieinhalb Jahren in Creglingen angemeldet, so dass sie zum Stichtag noch nicht erfasst sind.

Für das kommende Kindergartenjahr sind laut Anita Müller bislang 133 Kinder über drei Jahre angemeldet, so dass der Rechtsanspruch von Dreijährigen auch weiterhin erfüllt werden könne.

Auch für Kinder unter drei Jahren gibt es Plätze. Im evangelischen Kindergarten sind in einer Krippengruppe elf Kinder angemeldet. In Freudenbach gibt es eine altersgemischte Gruppe, in Oberrimbach erfolgt die Betreuung momentan noch in Einzelfällen. Hier sei zu überlegen, so Anita Müller, ob man nicht auch eine altersgemischte Gruppe einführe. Die Nachfrage nach der Betreuung der unter Dreijährigen ist gestiegen, nachdem der Gemeinderat im Jahr 2012 die Elternbeiträge wieder gesenkt hatte. Zum 1. August wird der Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Tageseinrichtung oder in der Tagespflege für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr eingeführt. Nach den aktuellen Anmeldezahlen sollen im kommenden Kindergartenjahr in der Krippengruppe sieben Kinder und in den beiden städtischen Einrichtungen jeweils zwei Kinder unter drei betreut werden.

Nach Aussage Anita Müllers wurden die Öffnungszeiten den Wünschen der Eltern angepasst. In allen drei Kindergärten wird die Ganztagesbetreuung angeboten. Besonders in Freudenbach stoße dieses Angebot auf starke Nachfrage, weshalb seit einigen Monaten dort ein warmer Mittagstisch organisiert werde.

Ergänzend zur Betreuung in Einrichtungen kooperiert die Stadt seit 2008 mit dem Tageselternverein Main-Tauber-Kreis. Sie zahlt freiwillig einen Zuschuss in Höhe von 1,60 Euro pro Stunde an die Tagespflegeperson. Auf Antrag werde die Stadt künftig für Betreuungszeiten außerhalb der Kindergarten-Öffnungszeiten eine Zuzahlung an die Tagespflegeperson leisten, kündigte die Hauptamtsleiterin an.

Momentan ist nur eine Tagesmutter in Creglingen aktiv, zwei weitere könnten in absehbarer Zeit dazustoßen. „Wir müssen den Bekanntheitsgrad der Tagesmütter steigern,“ hob Bürgermeister Uwe Hehn hervor.

Der Gemeinderat stellte abschließend die örtliche Bedarfsplanung einstimmig zum Stichtag 31. Dezember 2012 fest.

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 24.01.2013

Kinder betreuen lernen

Igersheim:

Immer mehr Eltern möchten von ihrem Wunsch- und Wahlrecht bezüglich der Betreuungsform für ihre Kinder Gebrauch machen und sehen in der Kindertagespflege eine gute Möglichkeit für die Betreuung und Förderung ihrer Kinder.

Die erhöhten Qualifizierungsvorgaben und vor allem auch die kompetente und engagierte Arbeit der Tagesmütter und -väter vor Ort sind der Grund für die wachsende Nachfrage der Eltern.

Da sich jede Vermittlung sehr individuell gestaltet, indem Rahmenbedingungen wie zum Beispiel Betreuungszeiten und Wohnort stimmen müssen und eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Eltern, Tagespflegepersonen und Kinder entstehen soll, gelingt es derzeit nicht immer, alle Elternwünsche zu erfüllen und geeignete Pflegestellen zu finden. Der Tageselternverein sucht deshalb vor allem auch im Raum Igersheim dringend kinderliebe, motivierte Frauen und Männer, die es sich vorstellen können, zeitweise Kinder zu betreuen, zu erziehen und zu fördern. Sie werden beraten, begleitet und in Qualifikationskursen auf diese Arbeit vorbereitet. Wer Kinder liebt, verantwortungsbewusst und belastbar ist, eine sinnvolle Tätigkeit sucht, Zeit hat für die Bedürfnisse von Kindern und über geeignete Räume verfügt, kann sich beim Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Beratungs- und Vermittlungsstelle, Albert-Schweitzer-Straße 31, 97 941 Tauberbischofsheim, Telefon 0 93 41/82 55 97, melden, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de, Internet: www.tev-main-tauber.de.

Ansprechpartnerin ist Ursula Erbis-Grießl (Dipl.-Päd.).

 

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Vorbereitung auf Job der Tagesmutter

Einen Gruppenberatungstermin und den Qualifizierungskurs I für Tagespflegepersonen hält der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis ab.

Wer die verantwortungsvolle Tätigkeit einer Tagesmutter, eines Tagesvaters oder einer Kinderfrau ausüben möchte, erhält beim Tageselternverein Main-Tauber-Kreis die erforderliche Vorbereitung und Begleitung. Zu einer Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson sind alle Interessierten eingeladen am Donnerstag, 21. Februar, um 18 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim zu kommen.

Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es bei den Sprechstunden des Tageselternvereins: Mittwoch, 6. Februar, 11 Uhr, im neuen Rathaus Bad Mergentheim; Donnerstag, 7. Februar, 12 Uhr, im Rathaus Wertheim und Mittwoch, 27. Februar, 11 Uhr im Rathaus Niederstetten.

Die Beratung ist unverbindlich und kostenlos; um Anmeldung wird gebeten. Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet in Tauberbischofsheim: 18., 26. April und 9., 10. Mai jeweils 18.30 bis 21 Uhr und samstags, 20., 27. April und 11. Mai, jeweils 9 bis 14.30 Uhr.

Folgende Themenbereiche werden in Kurs I erörtert: rechtliche und finanzielle Grundlagen der Tagespflege. Das Kind in zwei Familien, Phasen im Betreuungsverhältnis, Kooperation und Kommunikation mit den Eltern, Schweigepflicht in der Tagespflege.

Die Inhalte des Kurses orientieren sich am Qualifizierungskonzept für Tagespflegepersonen auf der Grundlage des Qualifizierungsprogramms des Deutschen Jugendinstituts. Die Qualifizierung findet in Kooperation mit dem Jugendamt Main-Tauber-Kreis statt.

Fragen im Vorfeld beantworten Frau Farrenkopf und Frau Erbis-Grießl, pädagogische Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins, gern.

Kontaktaufnahme ist über den Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Albert-Schweitzer-Straße 31, 97941 Tauberbischofsheim unter Telefon 0 93 41 / 82 55 95 und 82 55 97, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de oder Internet: www.tev-main-tauber.de.

 

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Neue Krippengruppen

Gemeinderat: Kindergartenbedarfsplanung 2013/14 einhellig zugestimmt

Wertheim. Der Umsetzung der Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2013/14 hat der Wertheimer Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag im Rathaus einhellig zugestimmt. Zudem beschloss das Gremium die Einrichtung einer Krippengruppe mit jeweils zehn Plätze im evangelischen Kindergarten Bestenheid und im katholischen Kindergarten Reicholzheim sowie einer zusätzlichen altersgemischten Kleingruppe mit zwölf Plätzen im evangelischen Kindergarten Kembach. Ferner wurde die Verwaltung beauftragt, in Wertheim-Ost an einem geeigneten Ort eine weitere Krippengruppe mit zehn Plätzen gegebenenfalls in kommunaler Trägerschaft einzurichten. Zudem stimmte der Gemeinderat der Modifizierung der Kooperationsvereinbarung zum 1. Januar 2013 mit dem Tageselternverein Main-Tauber-Kreis zu (siehe auch weiteren Bericht).

„Wir machen es seit Jahr und Tag richtig“, lobte Oberbürgermeister Stefan Mikulicz die Kindergartenbedarfsplanung, mit der man den Anforderungen der Eltern Rechnung trage.

Kleinkindbetreuung

Der Ausbau der Kleinkindbetreuung und der Rechtsanspruch ab 1. August 2013 seien derzeit die beherrschenden Themen in der Kinderbetreuung. Viele Städte hätten Probleme dies umzusetzen, erklärte Referatsleiterin Angela Steffan. Hinzu komme das Investitionszuschussprogramm des Bundes, das zum 31. Dezember 2013 auslaufe.

In Wertheim sei man in der glücklichen Lage, frühzeitig erkannt zu haben, dass nur über das Instrument der direkten Elternbeteiligung der tatsächliche Betreuungsbedarf ermittelt werden könne. Das in Wertheim entwickelte Stützpunktkonzept des Betreuungsangebots für Kinder unter drei Jahren habe sich in vielfacher Weise bewährt und werde auf der Grundlage der Bedarfsumfrage und des bevorstehenden Rechtsanspruchs im nächsten Jahr fortgeführt.

Deshalb sollen drei Krippengruppen mit jeweils zehn Plätzen in Bestenheid, Reicholzheim und Kembach sowie eine zusätzliche altersgemischte Kleingruppe mit zwölf Plätzen in Wertheim-Ost eingerichtet werden. Für Letztere müsse der Standort noch ermittelt werden. Mit Betreuungsangeboten an 20 Standorten biete man eine gute dezentrale Versorgung an, so Steffan.

Fortgesetzt werde auch die positive Zusammenarbeit mit dem Tageselternverein. Dank der flexiblen und individuellen Betreuung sei die Tagespflege als Ergänzung zu den institutionalisierten Einrichtungen ein wichtiges Standbein bei der Kindergartenbedarfsplanung geworden. Diese berücksichtige nicht nur die qualitativen Maßnahmen, sondern auch Qualitätsstandards.

So seien in den vergangenen Monaten trägerübergreifende Standards für alle Wertheimer Krippengruppen entwickelt und definiert worden. Alle Kindergartenträger seien bereit, die Standards im Rahmen der Selbstverpflichtung umzusetzen. Nach einer abschließenden Beratung soll die Umsetzung zum Kindergartenjahr 2013/14 erfolgen, betonte Steffan auch hier die gute Zusammenarbeit mit den kirchlichen Trägern.

Das Kinderbetreuungswesen werde zu einer immer komplexeren Aufgabe für die Kommunen und die freien Träger und beinhalte ein immer breiter ausfächerendes Angebot. Deshalb soll 2013 in Zusammenarbeit mit den freien Trägern eine Internetplattform entwickelt werden, über die sich Eltern schnell informieren könnten.

Berufstätige Eltern seien in besonderem Maß auf bedarfsgerichtete Kinderbetreuungsmöglichkeiten angewiesen, um Familie und Beruf vereinbaren zu können. Deshalb stehe die Verwaltung derzeit mit vier exemplarischen Wertheimer Unternehmen in Kontakt, um die Bedarfslage bei den Beschäftigten der Betriebe auszuloten. Die Ergebnisse sollen in den laufenden Prozess der Kindergartenbedarfsplanung einfließen und könnten künftig Grundlage für Kooperationsmodelle sein, betonte die städtische Mitarbeiterin.

Nach derzeitigem Kenntnisstand werde der Zuschussbedarf für die Wertheimer Kindergärten in freier Trägerschaft im Jahr 2013, inklusive der Änderungen im Bereich der Kleinkindbetreuung, bei 3,467 Millionen Euro liegen. Davon trage die Stadt 1,983 Millionen Euro. Der Rest werde über den Landeszuschuss abgedeckt.

Gute Zusammenarbeit

Im Namen von Dekan Hayo Büsing und Stadtpfarrer Jürgen Banschbach übermittelte Pfarrer Jörg Herbert Grüße. Er dankte der Verwaltung und dem Gemeinderat, dass man sich die Familienfreundlichkeit auf die Fahne geschrieben habe. Es werde auch spürbar, dass an der Qualität gearbeitet wird. Das sei ganz wichtig. Für die weiteren Jahre wünschte er sich eine ebenso gute Zusammenarbeit wie bisher. Auch die Kirchen würden alles dazu beitragen, was in ihrer Macht steht.

Mit seinen 20 Kindergärten biete Wertheim einen echten Standortvorteil, so Dr. Bernd Kober, CDU. Die Investition von rund drei Millionen Euro „ist es uns wert als Investition in die Kinder.“

Patrick Schönig, SPD, wertete die Kindergartenbedarfsplanung als „Sahnestück“ der Familienpolitik in Wertheim. Den eingeschlagenen Weg bei diesem komplexen Thema könne man nur unterstützen.

Uneingeschränkte Zustimmung kam bei diesem Punkt ebenso von Birgit Väth, Grüne, und Hubert Sadowski, FBW. ber

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 19.12.2012

Qualifizieren für Tagespflege

Main-Tauber-Kreis:

Wer die verantwortungsvolle Tätigkeit einer Tagesmutter, eines Tagesvaters oder einer Kinderfrau ausüben möchte, erhält beim Tageselternverein Main-Tauber-Kreis Vorbereitung und Begleitung. Zu einer Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson sind alle Interessierten eingeladen am Mittwoch, 9. Januar, 10 Uhr, in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim zu kommen. Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es am Mittwoch, 6. Februar, 11 Uhr, bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im neuen Rathaus Bad Mergentheim. Kontakt über Telefon 09341/82 5595 und 825597.

Autor: PM, 08.01.2013
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Vertrag unterzeichnet: Vereinbarung mit dem Tageselternverein gilt in modifizierter Form weiter

Wichtigkeit des guten Angebots betont

Vertrag unterzeichnetVertrag unterzeichnet: Das Bild zeigt (sitzend) Claudia Korinsky, Vorsitzende des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis, und Bürgermeister Thomas Schreglmann sowie (stehend, von links): Stadtkämmerin Elke Geiger-Schmitt, Reinhilde Farrenkopf (Tageselternverein) und Christoph Kraft (Rechnungsamt Külsheim). © Hans-Peter Wagner

 

Külsheim. Zwischen der Stadt Külsheim und dem Tageselternverein Main-Tauber-Kreis besteht seit drei Jahren ein Kooperationsvertrag, der einen bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten vor allem für Kinder bis drei Jahre ermöglicht. Diese Vereinbarung erhielt nun eine Modifizierung. Der Gemeinderat stimmte dem Vertragswerk am Montag einhellig zu. Die Vertragsunterzeichnung erfolgte am Donnerstag im Külsheim Rathaus.

Bürgermeister Thomas Schreglmann, Stadtkämmerin Elke Geiger-Schmitt und Christoph Kraft vom Rechnungsamt, Claudia Korinsky, Vorsitzende des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis, und Reinhilde Farrenkopf, sozialpädagogische Mitarbeiterin des Vereins, tauschten zunächst Erkenntnisse und Erfahrungen zum Thema Tagespflege aus. Schreglmann sagte, Külsheim sei eine der ersten Kommunen gewesen, die einen solchen Kooperationsvertrag unterzeichnet haben. Er unterstrich die Wichtigkeit einer Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zu dieser trage ein solcher Vertrag bei, werde doch der bedarfsgerechte Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren forciert.

Ziel der Modifizierung sei, die Verlässlichkeit der Kindertagesbetreuung zu erhöhen und Anreize für ausgedehntere Betreuungsverhältnisse zu schaffen, indem für die Tagespflegeperson eine Absicherung für Urlaub und Krankheit angeboten werde. Zudem sähen die Kommunen, der Verein und das Jugendamt die Förderungswürdigkeit der Kindertagespflege auch in Zukunft gegeben. Im ländlichen Raum werde es immer wichtiger, flexibler zu reagieren. Die Angebote des Tageselternvereins ergänzten hervorragend die der Kindergärten, vor allem in den Randzeiten. Er sei froh, dass es diese Angebote gebe, Schreglmann dankte für die gute Zusammenarbeit.

Die Vertreterinnen des Tageselternvereins erläuterten, der Verein werde getragen vom Landkreis und vom Land. Er berate und begleite. Die Angebote seien als gleichrangige Säule zu verstehen, als alternative Betreuungsform bei Kindern bis drei Jahre und als Ergänzung bei Kindern ab drei Jahren. Viele Kommunen im Kreis seien dabei, jedoch nicht alle.

Der unterzeichnete neue Kooperationsvertrag tritt zum 1. Januar 2013 in Kraft und ist zunächst auf zwei Jahre befristet. hpw

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 22.12.2012

Gemeinderat Wittighausen I: Der kommende Rechtsanspruch kann ohne zusätzliche Baumaßnahmen erfüllt werden

Bedarfsplanung einstimmig gebilligt

Katholische Kindertagesstätte in UnterwittighausenEin Blick in die katholische Kindertagesstätte in Unterwittighausen. © Peter D. Wagner

Wittighausen. Einstimmig gebilligt hat der Gemeinderat Wittighausen den Entwurf der Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2012/13 mit Ausblick auf das Kindergartenjahr 2013/14, der von der Leitung der Katholischen Kindertagesstätte Wittighausen in Verbindung mit der Jugendhilfeplanung des Main-Tauber-Kreises vorgelegt worden war.

Weniger Einnahmen

Trotz der seit 2012 hohen Förderung für die Kleinkindbetreuung reduziere sich die Einnahme für die kommunale Kindertagesstätte gegenüber dem Vorjahr um rund 60 000 Euro erheblich, da zum Stichtag im März nur sechs Kinder unter drei Jahren im Gegensatz zu 13 Kindern im Vorjahr in der Kindertageseinrichtung betreut worden seien, hatte Bürgermeister Bernhard Henneberger zuvor im Rahmen der Haushaltsberatung der Gemeinde für das Jahr 2013 vermeldet.

Der zum 1. August 2013 geltende Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder zwischen einem und drei Jahren könne in der Gemeinde Wittighausen jedoch ohne zusätzliche bauliche Maßnahmen abgedeckt werden.

Eine Elternbefragung zur Kinder- und Kleinkindbetreuung vor einem Jahr ergab den verstärkten Wunsch nach Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr (aktuell von 7.30 bis 16.15 Uhr) sowie nach warmem Mittagessen, das ab den Osterferien 2013 angeboten werden kann, nachdem entsprechende Vorbereitungen wie die Einrichtung einer Küche bereits angelaufen sind.

Aktuell werden in der Kita drei Gruppen mit Kindern ab dem dritten Lebensjahr sowie in einer Krippengruppe Kleinkinder bis drei Jahre betreut. Unter einem Dach, dem „Haus des Kindes“, ist zudem noch ein wöchentlicher Treff der Mutter-Kind-Gruppe eingerichtet, so dass vom Baby bis zur Einschulung in die Grundschule dank der vorhandenen Räumlichkeiten alle Kinder zentral in einem Haus betreut werden können. Ganztagesbetreuung wird aktuell von drei bis acht Kindern, davon vier Kinder tageweise, in Anspruch genommen.

Mit insgesamt 47 Kindern hat sich die Gesamtzahl im Vergleich zum Vorjahr (56 Kinder) zwar leicht verringert, allerdings erhöht sich die Kinderzahl in den drei Gruppen noch bis Jahresmitte 2012 um die Kinder, die ab Januar 2013 das dritte Lebensjahr vollenden, auf insgesamt 50 Kinder. Bei einer Gesamtkapazität von 66 zugelassenen Plätzen sind demnach auch weiterhin ausreichend Kapazitäten vorhanden.

Erweiterte Betreuuung

Mit der Einrichtung einer Krippengruppe seit dem Kindergartenjahr 2008/2009 wurde der Betreuung von Kindern bis zu drei Jahre in der Kita Rechnung getragen. Hier werden aktuell in einer Gruppe mit zehn bis zwölf Plätzen zehn (Vorjahr: sieben) Kinder betreut, wobei auch eine tageweise Betreuung möglich ist. Seit dem 1. Januar 2012 im Gemeindegebiet Wittighausen hinzugekommen ist das Angebot einer erweiterten Betreuung für Kleinkinder unter drei Jahren durch den Tageselternverein des Main-Tauber-Kreises. Ziel dieser Kooperation ist die bedarfsgerechte Sicherstellung der Kinderbetreuung für Kinder unter drei Jahren unter Berücksichtigung des Wunsch- und Wahlrechts der Eltern sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Besseres Angebot

Das Betreuungsangebot der Grundschule Wittighausen wurde entsprechend den Bedürfnissen erweitert und bietet eine durchgehende Betreuung ab 7 Uhr bis 8.20 Uhr sowie nach Schulende ab 11.45 Uhr bzw. 12.40 Uhr bis 14 Uhr an. Bis zu 17 Schüler nehmen dieses Angebot an einzelnen Tagen oder während der ganzen Woche in Anspruch. Daneben stehen ab 14 bis 16.15 Uhr sechs Plätze in einer der Regelgruppen im Katholischen Kindergarten zur Verfügung.

Aufgrund zunehmend geäußerten Nachfragen nach einer Ferienbetreuung sowohl für die Kinder in der Kindertagesstätte als auch in der Grundschule wurden in den beiden ersten Wochen der Sommerferien 2012 erstmals eine Betreuung angeboten, die jedoch lediglich von fünf bis sechs Beteiligten in Anspruch genommen wurde. Im kommenden Jahr werde man nach Angaben von Bürgermeister Bernhard Henneberger dieses Angebot mit der Hoffnung auf höhere Beteiligung wiederholen. Zudem bestehe durch die verkürzten Sommerferien in der Kindertagesstätte auf maximal drei Wochen bereits Betreuungsmöglichkeit auch für Schulkinder.

Hinzu komme das umfangreiche Ferienprogramm der örtlichen Vereine und Institutionen über die gesamte Ferienzeit hinweg, das zahlreich genutzt werde.

„Aufgrund der gegebenen Betreuungsplätze im Verhältnis zur Zahl der anspruchsberechtigten Kinder deckt das Angebot die Bedarfe ab“, bilanzierte Henneberger.

Vor allem sinkende Geburtenzahlen könnten zukünftig jedoch Umstrukturierungen in den vorhandenen Gruppen nach sich ziehen. pdw

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 21.12.2012

Noch viele offene Fragen

Main-Tauber-Kreis: Ab 1. August nächsten Jahres haben Eltern einen Anspruch darauf, ihr Kind in einer Tagesbetreuung unterzubringen. Die Städte und Gemeinden im Main-Tauber-Kreis haben ihr Soll noch nicht erfüllt.

 Noch viele offene Fragen

Noch keine Gemeinde im Kreis kann allein Kleinkindern einen Betreuungsplatz anbieten. Foto: Archiv/dpa

 

Der Main-Tauber-Kreis ist gemeinsam mit Stuttgart Spitzenreiter beim Ausbau der Kindertagesbetreuung. 25,4 Prozent der Unter-Dreijährigen wurden zum Stichtag 1. März zwischen Freudenberg und Creglingen in Tageseinrichtungen betreut. Jedoch ist die Situation des Landes noch ausbaufähig: Baden-Württemberg rangiert in der Reihe der 16 Bundesländer nach wie vor im unteren Mittelfeld – umgeben von anderen westdeutschen Ländern. In Sachsen-Anhalt liegt die Betreuungsquote hingegen bei rund 56 Prozent liegt.

Dennoch haben einige Gemeinden im Landkreis bereits eine gute Basis geschaffen, wenngleich das Betreuungsangebot noch recht unterschiedlich ausfällt. Werbach kann für fast 70 Prozent der Unter-Dreijährigen der Gemeinde einen Betreuungsplatz anbieten, beim Schlusslicht Creglingen liegt die Quote bei nicht einmal 17 Prozent.

Fakt bleibt allerdings: Ab 1. August haben alle Eltern Rechtsanspruch, ihr Kind in eine Tagesbetreuung zu geben – auch unabhängig davon, ob sie berufstätig sind. „Wir stehen derzeit noch vor vielen ungelösten Fragen und Problemen“, gibt Sozialdezernentin Elisabeth Krug vom Landratsamt zu. Um Lösungen zu finden, wurden vor zwei Wochen Vertreter der Landkreisgemeinden zu einem Austausch eingeladen. „Man muss auf Sicht fahren“, sagt Krug: „Wir empfehlen den Gemeinden erst mal, Elternwünsche abzufragen. Erst sollte klar sein, welcher Bedarf überhaupt besteht.“

Durch diese Abfragen könnte ermittelt werden, welche Eltern einen Betreuungsplatz wünschen, ob es sich um Unter- oder Über-Dreijährige handelt und ob womöglich auch die Tagespflegeeinrichtungen miteinbezogen werden können.

Zehn der 18 Landkreisgemeinden haben bisher einen Kooperationsvertrag mit dem Tageselternverein Main-Tauber abgeschlossen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit sogenannten „Tiger-Gruppen“ (Tagesbetreuung in anderen geeigneten Räumen) bis zu neun Kinder in Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Tageselternverein und Jugendamt zu betreuen. Krug verweist in diesem Zusammenhang auf noch mögliche Zuschüsse durch das Land.

Für die Stabsstelle beim Landratsamt, die ein „Gesamtkonzept“ für den Main-Tauber-Kreis erarbeitet, sind außerdem die rechtlichen Ansprüche der Eltern noch nicht völlig geklärt. „Wir wissen bisher noch nicht, welche Entfernungen für Eltern zumutbar sind, um ihr Kind zum Betreuungsplatz zu bringen“, sagt Krug. Möglich wäre schließlich, dass – theoretisch – ein Kind aus Niederstetten auch einen Platz in Weikersheim annehmen muss, wenn sich die Angebote ergänzen.

Autor: MICHAEL NICKOLAUS, 19.12.2012
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Unter der Woche springt die zweite Mama ein

Zeitungsbericht als PDF:  „Unter der Woche springt die zweite Mama ein

 

Tageseltern: Bald gibt es einen Rechtsanspruch auf die Betreuung von Kleinkindern – Kommunen wappnen sich

Reinhilde Farrenkopf MAIN-TAUBER-KREIS. Der 1. August 2013 ist nicht nur für Reinhilde Farrenkopf ein spannendes Datum. Die pädagogische Mitarbeiterin des Tageselternvereins bereitet sich darauf ebenso vor wie alle Kommunen bundesweit. Ab dann haben alle Kinder ab dem vollendeten ersten bis vollendeten dritten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung. Und ihre Eltern das Recht, darauf zu pochen.

Ob tatsächlich eine Klagewelle eintritt, weiß niemand. »Die Stimmung in den Kommunen ist wegen dieses Themas zurzeit sehr aufgeregt«, berichtet die 57-Jährige. Auch der Wertheimer Gemeinderat wird heute Abend erneut über die Kinderbetreuung beraten. Die Stadt hat dazu einen Kindergartenbedarfsplan für 2013/14 aufgestellt. In Wertheim sind es laut der Geburtenstatistik vom 30. November 472 Kinder, die einen Rechtsanspruch haben. »Die Stadt hat sich auf dieses Thema gut vorbereitet«, sagt der Kinder- und Jugendbeauftragte Uwe Schlör-Kempf.

 

Reinhilde Farrenkopf berät im Rathaus Menschen, die Tageseltern werden wollen oder einen Betreuungsplatz für ihr Kind suchen.

In rund sieben Monaten sollten für etwa 35 Prozent der Kleinkinder Plätze zur Verfügung stehen. Dies sei eine Richtzahl, betont Farrenkopf. Niemand weiß, wie viele Eltern tatsächlich auf einen Krippenplatz pochen werden, da ab 1. August auch erstmals das Betreuungsgeld ausgezahlt werden soll. Empfänger sind Eltern, die für ihre Kinder zwischen dem 15. und 36. Lebensmonat keine staatlich geförderte Betreuung in Anspruch nehmen.

Reinhilde Farrenkopf und ihr Team sind weiterhin auf der Suche nach geeigneten Tagesmüttern und -vätern, um den Betreuungsbedarf zu decken. Etwa einmal im Quartal bietet die Diplom-Pädagogin Beratungsgespräche in Wertheim an – zum einen für Eltern, die die Hilfe des Vereins in Anspruch nehmen wollen, zum anderen natürlich für potenzielle Tageseltern.

Aus ihrer langjährigen Vermittlungserfahrung weiß sie: »Die Kontaktphase zwischen Eltern und der Tagesmutter ist sehr wichtig. Wir schauen da genau hin. Die Chemie muss stimmen.« Farrenkopfs Credo ist folglich das einer guten Erziehungspartnerschaft zwischen Tagesmutter und Eltern.

Eine gefragte Tagesmutter in Wertheim ist Ines Kunzmann: 2007 war die 43-Jährige zum Tageselternverein gekommen. In den fünf Jahren ihrer Tätigkeit hat sie inzwischen 15 Kinder betreut. Zurzeit ist die Mutter dreier Söhne im Alter von elf, 15 und 19 Jahren Tagesmutter von fünf Kindern. Die gelernte Kindergärtnerin sieht ihre Tätigkeit nicht als Arbeit an, sie fühlt sich dafür berufen. Sie selbst hatte nach der Geburt des ersten Sohnes auf eine Tagesmutter zurückgegriffen, um wieder arbeiten gehen zu können. »Ich weiß, wie es ist, ein Kind zur Tagespflege zu geben«, sagt sie.

Der einjährige Jayden und die anderthalbjährige Lara fegen mit ihren Bobbycars durch die Kunzmann’sche Wohnung in Bestenheid. Als Lara etwas zu trinken haben möchte, sagt sie »Mama« zu Ines Kunzmann. »Ich finde es schön, wenn die Kinder mich so ansprechen, aber ich antworte ihnen immer mit >die Ines kommt gleich<. Sie sollen den Unterschied merken«, berichtet die 43-Jährige.

Die Tagesmutter betont, dass sie, wenn möglich, immer mindestens zwei Kinder gleichzeitig betreuen möchte. »Das ist wichtig, allein wegen des sozialen Kontakts.« Oft seien es Einzelkinder, die zu ihr kommen. Die profitierten – wenn auch oft unbewusst – von den anderen Kindern.

Netzwerk aufbauen

Sie sei regelmäßig ausgebucht, die Werbung geschehe durch Mundpropaganda. »Da in der Kleinkindbetreuung großer Bedarf besteht, habe ich mich darauf spezialisiert«, sagt Kunzmann. Die Tagesmutter darf Kinder ab null Jahren betreuen. Es sei schon vorgekommen, dass sie die Tagespflege für einen sechs Wochen alten Säugling übernommen hat. »Ich schaue aber auch, dass es für mich nicht zu viel wird«, fährt sie fort. Wenn sie einmal krank werden und ausfallen sollte, müsse sie das gut mit den Eltern absprechen. »Wir sind jedoch zurzeit dran, ein Tagesmütternetzwerk aufzubauen, damit wir uns in solchen Fällen gegenseitig unterstützen können.«

Für Kunzmann gibt es nichts schöneres, als sich um Kleinkinder zu kümmern, sagt sie. Und die Söhne? Sind die nicht eifersüchtig? »Nein«, sagt sie lachend. Das komme so gut wie nie vor, nur einmal habe sie bei einem ihrer Söhne bemerkt, dass er wegen eines gleichaltrigen Tageskindes eifersüchtig war. »Aber das hat sich schnell wieder eingerenkt.« Karin Hasenstab

Der nächste Beratungstermin des Tageselternvereins in Wertheim ist am 7. Februar. Anmeldung unter: 0 93 41 / 82 55 95.

Zitate:
» Die Chemie muss stimmen. « Reinhilde Farrenkopf, Tageselternverein
» Da in der Kleinkindbetreuung großer Bedarf besteht, habe ich mich darauf spezialisiert. « Ines Kunzmann, Tagesmutter

Ines Kunzmann

Tagesmutter Ines Kunzmann freut sich, wenn Jayden (links) und Lara gut miteinander auskommen. Die Kleinkinder fühlen sich bei ihrer »Tagesmama« sichtlich wohl. Fotos: Karin Hasenstab

Quelle: Main Echo E-Paper im Main-Netz (http://epaper.main-echo.de)

Tagesvater oder Kinderfrau

Main-Tauber-Kreis:

Wer die verantwortungsvolle Tätigkeit einer Tagesmutter, eines Tagesvaters oder einer Kinderfrau ausüben möchte, erhält beim Tageselternverein Main-Tauber-Kreis die erforderliche Vorbereitung und Begleitung.

Zu einer Erstberatung über die Tätigkeit als Tagespflegeperson sind alle Interessierten eingeladen am 13. Dezember, 18 Uhr, in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim zu kommen.

Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es:
28. November, 11 Uhr, bei der Sprechstunde im Bürgerhaus Igersheim, Tauberweg 5, Besprechungszimmer 1. Stock
29. November, 11 Uhr, bei der Sprechstunde im Rathaus Wertheim
12. Dezember, 11 Uhr, bei der Sprechstunde im Stadtarchiv Creglingen

Die Beratung ist unverbindlich und kostenlos; um Anmeldung wird gebeten.

Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet statt in Tauberbischofsheim:
17., 24., 31. Januar, 1. Februar, jeweils 18.30 bis 21 Uhr, und samstags 19., 26. Januar, 2. Februar, jeweils 9 bis 14.30 Uhr. Kontakt: Tageselternverein, Albert-Schweitzer-Straße 31, Tauberbischofsheim, Telefon 09341/825595.

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Familie der Arbeit gleichgestellt

Auszeichnung: Die Schäftersheimer Firma Klärle erhält den Zukunftspreis des Main-Tauber-Kreises

Auslober, Juroren, Preisträger und Laudatoren des ersten Zukunftspreises des Main-Tauber-Kreises in der Kategorie „Familienfreundlicher Betrieb“ mit (von links) Thomas Menke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Tauberfranken, Charlotte Friedel und OB Stefan Mikulic (Stadt Wertheim), Claudine Balbach und Andreas Fischer-Klärle (Büro Klärle), Stefanie Leenen und Stefanie Müller (Bass), Landrat Reinhard Frank, Professor Dr. Wolfgang Reinhart sowie Bernhard Kuhn.

Main-Tauber-Kreis/Bad Mergentheim. Landrat Reinhard Frank hat am Mittwochabend im Roten Saal des Deutschordensschlosses in Bad Mergentheim die Firma Klärle, Gesellschaft für Landmanagement und Umwelt, in Schäftersheim mit dem erstmals aufgelobten Zukunftspreis des Main-Tauber-Kreises in der Kategorie „Familienfreundlicher Betrieb“ ausgezeichnet, der mit 3000 Euro dotiert ist. Den mit 1000 Euro angesetzten zweiten Rang erreichte die Stadtverwaltung Wertheim, den gleich hoch dotierten dritten Platz die Firma Bass, Technik für Gewinde, in Niederstetten. Zudem erhielten alle drei Bestplatzierten eine Glasskulptur und eine Urkunde.

„Bei der Bewerbung der Firma Klärle ist spürbar gewesen, welche familienfreundliche Atmosphäre herrscht“, meinte Professor Dr. Wolfgang Reinhart in seiner Laudatio. Besonders gut habe die Jury gefunden, dass sich ein kleines Unternehmen mit so viel Elan und umgesetzten Ideen dem Thema widme, dass der Eindruck entstehe, die Familie sei der Arbeit gleichgestellt. Auf Basis gegenseitigen Vertrauens schätze jede Mitarbeiterin selbst ein, wie viele Stunden sie täglich produktiv gearbeitet und wie lange sie sich ums Kind gekümmert habe. Da immer die besten Bewerber eingestellt werden würden, stelle das Unternehmen manchmal auch Mütter mit zweijährigen Kindern im Vertrauen ein, dass diese erfolgreich Kind und Beruf unter einen Hut bringen würden.

Eine flexible und mehr als familiengerechte Arbeitsorganisation und Arbeitszeit, Home-Office-Video-Konferenzen sowie die Möglichkeit, Kinder immer zur Arbeit mitbringen zu können, falls Kindergarten- und Schulzeiten nicht passen, sind wesentliche umgesetzten Maßnahmen.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Kern der Unternehmensphilosophie („hier wird nicht trotz Kinder, sondern für Kinder gearbeitet!“), Kinder im Büro als alltägliches Bild sowie die Bindung an den Betrieb auch während der Familienphase durch Service- und Freizeitprogramme nennt das Unternehmen als besonderen Service rund um die Familie.

Eine sehr geringe Personalfluktuation sei einer der Belohnungen für das Schäftersheimer Unternehmen. „Die Firma Klärle nimmt eine Vorbildfunktion ein. Sie macht Mut für Kind und Karriere“, betonte Reinhart.

„Wer sich für den öffentlichen Dienst bei der Stadt Wertheim entscheidet, entscheidet sich auch für eine familienbewusste Personalpolitik“, berichtete Laudator und Jurymitglied Thomas Menke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Tauberfranken, über die Jurybegründung zur Vergabe des zweiten Platzes an die Wertheimer Stadtverwaltung, die ein „auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf modern ausgerichteter Arbeitgeber mit Beispielfunktion“ sei.

Besonders gelobt habe die Jury das umfassende Angebot der Stadt Wertheim zu den Themen Familie und Mitarbeiterbindung. Flexible Arbeitszeitmodelle und Jahresarbeitszeit, Telearbeit und Home Office, interne Weiterbildungsmöglichkeiten während der Elternzeit sowie ein stufenweiser Wiedereinstieg während der Elternzeit sind umgesetzte Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit der Stadtverwaltung als Arbeitgeber. Durch zahlreiche familienfreundliche Maßnahmen sei erreicht worden, dass Mitarbeiterinnen in Elternzeit vorzeitig an den Arbeitsplatz zurückkehren könnten, so dass wichtiges Know-how dem Unternehmen erhalten bleibe. Dies trage zu der hohen Mitarbeiteridentifikation mit der Stadt Wertheim und zu der hohen Arbeitsmotivation der Beschäftigten bei, so dass letztlich alle Beteiligten von den Maßnahmen profitieren könnten.

„Bei der Bewerbung der Firma Bass in Niederstetten ist der Jury die für ein produzierendes Unternehmen sehr starke Profilierung im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beeindruckend aufgefallen“, berichtete Jurymitglied Bernhard Kuhn von der Michael Weinig AG in der Laudatio auf den dritten Preisträger. Für ein gewerblich produzierendes Unternehmen sei es meistens aufgrund vorgegebener Produktionsabläufe schwieriger, sich „pro Familie“ zu engagieren, so dass die umgesetzten Maßnahmen umso bemerkenswerter seien. Besonders hervorzuheben sei zudem das Engagement der Geschäftsführerin Dr. Stefanie Leenen im Tageselternverein.

Unter anderem sind der Kontakt während der Elternzeit, flexibler und schrittweiser Wiedereinstieg für Mütter, individuelle Arbeitszeitmodelle sowie die Einbindung von Mitarbeitern in Mutterschutz oder Elternzeit in die Geschehnisse im Unternehmen umgesetzte Maßnahmen. Zudem bietet der Betrieb als besonderen Service rund um die Familie Zuschüsse zu den Kosten des Tageselternvereins für die Kinderbetreuung bis zum fünften Lebensjahr.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 16.11.2012

Zukunftspreis Main-Tauber-Kreis: „Familienfreundlichkeit ist ein harter Standortfaktor“

Bad Mergentheim. „And the winner is. . .“, dieses Motto war im Roten Saal der Höhepunkt bei der feierlichen Verleihung des „Zukunftspreises Main-Tauber-Kreis 2012“ in der Kategorie „Familienfreundlicher Betrieb“.

Auslober, Juroren, Preisträger und Laudatoren des ersten Zukunftspreises des Main-Tauber-Kreises in der Kategorie „Familienfreundlicher Betrieb“ mit (von links) Thomas Menke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Tauberfranken, Charlotte Friedel und OB Stefan Mikulic (Stadt Wertheim, 2. Platz), Claudine Balbach und Andreas Fischer-Klärle (Büro Klärle – Gesellschaft für Landmanagement und Umwelt mbH, 1. Platz), Stefanie Leenen und Stefanie Müller (Bass GmbH & Co. KG, 3. Platz), Landrat Reinhard Frank, MdL Professor Dr. Wolfgang Reinhart sowie Bernhard Kuhn von der Michael Weinig AG. Foto: Wagner

„Mit der Verleihung des ersten Zukunftspreises des Main-Tauber-Kreises bekommt dieser wettermäßig graue Novembertag einen besonderen Glanzpunkt verliehen“, meinte Landrat Reinhard Frank zur Begrüßung der zahlreichen Gäste, darunter viele Vertreter von Wirtschaft, Kommunen, Landkreis, Kreistag, Politik und regionalen Initiativen. Durch den Wettbewerb solle ein noch höheres Bewusstsein für das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ bei den Arbeitgebern im Landkreis geschaffen werden. Angesichts der demografischen Entwicklung bleibe nichts anderes übrig, als die Rahmenbedingungen für den Wunsch vieler Mütter und Väter, Karriere und Familie vereinbaren zu können, zu schaffen. Dies sei jedoch nicht nur Aufgabe des Staates, sondern die Unternehmen seien ebenfalls gefordert – insbesondere aus deren Interesse heraus, auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. „Uns ist wichtig, dass die im Kreisgebiet ansässigen Unternehmen erkennen, dass Familienfreundlichkeit auch für sie in Zukunft ein immer wichtigeres Thema wird“, betonte Frank.

Da sich Fachkräftemangel und die Probleme der demografischen Gesellschaftsentwicklung zuerst die ländlichen Regionen treffen würden, müsse speziell der ländliche Raum auf seine Stärken setzen, um im Wettbewerb um die besten Köpfe zu bestehen. Eine der großen Stärken des Main-Tauber-Kreises sei seine Familienfreundlichkeit. Im Familienatlas 2012 sei der Kreis kürzlich sogar als Top-Region für Familien ausgezeichnet sowie zu den familienfreundlichsten Landkreisen Deutschlands gezählt worden. Die 14 Bewerber, die sich am Wettbewerb beteiligten, seien Vorreiter in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, da sie sich nicht nur zu einer familienbewussten Personalpolitik bekennen, sondern diese auch aktiv gestalten würden.

„Ein Blick in die Zukunft, der für die Stadt und die Region gleichermaßen wichtig ist“, bezeichnete Udo Glatthaar, Oberbürgermeister der Stadt Bad Mergentheim, den Zukunftspreis. Die Vielfalt der Festgäste belege, dass das Netzwerk im Landkreis funktioniere. Die an dem Wettbewerb beteiligten Unternehmen hätten durch ihre Bewerbung als familienfreundlicher Betrieb auch gezeigt, dass sie einen wichtigen Faktor für die Zukunft berücksichtigen.

„Zukunft ist die Zeit, in der wir leben“, zitierte MdL Prof. Dr. Wolfgang Reinhart zu Beginn seiner Festrede „Familienfreundlichkeit – ein harter Standortfaktor“ Albert Schweitzer. Untersuchungen hätten gezeigt, dass vielen Arbeitnehmern die „Work-Life-Balance“ oft wichtiger sei als zum Beispiel das Gehalt. Die ausgezeichnete Platzierung im Familienatlas sei auch hierfür ein exzellenter Standortfaktor. Die Devise „Nur wenn wir uns selbst helfen, wird uns geholfen“, gelte insbesondere auch für den Ländlichen Raum wie den Main-Tauber-Kreis. Familienfreundlichkeit sei ein besonders wichtiger Aspekt, um den Folgen des demografischen Wandels gerade hier begegnen zu können, zumal der Ländliche Raum die besten Voraussetzungen und Strukturen wie etwa Umwelt, Nachbarschaftshilfe, geringe Kriminalitätsrate, sehr gute Schüler-Lehrer-Relation und vieles mehr bieten könne.

Der Wettbewerb sowie die Bewerbungen hätten gezeigt, dass auch kleine und mittlere Unternehmen mit einfachen Mitteln familienbewusste individuelle Maßnahmen einführen könnten. Deshalb sei der Zukunftspreis ein Ansporn, dass Betriebe auch zukünftig die Rahmenbedingungen für Familienfreundlichkeit noch weiter verbessern würden. „Wenn dies gelingt, dann ist mir vom Standort her nicht mehr bange, zudem auch nicht vor der Zukunft“, zeigte sich Reinhart zuversichtlich.

Als ein möglicher Kooperationspartner für Unternehmen, Kommunen und Eltern bei der Kindertagespflege stellte Claudia Korinsky den Tageselternverein Main-Tauber-Kreis in Tauberbischofsheim vor. Die seit 2002 bestehende, sowohl konfessionell als auch parteipolitisch unabhängige Initiative habe sich unter anderem zum Auftrag gesetzt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch qualifizierte Kinderbetreuung nach anerkannten Standards zu unterstützen.

Autor: PETER D. WAGNER |

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Neu ausgebildete Tagesmütter stehen bereit

Tageselternverein Main-Tauber-Kreis: Sechs Frauen absolvierten den Qualifizierungskurs I


Das Bild zeigt vier der sechs erfolgreichen Teilnehmerinnen am Qualifizierungskurs I: Martina Weckesser (von links), Elke Both, Tina Jäger-Föhl, Carina Hossfeld. Rechts Referentin Gabriele Kistner. © Tageselternverein

Main-Tauber-Kreis. Sechs neu qualifizierte Tagesmütter aus Bad Mergentheim, Ahorn, Boxberg, Lauda-Königshofen und Assamstadt stehen in den Startlöchern und sind bereit, Kinder zu betreuen – bei sich zu Hause, eventuell im Haushalt der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen. Im Kurs I in Tauberbischofsheim erarbeiteten sie zusammen mit der Referentin Gabriele Kistner (Pädagogin) die Grundlagen der Kindertagespflege: Aufgaben und Arbeitsfeld, Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Eltern, Kontakt- und Eingewöhnungsphase, Vermittlungsablauf, rechtliche Informationen. Die weiteren Bausteine der fünfteiligen Qualifikation werden die neuen Tagesmütter tätigkeitsbegleitend absolvieren. Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet von 17. Januar bis 2. Februar in Tauberbischofsheim statt. Einer Erstberatung hierzu findet am Mittwoch, 7. November, um 10 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim statt. Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es am Mittwoch, 28. November, um 11 Uhr bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Igersheim oder am 29. November um 11 Uhr bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Wertheim. Um Anmeldung wird gebeten. Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl den Eltern, als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege sowie bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen, und er begleitet die Tagespflegeverhältnisse. Kontakt: Tageselternverein Main-Tauber-Kreis e. V., Albert Schweitzer-Straße 31, 97941 Tauberbischofsheim, Tel: 09341-825595 oder -825597, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de.

 

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 03.11.2012

Gerne mit Kindern arbeiten?

Main-Tauber-Kreis:

Wer gerne mit Kindern arbeitet und sich vorstellen kann, Kinder zu betreuen und zu fördern, um den Eltern die Berufstätigkeit zu ermöglichen, ist vom Tageselternverein Main-Tauber-Kreis eingeladen zu einer Gruppenberatung, um über die Betreuungsform der Kindertagespflege zu informieren. Der Tageselternverein bietet Gruppenberatungstermine in der Geschäftsstelle an: am 20. Oktober, 18 Uhr, 16. November, 10 Uhr, 8. Dezember, 18 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten. Ansprechpartner: Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl, Telefon 0 93 41/82 55 95 und 82 55 97, Internet: www.tev-main-tauber.de.

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Neuer Kurs startet

Main-Tauber-Kreis. Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet einen Gruppenberatungstermin und Qualifizierungskurs I für Tagespflegepersonen an. Wer die verantwortungsvolle Tätigkeit einer Tagesmutter, eines Tagesvaters oder einer Kinderfrau ausüben möchte, erhält beim Tageselternverein Main-Tauber-Kreis die erforderliche Vorbereitung und Begleitung. Zu einer Erstberatung sind alle Interessierten eingeladen am Donnerstag, 11. Oktober, 18 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim zu kommen. Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es am Mittwoch 17. Oktober um 11 Uhr bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Elpersheim. Die Beratung ist unverbindlich und kostenlos, um Anmeldung wird gebeten. Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) finden 2013 statt in Tauberbischofsheim. Fragen im Vorfeld beantworten Fr. Farrenkopf und Fr. Erbis-Grießl, pädagogische Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins.

© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 02.10.2012

Kinderbetreuung: Tageselternverein bietet Information und Beratung / Zwei Erstberatungs-Termine

Zuverlässig und zeitlich flexibel


Wertheim.
Immer mehr Frauen wollen Familie und Beruf vereinbaren, deshalb wächst die Bedeutung einer qualifizierten Kinderbetreuung. Die Kindertagespflege ist wegen ihrer familienähnlichen Strukturen eine Betreuungsform, die sich besonders für Kinder der Altersgruppe unter drei Jahren eignet, heißt es in einer Pressemitteilung der Wertheimer Stadtverwaltung.

Tagespflege ist die Betreuung, Förderung und Erziehung von Kindern in und durch zwei Familien. Die gesetzlichen Grundlagen sind im SGB VIII verankert.

In der Regel findet die Tagespflege wohnort- oder arbeitsnah statt, so dass die betreuten Kinder ein stabiles, soziales Umfeld haben. Tagesmütter, Tagesväter oder Kinderfrauen absolvieren im Vorfeld Qualifizierungskurse. Die erforderliche Pflegeerlaubnis wird vom Tagselternverein vorbereitet und vom Jugendamt erteilt.

Die Zuverlässigkeit, die Familienähnlichkeit und die zeitliche Flexibilität sind wesentliche Merkmale der Tagespflege. Für Eltern bietet die Tagespflege die Möglichkeit, den jeweiligen Betreuungsbedarf individuell und flexibel aushandeln zu können. Die Betreuung des Kindes / der Kinder erfolgt in der Regel in der Familie der Tagespflegemutter / des Tagespflegevaters.

Tagespflege kann jedoch auch im Haushalt der Familie des Tageskindes oder „in anderen geeigneten Räumen“ stattfinden. Darunter versteht man die Betreuung von mehr als fünf, höchstens jedoch neun fremden Kinder gleichzeitig durch mehrere Tagespflegepersonen mit einer Erlaubnis zur Kindertagespflege.

Zuschüsse möglich

Ab dem achten zu betreuenden Kind muss eine Tagespflegeperson Fachkraft im Sinne des Kindertagesbetreuungsgesetzes sein. Die Betreuung kann in angemieteten Räumen, in Räumen von Firmen oder in Räumen von Kommunen, Familienbildungsstätten, Kirchengemeinden unter anderem stattfinden. Auch können Zuschüsse für die Ausstattung oder für Baumaßnahmen beantragt werden. Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, er hilft bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und er begleitet die Tagespflegeverhältnisse.

Eine Erstberatung für alle Interessierten findet am Donnerstag, 11. Oktober, um 18 Uhr in der Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim statt.

Eine weitere Informationsmöglichkeit besteht am Donnerstag, 29. November, ab 11 Uhr in der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Wertheim. Anmeldung ist erforderlich.

Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl, Mitarbeiterinen des Tageselternvereins, informieren Interessierte gerne persönlich über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege unter den folgenden Kontaktdaten: Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Albert-Schweitzer-Straße 31, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/825-595 und -597, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de, Internet www.tev-main-tauber.de.

© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 25.09.2012

Tageselternverein berät Familien

Main-Tauber-Kreis:

Immer mehr Frauen streben die Vereinbarkeit von Familie und Beruf an, einer qualifizierten Kinderbetreuung kommt deshalb eine wachsende Bedeutung zu. Die Kindertagespflege ist aufgrund ihrer familienähnlichen Strukturen eine Betreuungsform, die sich für Kinder der Altersgruppe von 0 bis 3 Jahren eignet.

Tagespflege ist die Betreuung, Förderung und Erziehung von Kindern in und durch zwei Familien. In der Regel findet die Tagespflege wohnort- oder arbeitsnah statt, sodass für die betreuten Kinder die Stabilität des sozialen Umfelds gewährleistet ist. Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege und bei der Vermittlung.

Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl vom Tageselternverein informieren über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege. Zu einer Erstberatung sind alle Interessierten eingeladen am Donnerstag, 11. Oktober, 18 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim zu kommen. Eine weitere Beratungsmöglichkeit gibt es am Mittwoch 17. Oktober, um 11 Uhr bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Weikersheim.

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Tagesmütter stark gefragt

Bad Mergentheim.

Immer mehr Eltern machen gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit einer Tagesmutter. Die Tagesmutter betreut in der Regel die Kinder im eigenen Haushalt; die Betreuung ist aber auch in der Wohnung der Eltern möglich.

In Bad Mergentheim sind die Tageseltern so beliebt, dass Betreuungsplätze fehlen. Anfragenden Eltern kann im Moment in einigen Fällen kein Betreuungsplatz bei einer Tagespflegefamilie vermittelt werden. Der Tagesmütterverein Main-Tauber-Kreis sucht deshalb Frauen und Männer in Bad Mergentheim und Umgebung, die es sich vorstellen können, zeitweise Kinder zu betreuen.

Sie werden beraten, begleitet und in Qualifikationskursen auf diese Arbeit vorbereitet. Zu einer Erstberatung sind Interessierte am Mittwoch, 12. September, um 10 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim eingeladen. Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es am Mittwoch, 19. September, um 11 Uhr bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Bad Mergentheim. Um Anmeldung unter Telefon 0 93 41 / 82 55 95 und 82 55 97 oder per E-Mail tev-main-tauber@t-online.de wird gebeten.

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Fit gemacht für die neue Verantwortung

Tagesmütter: Sieben weitere Frauen haben die Qualifikation erfolgreich durchlaufen

Die erfolgreichen Teilnehmerinnen des Qualifizierungskurs für Tagesmütter: (von rechts nach links) Janika Borchardt, Jessica Maininger, Andrea Langner, Andrea Egner, Anita Lermann, Eva-Maria Segna und Referentin Gabriele Kistner. Auf dem Bild fehlt Angela Palmisano. © FN

Main-Tauber-Kreis. Sieben neu qualifizierte Tagesmütter aus Bad Mergentheim, Creglingen, Tauberbischofsheim, Wertheim, Grünsfeld und Gerchsheim stehen in den Startlöchern und sind bereit, Kinder zu betreuen – bei sich zuhause, eventuell im Haushalt der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen.

Im Kurs I in Tauberbischofsheim erarbeiteten sie zusammen mit der Referentin Gabriele Kistner (Pädagogin) die Grundlagen der Kindertagespflege: Aufgaben und Arbeitsfeld, Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Eltern, Kontakt- und Eingewöhnungsphase, Vermittlungsablauf, rechtliche Informationen.

Die weiteren Bausteine der fünfteiligen Qualifikation werden die neuen Tagesmütter tätigkeitsbegleitend absolvieren. Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet vom 28. September bis zum 20. Oktober in Tauberbischofsheim statt. Zu einer Erstberatung sind alle Interessierten eingeladen am Mittwoch 12. September, um 10 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim zu kommen. Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es am Mittwoch 19. September um 11 Uhr bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Bad Mergentheim oder am 20. September um 11 Uhr bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Wertheim. Zu diesen Terminen sollte eine Anmeldung erfolgen.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis e.V. bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse.

Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl, Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins, informieren alle Interessierten auch persönlich über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege. Weitere Infos Tageselternverein Main-Tauber-Kreis e. V., Albert Schweitzer-Straße 31, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 0 93 41 / 82 55 95 oder 82 55 97, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 19.07.2012

Sieben Tagesmütter für den Landkreis Teilnehmer absolvierten Ausbildung mit Erfolg

Main-Tauber-Kreis.  Sie sind bereit, Kinder bei sich zu Hause oder im Haushalt der Eltern zu betreuen. Sieben Frauen absolvierten die Ausbildung zur Tagesmutter.

Sieben neu qualifizierte Tagesmütter aus Bad Mergentheim, Creglingen, Tauberbischofsheim, Wertheim, Grünsfeld und Gerchsheim stehen in den Startlöchern. In einem Kurs in Tauberbischofsheim erarbeiteten sie mit Pädagogin Gabriele Kistner die Grundlagen der Kindertagespflege.

Themen waren Aufgaben und Arbeitsfeld, Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Eltern, Kontakt- und Eingewöhnungsphase, Vermittlungsablauf sowie Rechtliches.

Der nächste Vorbereitungskurs findet vom 28. September bis 20. Oktober in Tauberbischofsheim statt. Zu einer Erstberatung sind Interessierte am Mittwoch, 12. September, um 10 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim eingeladen.

Weitere Beratungsmöglichkeiten gibt es am Mittwoch, 19. September, 11 Uhr, bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Bad Mergentheim oder am Donnerstag, 20. September, 11 Uhr, bei der Sprechstunde im Rathaus Wertheim. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl Eltern als auch den Tagespflegepersonen umfassende Information und Beratung zu Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse.

Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl vom Tageselternverein informieren persönlich über die Rahmenbedingungen.Info Kontakt zum Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Albert Schweitzer-Straße 31 in Tauberbischofsheim unter Telefon 0 93 41/82 55 95 oder 0 93 41/82 55 97. E-Mail an tev-main-tauber@t-online.de.

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Festes Element der Betreuung

Main-Tauber-Kreis.  Ein erfolgreicher Baustein der Kinderbetreuung im Landkreis ist der Tageselternverein. Die seit zehn Jahren andauernde Erfolgsgeschichte wurde mit der Geburtstagsfeier in Külsheim gewürdigt.


Anhand eines roten Fadens zeigten Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl und Stefanie Kott die positive Entwicklung des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis e.V. Nach und nach wurden alle daran Beteiligten auf die Bühne geholt und stellten so dar, dass nur durch die Kooperation vieler eine Erfolgsgeschichte geschrieben werden kann. Fotos: TEV

Eine echte Erfolgsgeschichte weist der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis auf. Am Samstag feierte er sein zehnjähriges Bestehen in der Külsheimer Festhalle mit einer großen Geburtstagsfeier. Dass der Verein die Kindertagespflege im Landkreis vorangebracht hat, steht, wie alle Redner betonten, außer Frage. Wurden 2003 gerade einmal acht Kinder unter der Ägide des Tageselternvereins von Tagesmüttern betreut, sind es mittlerweile 180.

In seinem Grußwort hatte CDU-Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, dessen Ehefrau Gabriele die Gründungsvorsitzende war, auf die kurze aber ereignisreiche Geschichte des Vereins zurückgeblickt. „Der Tageselternverein ist genau die richtige Einrichtung im ländlichen Raum“, betonte er, weil er die notwendige Ergänzung zu Kindertagesstätten und -krippen sei. Und er helfe dabei, die Herausforderungen der demografischen Entwicklung zu meistern.

Dass die Kindertagespflege neben den festen Einrichtungen die zweite Säule der Kinderbetreuung im Kreis sei, hob Sozialdezernentin Elisabeth Krug hervor. Gerade für Kleinkinder und außerhalb der Öffnungszeiten von Kindergärten und -krippen aber auch Schulen ergänze sie das Angebot aufs Beste. Zudem punkte diese Betreuungsform durch ihre Flexibilität und ihre Nähe zur Familie. Froh sei der Landkreis, dass ein Verein diese Aufgabe schultere.

Mittlerweile, so Elisabeth Krug, habe der Verein neun Kooperationen mit Kommunen geschlossen sowie eine mit einem Niederstettener Unternehmen. Dies zeige, dass der Tageselternverein ein wichtiger Teil der Familieninfrastruktur geworden sei. Sie verwies aber auch auf die Entwicklung des Stundensatzes bei der Vergütung von Tageseltern. Der Jugendhilfeausschuss des Kreises hatte in seiner Julisitzung nämlich beschlossen, den Stundensatz von 3,90 auf 5,50 Euro ungeachtet des Alters der Kinder zu erhöhen.

Heide Pusch, Geschäftsführerin des Verbands der Tagesmüttervereine Baden-Württemberg, erläuterte, dass der Verband mit 166 Mitgliedern seine Aufgabe darin sehe, die Kindertagespflege voranzutreiben. „Das Feld der Kindertagesbetreuung entwickelt sich rasant weiter“, so Pusch. Am Verein im Main-Tauber-Kreis lobte sie die professionelle Arbeit trotz der Vereinsstruktur, die eine familienfreundliche Betreuung sichere. Und sie merkte an, dass die durch die Betreuung entstehenden Bindungen auch ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Bildung seien.

An einem gespannten roten Faden ließen die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl und Stefanie Kott die Geschichte des Vereins Revue passieren. Die Initiative für die Gründung sei vom Landfrauenverband ausgegangen, dessen Vorsitzende damals Claudia Korinsky hieß. Mit dem Traum eine gute Kinderbetreuung und eine Beschäftigung für Frauen zu schaffen, sei der damalige Tagesmütterverein an den Start gegangen.

2003 dann sei ein neuer Vorstand mit Claudia Korinsky als Vorsitzender gewählt worden. Farrenkopf hob die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, die Aufstockung des Personals im Verein und die sich immer weiter entwickelnde Professionalisierung hervor. Die gute Entwicklung zeige sich auch in den Zahlen. Habe man 2003 acht Kinder in der Tagespflege gehabt, seien es 2005 bereits 48, 2007 85 und derzeit 180 Kinder. Die Qualifizierung für Tageseltern betrage mittlerweile 160 Stunden in vier Kursen sowie regelmäßige Fortbildungen.


Katrin Steinhilber (links) überreichte der Vorsitzenden Claudia Korinsky das bundesweit gültige Gütesiegel.

Den Abschluss des offiziellen Teils bildete die Verleihung des bundesweit gültigen Gütesiegels als anerkannter Bildungsträger im Rahmen der Qualifizierung durch Katrin Steinhilber vom Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) Baden-Württemberg. Beim anschließenden Fest gab Gabriele Kistner mit ihrem „Ein-Frau-Stück“ der schwäbisch behäbigen, eher konservativ gestrickten Frau Schächtele einen Einblick in den Alltag von Tagesmüttern.

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Entwicklung professionell gemeistert

Tageselternverein: Zehnjähriges Bestehen wurde mit einem Fest für die zuverlässigen Betreuerinnen im Rahmen der Kindertagespflege gefeiert

Main-Tauber-Kreis. Es sollte kein Fest des Eigenlobs, sondern eines für die Tageseltern werden. Das zehnjährige Bestehen des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis wurde am Samstag in der Küslheimer Festhalle deshalb mit einem großen Büffet gefeiert. Diejenigen, die tagaus, tagein bereits früh am morgen präsent sind, um Kinder zu betreuen und Eltern das Arbeiten zu ermöglichen, sollten sich einmal ein paar Stunden verwöhnen lassen, so die Idee.

Doch natürlich steht bei einem Fest eines überaus erfolgreich agierenden Vereins auch ein offizieller Teil auf dem Programm, wie Vorsitzende Claudia Korinsky in ihrer Begrüßung feststellte. Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Wolfgang Reinhart erinnerte an die Gründung des Vereins vor zehn Jahren und betonte, dass ein Tageselternverein genau die richtige Einrichtung im ländlichen Raum sei und eine notwendige Ergänzung zu den bestehenden Einrichtungen darstelle. „Die Zukunft eines Volkes hängt von der Zahl der Kinderwagen ab“, meinte er mit Blick auf die Herausforderungen durch die demografische Entwicklung. Sozialdezernentin Elisabeth Krug beschrieb die Geschichte des Tageselternvereins als Teil der Geschichte der Kindertagesbetreuung im Main-Tauber-Kreis. Mit Blick auf den Stichtag 1. August 2013, an dem die Kommunen 35 Prozent Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung stellen müsse, meinte sie allerdings: „Es gibt noch eine Menge Arbeit, bis es zum Happy End kommt.“ Die Arbeit der Tageseltern bezeichnete sie als flexibler und familiennäher als sie in Einrichtungen wie Kindergärten- oder krippen möglich ist.

Krug beschrieb die Geschichte des Vereins, der zunächst mit einer 400-Euro-Kraft begonnen habe, bevor Reinhilde Farrenkopf 2003 erste hauptamtliche Mitarbeiterin wurde. Die Erstellung einer Kartei, Beratung und Qualifizierung von Tagesmüttern seien im Laufe der Zeit immer mehr in Schwung gekommen. 2007, so Krug, sei die Anerkennung des Tageselternvereins als Träger der freien Jugendhilfe erfolgt, 2008 waren die Standards des Kinderschutzes umzusetzen und 2011 stand die Umbenennung vom „Tagesmütterverein“ in „Tageselternverein“ auf der Tagesordnung.

Mittlerweile gäbe es neun Kooperationsverträge mit Kommunen im Kreis und darüber hinaus einen mit einem Niederstettener Unternehmen. „Der Tageselternverein ist ein wichtiger Teil der Familieninfrastruktur im Landkreis“, unterstrich die Sozialdezernentin und wies nicht zuletzt auf die monetäre Anerkennung hin. Der Jugendhilfeausschuss des Kreises hatte in seiner Julisitzung nämlich beschlossen, den Stundensatz von 3,90 auf 5,50 Euro ungeachtet des Alters der Kinder zu erhöhen.

Heide Pusch, Geschäftsführerin des Verbands der Tagesmüttervereine Baden-Württemberg, erläuterte, dass der Verband mit 166 Mitgliedern seine Aufgabe darin sehe, die Kindertagespflege voranzutreiben. „Das Feld der Kindertagesbetreuung entwickelt sich rasant weiter“, so Pusch. Am Vereins im Main-Tauber-Kreis lobte sie die professionelle Arbeit trotz der Vereinsstruktur, die eine familienfreundliche Betreuung sichere. Und sie merkte an, dass die durch die Betreuung entstehenden Bindungen auch ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Bildung seien. Als Ziel in der Kindertagespflege formulierte sie die Forderung, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern und eine flächendeckende Quote von 90 Kindern pro voller Sozialpädagogenstelle umzusetzen.

An einem gespannten roten Faden ließen die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl und Stefanie Kott die Geschichte des Vereins Revue passieren. Die Initiative für die Gründung sei vom Landfrauenverband ausgegangen, dessen Vorsitzende damals Claudia Korinsky hieß. Mit dem Traum eine gute Kinderbetreuung und eine Beschäftigung für Frauen zu schaffen, sei der damalige Tagesmütterverein mit seiner ersten Vorsitzenden Gabriele Reinhart gestartet. 2003 dann sei ein neuer Vorstand mit Claudia Korinsky als Vorsitzender gewählt worden. Farrenkopf hob die überaus gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, die Aufstockung des Personals im Verein und die sich immer weiter entwickelnde Professionalisierung hervor.


Anhand einer nach oben ansteigenden roten Leine zeigten Reinhilde Farrenkopf, Ursula Erbis-Grießl und Stefanie Kott die positive Entwicklung des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis auf. Alle daran Beteiligten holten sie nach und nach auf die Bühne und stellten so dar, dass nur durch die Kooperation Vieler eine Erfolgsgeschichte geschrieben werden kann.

Die gute Entwicklung zeige sich auch in den Zahlen. Habe man 2003 acht Kinder in der Tagespflege gehabt, seien es 2005 bereits 48, 2007 85 und derzeit 180 Kinder. Die Qualifizierung für Tageseltern betrage mittlerweile 160 Stunden in vier Kursen sowie regelmäßige Fortbildungen.

Den Abschluss des offiziellen Teils bildete die Verleihung des bundesweit gültigen Gütesiegels als anerkannter Bildungsträger im Rahmen der Qualifizierung durch Katrin Steinhilber vom Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) Baden-Württemberg.


Katrin Steinhilber (links) überreichte Claudia Korinsky das bundesweit gültige Gütesiegel als anerkannter Bildungsträger im Rahmen der Qualifikation.

Das anschließende Fest krönte Gabriele Kistner, Referentin im Rahmen der Qualifizierung, mit ihrem heiter hintersinnigen „Ein-Frau-Stück“ der schwäbisch behäbigen, eher konservativ gestrickten Frau Schächtele zum Thema Tagesmütter. hvb

© Fränkische Nachrichten, Montag, 09.07.2012

Tageselternverein bietet Kurse und Beratung

Main-Tauber-Kreis. 

 

Der Tageselternverein berät und bietet Kurse an. Foto: Marc Weigert
 

Wer die verantwortungsvolle Tätigkeit einer Tagesmutter, eines Tagesvaters oder einer Kinderfrau ausüben möchte, erhält beim Tageselternverein Main-Tauber-Kreis die erforderliche Vorbereitung und Begleitung. Zu einer Erstberatung sind alle Interessierten eingeladen am Donnerstag, 12. Juli, um 18 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim zu kommen. Die Beratung ist unverbindlich und kostenlos; um Anmeldung wird gebeten. Die nächsten Vorbereitungskurse (Kurs I) finden statt in Tauberbischofsheim: 28. September, 11., 12., 18. Oktober, jeweils von 18.30 bis 21 Uhr und samstags, 29. September, 13., 20. Oktober, jeweils von 9 bis 14.30 Uhr.

Folgende Themenbereiche werden in Kurs I erörtert: rechtliche und finanzielle Grundlagen der Tagespflege, das Kind in zwei Familien, Phasen im Betreuungsverhältnis, Kooperation und Kommunikation mit den Eltern, Schweigepflicht in der Tagespflege. Die Inhalte des Kurses orientieren sich am Qualifizierungskonzept für Tagespflegepersonen auf der Grundlage des Qualifizierungsprogramms des deutschen Jugendinstituts. Die Qualifizierung findet in Kooperation mit dem Kreisjugendamt statt. Kontakt unter Telefon 0 93 41 / 82 55 95 und 82 55 97 oder E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de.

Autor: SK | 02.07.2012

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Mehr Geld für Tagesmütter

Jugendhilfeausschuss:  Ab dem 1. Juli gilt der Beschluss

Main-Tauber-Kreis. Die Empfehlungen des Landkreis- und Städtetages Baden-Württemberg sowie des Kommunalverbands für Jugend und Soziales über die Bezahlung der Tagesmütter lagen bereits seit Anfang April auf dem Tisch. Sie sehen vor, anstelle der bisherigen 3,90 Euro plus zuzüglich anteiliger Beteiligung an der Pflege-, Kranken- und Rentenversicherung nunmehr für Kinder unter drei Jahren 5,50 Euro, für Kinder über drei Jahren 4,50 Euro pro Stunde zu zahlen.

Einheitliche Regelung

Jugendamtsleiter Martin Frankenstein erläuterte, warum die Verwaltung dem Ausschuss dieses Splitting nicht empfehle, sondern für eine einheitliche Regelung von 5,50 Euro pro Stunde plädiere. Zum einen bestehe beim Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen für unter Dreijährige im Main-Tauber-Kreis kein besonderer Handlungsbedarf, da die Quote zumindest kreisweit bereits bei knapp unter 30 Prozent liege. Vielmehr besage die Statistik, dass die Schulkindbetreuung für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren eine starke Nachfrage erfahre und mit 44 Prozent den Spitzenplatz in der Kindertagespflege einnehme.

Diese Entwicklung zeige, dass die Randzeitenbetreuung sowohl bei Kindern unter drei Jahren als auch bei Schulkindern der besonderen Förderung bedarf, argumentierte Frankenstein. Zudem würde eine Splittung beim Überschreiten der Altersgrenze eine Kürzung notwendig machen, die sowohl einen hohen Verwaltungsaufwand erfordere als auch zu einer Auslese der Tageskinder führen könnte. Außerdem, so Frankenstein, sei eine Absenkung des Verdiensts bei gleicher Betreuungsqualität kaum vermittelbar.

Dem schlossen sich, bis auf eine Enthaltung von Jochen Flasbeck (Freie Wähler), alle Gremiumsmitglieder an. Siegfried Neumann hatte zuvor für die SPD erklärt, dass dem Kreis durch den von der Landesregierung beschlossenen Pakt für Familien mit Kindern 315 000 Euro mehr zur Verfügung stünden, die gerade für den Ausbau der Kinderbetreuung gedacht seien. Zudem laute das Ziel, bis zum August 2013 die Betreuungsquote für unter Dreijährige in jeder Gemeinde auf 35 Prozent zu steigern. Hier sei eine Entlastung durch die Tagespflege unumgänglich, da manche Gemeinde ansonsten Probleme bekomme, so Neumann. Zudem würde mittlerweile davon ausgegangen, dass die Quote von 35 Prozent bei weitem nicht ausreiche. Vielmehr sei die Rede von einem 40- bis 60-prozentigem Bedarf für die Kleinkindbetreuung.

Dem stimmte auch Manfred Schaffert für die CDU zu und plädierte: „Wir müssen die Arbeit für Tagesmütter auf jeden Fall finanziell attraktiver gestalten.“ Eine Differenzierung sollte es deshalb nicht geben.

Seine Frage, wie die Kommunen, die aufgrund von Kooperationsverträgen mit dem Tageselternverein oder freiwillig 1,60 Euro über dem bisherigen Satz zahlten, mit dem neuen Stundensatz umgingen, beantwortete Elmar Haas (CDU). Er berichtete, dass sich in der Bürgermeisterrunde ein völlig uneinheitliches Bild gezeigt hätte. So gebe es einige, die bislang 1,60 pro Stunde gezahlt hätten und dies jetzt einstellen wollten, andere hätten noch nie etwas oben draufgelegt und wieder andere noch keine abschließende Meinung.

Beschluss kostet Geld

Der Beschluss, die Splittung abzulehnen und kreisweit einen einheitlichen Stundensatz in der Tagespflege festzusetzen, kostet den Main-Tauber-Kreis allein vom Inkrafttreten Anfang Juli bis zum Jahresende gut 63 000 Euro.

Neben diesem Verwaltungsvorschlag stimmte das Gremium zudem zu, eine Unterstützung von Arbeitgebern an Mitarbeiter zum Zweck der Kindertagespflege nicht bei der Berechnung des Elternbetrags zu berücksichtigen. hvb

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 28.06.2012

Stundensatz für Tageseltern wird angehoben

Main-Tauber-Kreis. 

Tageseltern bekommen ab 1. Juli 2012 mehr Geld für die Betreuung von Kindern. Der Stundensatz wird von 3,90 auf 5,50 Euro angehoben, beschloss der Jugendhilfeausschuss des Landkreises am Dienstag in Creglingen. Er folgte damit Empfehlungen des Landkreis- und Städtetages sowie des Kommunalverbands für Jugend und Soziales. Verzichtet wird auf ein ebenfalls empfohlenes Splitting, das eine Anhebung auf nur 4,50 Euro für die Betreuung über- dreijähriger Kinder vorsieht. Dies bedeute eine Ungleichbehandlung.

Bislang hatten schon manche Städte und Gemeinden den Satz von 3,90 Euro um 1,60 Euro auf 5,50 Euro angehoben. Unklar ist jetzt, wie die Kommunen dies in Zukunft handhaben. Elmar Haas (CDU), Bürgermeister in Ahorn, berichtete von einem Gespräch mit Kollegen, das ein uneinheitliches Bild brachte: „Manche wollen weiter zuzahlen, manche nicht mehr, andere haben schon bisher nicht gezahlt.“

Für den Landkreis bedeutet die Anhebung der Leistungen für die Kindertagespflege einen Mehraufwand von 63 000 Euro im Jahr, die komplett durch die Zahlungen des Landes aus dem Pakt für Familien (315 000 Euro) gedeckt sind. 15 Prozent dieses Geldes fließen zudem in die Qualifizierung von Tageseltern.

Betont wurde die Wichtigkeit der Tagespflege: Nicht alle Gemeinden könnten den Kita-Rechtsanspruch ab 2013 erfüllen.

Autor: TOM | 28.06.2012

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Kinder gut aufgehoben Tageselternverein stellt sich vor

Bad Mergentheim.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis hat sich am Sonntag beim Bauernmarkt im Kurpark Bad Mergentheim mit einem Stand präsentiert.

Neben verschiedenen Malangeboten wurde Kinderschminken angeboten. Für Tier- und Fantasiemasken nahmen die Kleinen längere Warteschlangen in Kauf. Umso größer war die Freude, nachdem sie ihr bemaltes Gesicht im Spiegel betrachten durften.

Die wartenden Eltern konnten sich währenddessen bei der pädagogische Mitarbeiterin des Tageselternvereins, Ursula Erbis-Grießl, über die Kindertagespflege informieren. Interessierte erhielten Auskunft über die Tätigkeit einer Tagesmutter, eines Tagesvaters oder einer Kinderbetreuerin und konnten sich über freie Plätze erkundigen. Auch konnten Fragen zur Qualifizierung, Förderung und Finanzierung beantwortet werden. Am Ende des Tages waren sich die Tagesmütter und die Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins einig, dass es eine gelungene Veranstaltung war. Info Der nächste Gruppenberatungstermin des Tageselternvereins findet am Mittwoch, 27. Juni, um 10 Uhr in der Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim statt. Um Anmeldung unter Telefon 0 93 41 / 82 55 95 wird gebeten.

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Tageseltern gesucht

Main-Tauber-Kreis.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis sucht kinderliebe, motivierte Frauen und Männer, die es sich vorstellen können, zeitweise Kinder zu betreuen, zu erziehen und zu fördern. Sie werden beraten, begleitet und in Qualifikationskursen auf diese Arbeit vorbereitet.

Zu einer Erstberatung sind alle Interessierten eingeladen am Mittwoch, 27. Juni, 10 Uhr in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim zu kommen.

Weitere Möglichkeiten zur Information gibt es bei den Sprechstunden in den Rathäusern von Wertheim (14. Juni) und Niederstetten (20. Juni) jeweils von 11 bis 13 Uhr. Die Beratung ist unverbindlich und kostenlos; um Anmeldung wird gebeten. Eine Kontaktaufnahme zum Tageselternverein ist unter Telefon 0 93 41 / 82 55 95 und 82 55 97 oder E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de möglich.

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Unterstützung bei der Kindertagespflege

Main-Tauber-Kreis.

Wer die Tätigkeit von Tageseltern ausüben möchte, erhält beim Tageselternverein Main-Tauber-Kreis die nötige Vorbereitung und Begleitung. Zu einer Erstberatung sind alle Interessierten am Donnerstag, 24. Mai, 18 Uhr, in die Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim, Albert-Schweitzer-Straße 31, eingeladen. Weitere Möglichkeiten zur Info gibt es bei den Sprechstunden in den Rathäusern von Creglingen (23. Mai) und Wertheim (14. Juni) jeweils von 11 bis 13 Uhr. Die Beratung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten.

Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet am 14., 15. und 28. Juni sowie am 12. Juli jeweils von 18.30 bis 21 Uhr und am 16. und 30. Juni sowie 14. Juli, von 9 bis 14.30 Uhr, in Tauberbischofsheim statt. Themen sind zum Beispiel rechtliche und finanzielle Grundlagen, Phasen im Betreuungsverhältnis und die Schweigepflicht.Info Fragen beantworten Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl unter Telefon 0 93 41 / 82 55 95 und 0 93 41 / 82 55 97, E-Mail an tev-main-tauber@t-online.de, Internet: www.tev-main-tauber.de.

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Pullern muss immer drin sein

Main-Tauber-Kreis.  Kinderbetreuung soll familiär sein – und qualifiziert. Im Landkreis bildet der Tageselternverein den „TÜV“ für Kinderbetreuung. Seit zehn Jahren unterstützt der Verein die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.


Kritischer Blick von Janis: Normalerweise hockt in der Eingangsecke der Kindertagespflege „Menschenskind“ kein Fotograf. Doch schnell ist Janis Misstrauen verflogen – vor allem, weil es gleich Frühstück gibt. Fotos: Michael Weber-Schwarz

 

Es klingelt an der Eingangstüre der „Tiger“-Tagespflegeeinrichtung „Menschenskind“ in der Niederstettener Bahnhofstraße. Es ist 7.30 Uhr. Ole und Janis stiefeln herein, gefolgt von ihrer Mutter Alexandra Preuß. Janis, 16 Monate alt, wird von Gudrun Knenlein übernommen, in der Küche wartet schon ein Frühstück auf das Kind. Recht schnell ist Mutter Alexandra klar, dass sie jetzt gehen kann – Janis hat quasi die Bindungsperson gewechselt. „Das klappt super“ – sagt die Mutter und lächelt. „Er freut sich aber auch, wenn er wieder abgeholt wird.“

„Tiger“ steht als Kürzel für das etwas sperrige „Tagespflege in anderen geeigneten Räumen“. Wo die „normale“ Tagesmutter ihre Tageskinder in der Regel in ihrem eigenen Haushalt oder in dem der Eltern betreut, hat Gudrun Knenlein in gut ausgestattete Räumlichkeiten außerhalb ihres Wohnhauses investiert – vergleichbar mit einem kleinen Kindergarten. Einen Sportraum gibt es ebenso wie Küche, Spielräume und Schlafkojen. Die kleine Kundschaft ist zwischen null und drei Jahren alt.

„Ich muss pullern!“, sagt der dreijährige Ole. Er besucht den städtischen Kindergarten in Niederstetten. Mama Alexandra muss ihn eigentlich in ein paar Minuten dort abgeliefert haben, sonst schafft sie es nicht rechtzeitig an ihren Arbeitsplatz in der Bad Mergentheimer Rechtsanwaltskanzlei von Kai Kluss. Doch der Chef ist kulant, räumt der jungen Mutter eine gewisse Flexibilität ein. Alexandra Preuß lacht: „Trotzdem muss auf der Fahrt nach Bad Mergentheim manchmal jeder Lkw zur Seite gedrängt werden“ – denn wenn Janis bei der Tagesmutter ist, dann ist Ole noch lange nicht im Kindergarten. Auch das Pullern braucht eben seine Zeit.

Ein erfolgreicher Spagat zwischen Familie und Beruf ist im Main-Tauber-Kreis erst seit zehn Jahren möglich. Wer seine Kleinkinder nicht bei Familienangehörigen oder Nachbarn unterbringen konnte, musste früher mindestens bis zum Kindergartenalter warten. Und dann musste man sich als Berufstätige(er) den damals wenig flexiblen Öffnungszeiten anpassen. Der Konflikt mit dem Arbeitgeber und/oder den Arbeitszeiten war vorprogrammiert.

Einige private Tagesmütter gab es zwar, Qualitätsstandards in der Betreuung gab es aber nicht. Der Landkreis hinkte in Sachen Kleinkindbetreuung weit hinterher. Landesweit gab es schon vielerorts Tagesmütter- oder Elternvereine, die für Ausbildung und Kontrolle der Betreuungspersonen sorgten. Im Juli feiert nun auch der Kreis-Tageselternverein (www.tev-main-tauber.de) zehnjähriges Bestehen. Der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) wird dem Tageselternverein zu Jubiläum ein Gütesiegel verleihen und damit die erfolgreiche Umsetzung von Qualitätsstandards dokumentieren.

„Wir arbeiten mittlerweile mit drei Sozialpädagoginnen, die halbtags beschäftigt sind“, erklärte die Vereinsvorsitzende Claudia Korinsky im Gespräch mit der TZ-Redaktion. Die Hauptamtlichen arbeiten – konfessionell und politisch unabhängig – vor allem beratend und vermittelnd.

„Sie unterstützen Eltern, die Betreuung für ihre Kinder suchen und begleiten den Vermittlungs- und Betreuungsprozess“, erläutert Korinsky. Außerdem habe der Verein eine Art „TÜV“-Funktion. Das Jugendamt hat dem Verein die Qualitätskontrolle übertragen. Die Qualifizierung von Tagesmüttern erfolgt durch speziell geschulte Pädagoginnen nach den Richtlinien des Kommunalverbands.

Die gesetzlichen Vorgaben zur Kleinkindbetreuung stellen die Landratsämter, Städte und Gemeinden auch in den kommenden Jahren noch vor gewaltige Aufgaben. Rund 10 000 Euro kostet ein Krippenplatz für ein Kind eine Kommune pro Jahr, schätzen Fachleute. Betreuerinnen wie Gudrun Knenlein und ihr Team sowie alle anderen „freien“ Tagesmütter nehmen Kommunen einen Teil des gesetzlichen Pflichtprogramms ab. Als Unternehmer müssen die Tageseltern vor allem terminlich, kapazitätsmäßig und personell sehr flexibel sein. „Manche Kinder kommen nur einmal in der Woche. Wenn Eltern Schicht arbeiten kommen die Kinder vielleicht eine Woche voll und in der anderen Woche gar nicht“, so Knenlein. Ihre Arbeitszeiten: Zwischen 7.30 und 19.30 Uhr. Eine öffentliche Einrichtung könnte solche Anforderungen kaum stemmen.

Ole hat gepullert, im Kindergarten wird er bereits von seinem Freund erwartet. Auch dem Dreijährigen fällt der Abschied von der Mama nicht schwer. Auf den Mutterjob folgt für Alexandra Preuß jetzt die Fahrt zum Arbeitsplatz. Die Kinderübergaben haben gut geklappt – Lkw-Drängeln fällt heute also aus.

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Familiennahe Betreuung ist für Kleinkinder schlichtweg ideal

Main-Tauber-Kreis. Welchen Stellenwert der Tageselternverein für die Kinderbetreuung im Kreis hat, wie die Qualifizierung von Tageseltern aussieht und welche Tendenzen es bei der Pflegesatzdiskussion gibt, waren Themen bei der Jahreshauptversammlung des Vereins. Zunächst informierte Jugendamtsleiter Martin Frankenstein über die aktuellen Überlegungen zum Pflegesatz für Tagesmütter. Derzeit, so Frankenstein, würden 3,90 Euro pro Stunde und Kind gezahlt, die bei entsprechenden Kooperationsvereinbarungen mit Kommunen für Kinder unter drei Jahren aber aufgestockt würden. Auf landespolitischer Ebene werde aber überlegt, gesplittete Entgelte einzuführen. So sei in der Diskussion, für Kinder unter drei Jahren einen Stundensatz von 5,50 Euro, für Kinder über drei Jahren einen in Höhe von 4,50 Euro anzusetzen.

„Der Tageselternverein ist eine wichtige Sache für das Sozialdezernat“, bekräftigte der Jugendamtsleiter dessen Bedeutung. Geschätzt werde die kontinuierliche und qualifizierte Betreuung. Habe der Kreis für die Kindertagespflege im Jahr 2009 rund 260 000 Euro ausgegeben, seien es im vergangenen Jahr bereits 350 000 Euro gewesen. „Diese Ausgabe lohnt sich in jedem Fall“, betonte Frankenstein.

Claudia Korinsky, Vorsitzende des Tageselternvereins, hob hervor, dass die von den Tageseltern geleistete Arbeit der familiennahen Betreuung, gerade für Kleinkinder die beste Lösung sei. Die Tagesmütter stellten für das Kind neben den Eltern die feste Bezugsperson dar. Ursula Erbis-Grießl, Mitarbeiterin beim Tageselternverein, begrüßte den „Pakt für Familien mit Kindern“ der Landesregierung, durch den mehr finanzielle Mittel für den Ausbau der Kinderbetreuung zur Verfügung stünden. Kritik übte sie allerdings am geplanten Splitting. Wenn ab dem dritten Geburtstag eines Kindes ein Euro weniger pro Stunde gezahlt würde, stünde die Tagesmutter vor der Entscheidung, das Kind, auch in Randzeiten vor oder nach dem Kindergarten, weiter zu betreuen oder stattdessen ein unter dreijähriges Kind neu aufzunehmen, für das sie mehr Geld bekomme.

Zur Statistik legten die hauptamtlichen Mitarbeiter dar, dass zurzeit 173 Kinder im Rahmen der Kindertagespflege betreut würden. 127 Tageseltern weise die Kartei des Vereins auf. Sowohl die demografische Entwicklung und die Ausweitung der Kindergartenzeiten als auch das zunehmende Angebot der Schulkindbetreuung in den Schulen wirke sich allerdings aus. Vermehrt nachgefragt würde deshalb die Randzeitenbetreuung.

Reinhilde Farrenkopf, hauptamtliche Mitarbeiterin beim Verein, stellte das Konzept der „Betreuung in anderen geeigneten Räumen“ vor. Hier kämen die Kinder nicht zur Tagesmutter, sondern würden extern durch diese betreut. Im Main-Tauber-Kreis existierten zwei solcher Modelle: Die „Bärenhöhle“ von Carmen Gattenhof in Steinbach und „Menschenskind“ unter der Ägide von Gudrun Knenlein in Niederstetten.

Als weiteres Konzept präsentierte Farrenkopf das Reutlinger Modell „TigeR“ (Tagespflege in geeigneten Räumen) als trägergestütztes Modell. Hier fungierten Kommunen oder auch Firmen als Träger und stellten neben den Räumlichkeiten auch die Betriebsmittel zur Verfügung.

Stefanie Kott vom Tageselternverein informierte über die Qualifizierungskurse, die Praxistreffen der Tageseltern und weitere Aktivitäten des Vereins, wie die Aktionswoche zur Kindertagespflege. Zum zehnjährigen Bestehen des Vereins sei ein Brunch geplant, bei dem auch das Gütesiegel des Kommunalverbands für Jugend und Soziales (KVJS) vergeben werde, kündigte Claudia Korinsky an.

Nach dem Kassenbericht von Rosemarie Schwabel und der Entlastung des Vorstandes wurde gewählt.

Vorsitzende bleibt Claudia Korinsky.

Den Posten der Kassiererin nimmt künftig Renate Rosenitsch ein, als Nachfolgerin der Schriftführerin wurde für Katrin Fischbach Heike v. Brandenstein gewählt. Kassenprüfer sind Dagmar Hummel und Katrin Fischbach.

Zum erweiterten Vorstand bestimmte die Versammlung wiederum Gudrun Knenlein und Carmen Gattenhof.

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 10.05.2012

Fragen beantwortet

Wertheim. Im Rahmen der Aktionswoche „Kindertagespflege: Wir bringen den Ball ins Rollen“ fand auf dem Marktplatz in Wertheim ein Infostand des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis statt. Dessen sozialpädagogische Mitarbeiterin, Stefanie Kott, sowie die Tagesmütter Annette Wolf und Ines Kunzmann beantworteten Fragen rund um die Kinderbetreuung.

Wie es im Pressebericht der Verantwortlichen weiter heißt, erhielten Interessierte Informationen über die verantwortungsvolle Tätigkeit einer Tagesmutter, eines Tagesvaters oder einer Kinderbetreuerin sowie zu freien Plätzen für ihre Kinder. Auch wurden Fragen zur Qualifizierung, Förderung und Finanzierung beantwortet. Die Kinder freuten sich über Malangebote und Luftballons.

Der nächste Gruppenberatungstermin findet am 24. Mai um 18 Uhr in der Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim statt. Voranmeldungen sind notwendig.

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 03.05.2012

Tageseltern gaben Auskunft

Bad Mergentheim. Im Rahmen der Aktionswoche „Kindertagespflege: Wir bringen den Ball ins Rollen“ war Tageselternverein Main-Tauber-Kreis am gestrigen Dienstag mit einem Infostand auf dem Deutschordenplatz in Bad Mergentheim vertreten. Die pädagogische Mitarbeiterin Stefanie Kott und die Tagesmütter Renate Rosenitsch, Barbara Marczinski und Ingrid Hübl beantworteten Fragen rund um die Kinderbetreuung.

Interessierte konnten sich über die verantwortungsvolle Tätigkeit einer Tagesmutter, eines Tagesvaters oder einer Kinderbetreuerin informieren und sich über freie Plätze für ihre Kinder erkundigen. Auch konnten Fragen zur Qualifizierung, Förderung und Finanzierung beantwortet werden. Die Kinder freuten sich über Malangebote und Luftballons.

Ein weiterer Infostand ist am Samstag, 28. April, von 9 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz in Wertheim vorgesehen, wie es in Pressebericht der Verantwortlichen heißt. Des Weiteren können offene Fragen zum Thema Kindertagespflege von Mitgliedern des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis beantwortet werden.

Der nächste Gruppenberatungstermin findet am Donnerstag, 24. Mai, um 18 Uhr in der Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim statt. Voranmeldung ist erforderlich. Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl beraten. Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Albert-Schweitzer-Straße 31, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/825595 und – 825597, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de, Internet: www.tev-main-tauber.de.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 25.04.2012

Verein informiert über Kindertagespflege

Bad Mergentheim. 

Im Rahmen der Aktionswoche „Kindertagespflege: Wir bringen den Ball ins Rollen“ vom 21. bis 28. April hatte der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis am Dienstag einen Infostand auf dem Deutschordenplatz. Dieser wird am Samstag, 28. April, von 9 bis 12 Uhr auch auf dem Marktplatz in Wertheim aufgebaut. Weiter werden offene Fragen zum Thema Kindertagespflege über den Tageselternverein beantwortet. Der nächste Gruppenberatungstermin ist am 24. Mai um 18 Uhr in der Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim. Um Voranmeldung wird gebeten.

Reinhilde Farrenkopf und Frau Ursula Erbis-Grießl beraten die Interessenten.

Kontakt: Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Albert-Schweitzer-Straße 31, 97941 Tauberbischofsheim, Tel. 0 93 41/82 55 95 und 82 55 97, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de, Internet: www.tev-main-tauber.de

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Tageselternverein plant Infostand

Autor: TEV | 17.04.2012

Main-Tauber-Kreis. 

In der Aktionswoche „Kindertagespflege: Wir bringen den Ball ins Rollen“ vom 21. bis 28. April, initiiert vom Landesverband der Tagesmütter-Vereine, möchte der Tageseltern-Verein Main-Tauber-Kreis auf die Situation der Kindertagespflege aufmerksam machen, besonders die Situation der Tagespflegepersonen soll nachhaltig verbessert werden. Ziele sind hier die Erhöhung der laufenden Geldleistung sowie eine Angleichung der Elternbeiträge an die Beiträge der Betreuungseinrichtungen in den Kommunen.

Auch der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis nimmt an der Aktionswoche teil. Geplant ist unter anderem am Dienstag, 24. April, von 9 bis 12 Uhr ein Infostand auf dem Deutschordenplatz in Bad Mergentheim. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins und tätige Tagesmütter stehen den Besuchern für Fragen zur Verfügung.

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Aktionswoche „Kindertagespflege“

Bad Mergentheim. Im Rahmen der Aktionswoche „Kindertagespflege: Wir bringen den Ball ins Rollen“ vom 21. bis 28. April, fand am gestrigen Dienstag auf dem Deutschordenplatz in Bad Mergentheim, ein Infostand des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis statt. Die pädagogische Mitarbeiterin des Tageselternvereins, Stefanie Kott, und die tätigen Tagesmütter Renate Rosenitsch, Barbara Marczinski und Ingrid Hübl beantworteten Fragen rund um die Kinderbetreuung. Interessierte konnten sich über die verantwortungsvolle Tätigkeit einer Tagesmutter, eines Tagesvaters oder einer Kinderbetreuerin informieren und sich über freie Plätze für ihre Kinder erkundigen. Auch konnten Fragen zur Qualifizierung, Förderung und Finanzierung beantwortet werden. Die Kinder freuten sich über Malangebote und Luftballons. Ein weiterer Infostand findet am Samstag, 28. April, von 9 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz in Wertheim statt. Dabei werden Fragen zum Thema Kindertagespflege über den Tageselternverein Main-Tauber-Kreis beantwortet. Der nächste Gruppenberatungstermin findet am Donnerstag, 24. Mai, um 18 Uhr in der Geschäftsstelle in Tauberbischofsheim statt. Eine Voranmeldung ist erforderlich. Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl beraten. Die Adresse: Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Albert-Schweitzer-Straße 31, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/825595 und – 825597, E-Mail tev-main-tauber@t-online.de.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 25.04.2012

Beratung beim Tageselternverein

Main-Tauber-Kreis. 

Zu einer Erstberatung des Tageselternvereins Main-Tauber-Kreis sind alle Interessierten eingeladen. Die Termine sind: Donnerstag, 24. Mai, 18 Uhr, Geschäftsstelle Tauberbischofsheim sowie in den Rathäusern in Igersheim (25. April), Creglingen (23. Mai) und Wertheim (14. Juni), jeweils von 11 bis 13 Uhr. Der nächste Vorbereitungskurs findet statt in Tauberbischofsheim am 14., 15. und 28. Juni sowie 12. Juli, jeweils von 18.30 bis 21 Uhr und samstags am 16. und 30. Juni sowie 14. Juli, je von 9 bis 14.30 Uhr. Geklärt werden zum Beispiel rechtliche und finanzielle Grundlagen sowie Phasen im Betreuungsverhältnis. Info Fragen beantworten Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießlunter Telefon 09341/825595 und 09341/825597, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de, Homepage: www.tev-main-tauber.de.

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Erhöhten Anforderungen an Qualifikation wird Rechnung getragen

Halbe Personalstelle mehr bewilligt

Main-tauber-Kreis. Die beiden Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins im Main-Tauber-Kreis können sich freuen: Einstimmig billigte der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am Dienstag die personelle Aufstockung des Vereins um eine halbe Stelle ab dem laufenden Haushaltsjahr.

Seit seiner Gründung im Jahr 2002 wurden die Kooperationen zwischen dem Verein und dem Main-Tauber-Kreis bei der Kinderbetreuung stetig ausgebaut. Das Jugendamt übertrug per Vereinbarung die Werbung und Gewinnung von Tageseltern, deren Qualifizierung, Vermittlung und Beratung auf den Verein. Darüber hinaus ist er für die Sicherstellung anderer Betreuungsmöglichkeiten bei Ausfallzeiten sowie für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Die Anforderungen an den Tageselternverein sind jedoch kontinuierlich gestiegen. Betrug die Qualifizierung von Tagespflegepersonen zunächst 45 Stunden, später dann 65 und 120 Stunden, sind seit Jahresbeginn 160 Unterrichtseinheiten vorgeschrieben. Darüber hinaus haben sich sowohl die Fallzahlen des Tageselternvereins von rund 100 auf jetzt 180 erhöht.

Die kommunalen Spitzenverbände gehen von einer Höchstfallzahl von 130 für eine Vollzeitkraft aus. Somit wäre die derzeitige Personalkapazität von einer vollen Stelle beim Tageselternverein deutlich unterschritten.

Vor diesem Hintergrund und zur Sicherung des Ausbaus der Kindertagespflege im Kreis billigte der Jugendhilfeausschuss die Beschäftigung einer weiteren Fachkraft mit einem 50-prozentigen Umfang. Der Mehrbedarf von insgesamt 39 000 Euro, in denen zusätzliche Kosten für Qualifizierungskurse eingerechnet sind, soll durch Finanzausgleichsmittel sowie aus dem bestehenden Budget des Jugendamts finanziert werden. hvb

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 17.03.2011

Premiere beim Tageselternverein

Main-Tauber-Kreis.  Acht qualifizierte Tagesmütter erhielten jetzt als erste Tagesmütter im Main-Tauber-Kreis das Zertifikat für Tagespflegepersonen nach dem Curriculum des Deutschen Jugendinstitutes (DJI).

Stefanie Kott vom Tageselternverein (links) mit den Referentinnen von Kurs IV, Ingrid Stephan-Starck (2. v. l.) und Kurs I, Gabriele Kistner (2. v. r.) und den zertifizierten Tagespflegepersonen (von links) Maria Zegowitz, Jutta Kaufmann, Szuszanna Krug, Beate Baumann, Inge Renner, Heidi Weiter und Ida-Maria Kranz (vorne). Es fehlt Habibatou Metzler. Foto: Privat

Nach den neuen Bestimmungen des DJI mussten die Tagespflegepersonen 160 Unterrichtseinheiten zum Thema Kindertagespflege absolvieren. Auch muss am Ende der Kurse ein Kolloquium abgeleistet werden.

Die Kurse I bis IV richteten sich inhaltlich nach den Empfehlungen des Landesverbandes der Tagesmütter-Vereine Baden-Württemberg und wurden vom Tageselternverein Main-Tauber-Kreis in Kooperation mit dem Jugendamt Main-Tauber-Kreis durchgeführt. Dabei wurden nicht nur Grundlagen der Kindertagespflege wie Betreuung, Förderung, Erziehung, Zusammenarbeit mit den Eltern, rechtliche und finanzielle Informationen erarbeitet, sondern auch brisante Themen wie Kindeswohlgefährdung und Schweigepflicht durchgenommen.

Im letzten Kurs IV, der von Diplom-Pädagogin Ingrid Stephan-Stark geleitet wurde, mussten die Teilnehmerinnen für das Kolloquium selbstständig eine Konzeption erstellen, welche anschließend einer Prüfungskommission präsentiert wurde.

Nach Aussagen von Ingrid Bauer vom Jugendamt und Stefanie Kott vom Tageselternverein waren die Präsentationen sehr fachspezifisch, individuell, kreativ und interessant.

Die Kindertagespflege ist eine wichtige Säule in der Kinderbetreuung und besonders geeignet für Kinder bis 3 Jahre. Tagespflege ist die Betreuung, Förderung und Erziehung von Kindern in und durch zwei Familien. Auf diese Weise ist sie sehr familiär, flexibel und individuell und stellt eine sinnvolle Ergänzung zu Kindergarten und Schule dar. In der Regel findet die Tagespflege wohnort- oder arbeitsnah statt, so dass für die betreuten Kinder die Stabilität des sozialen Umfelds gewährleistet ist. Zuverlässigkeit, Familienähnlichkeit und zeitliche Flexibilität sind wesentliche Merkmale der Tagespflege und geben den in Anspruch nehmenden Familien Beständigkeit, Halt und Sicherheit.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen umfassende Informationen und Beratung in allen Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung geeigneter Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse im Auftrag des Jugendamtes.

Reinhilde Farrenkopf und Ursula Erbis-Grießl, Mitarbeiterinnen des Tageselternvereins, informieren Interessenten persönlich über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege.

Kontakt: Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Albert Schweitzer-Straße 31, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 0 93 41/82 55 97, 82 55 95, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de, Internet: www.tev-main-tauber.de

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Neue Tagesmütter im Kreis

Main-Tauber-Kreis. Zehn neu qualifizierte Tagesmütter aus dem Raum Bad Mergentheim, Creglingen, Tauberbischofsheim, Freudenberg und Wittighausen stehen in den Startlöchern und sind bereit, Kinder zu betreuen – bei sich zuhause, eventuell im Haushalt der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen.

Im Kurs I in Tauberbischofsheim erarbeiteten sie mit Referentin Gabriele Kistner (Pädagogin) die Grundlagen der Kindertagespflege wie Aufgaben und Arbeitsfeld, Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Eltern, Kontakt- und Eingewöhnungsphase und Vermittlungsablauf. Die weiteren Bausteine der fünfteiligen Qualifikation werden die neuen Tagesmütter tätigkeitsbegleitend absolvieren.

Der nächste Vorbereitungskurs (Kurs I) findet vom 14. Juni bis 14. Juli in Tauberbischofsheim statt. Interessierte sind zu einer Beratung am 15. März, 18 Uhr in der Geschäftsstelle des Tageselternvereins in Tauberbischofsheim oder am Donnerstag, 19. April, um 11 Uhr bei der Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Wertheim willkommen. Anmeldung ist erwünscht.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis bietet sowohl den Eltern als auch den Tagespflegepersonen Information und Beratung in Fragen der Tagespflege, bei der Vermittlung von Betreuungspersonen und begleitet die Tagespflegeverhältnisse. Reinhilde Farrenkopf, Mitarbeiterin des Tageselternvereins, informiert über die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege.

Kontakt: Tageselternverein Main-Tauber-Kreis, Albert Schweitzer-Straße 31, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/825597, E-Mail: tev-main-tauber@t-online.de, Sprechzeiten: Montag 14 bis 16 Uhr, Dienstag 9 bis 12 Uhr, Donnerstag 16 bis 18 Uhr.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 29.02.2012

Doppeltes Glück im Verein der Tageseltern

Main-Tauber-Kreis. 

 
Die neue Mitarbeiterin (rechts) Stefanie Kott mit der Vorstandsvorsitzenden Claudia Korinsky.
 

Seit dem 1. Februar begleitet der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis nicht nur ein neues Tagespflegekind sondern gewann auch die Mutter des Kindes, eine studierte Diplom-Sozialpädagogin (FH) als neue Mitarbeiterin für den Verein. Frau Kott, die auf der Suche nach einer Tagesmutter zum Tageselternverein kam, hatte gleich doppeltes Glück. So wurde ihr nicht nur eine qualifizierte, einfühlsame Tagesmutter vermittelt, bei der sich ihre Tochter wohl fühlt, sondern auch die Suche nach einem interessanten Arbeitsplatz konnte erfolgreich beendet werden. Seit Anfang Februar verstärkt sie das Team des Tageselternvereins in den Bereichen Qualifizierung und Öffentlichkeitsarbeit. Neben der beratenden Tätigkeit plant, koordiniert und begleitet sie die Qualifizierungskurse für Tagespflegepersonen und ist Ansprechpartnerin für die beim Tageselternverein tätigen Referentinnen. Damit die Betreuungsform der Kindertagespflege, welche ganz besonders für Kinder unter drei Jahren geeignet ist, in der Öffentlichkeit an Bekanntheit gewinnt, wird sie in den Gemeinden und Städten des Main-Tauber-Kreises aktiv tätig sein. So wird sie in den Rathäusern der Kommunen vor Ort Sprechzeiten anbieten. Eltern, die sich für die Betreuungsform der Tagespflege interessieren sind ebenso willkommen, wie Personen, die mehr über die Tätigkeit der Tagesmutter, des Tagesvaters oder der Kinderfrau erfahren möchten. Nächste Beratungstermine zum Thema Kindertagespflege wären am morgigen Mittwoch in Niederstetten und am 7. März in Elpersheim jeweils von 11 bis 13 Uhr im Rathaus. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 0 93 41/82 55 95, E-Mail: tmv-main-tauber@t-online.de, Internet: tmv-main-tauber.de.

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Zwischen Beruf und Familie

Niederstetten.

Kooperation zwischen der Firma Bass und dem Tageselternverein Main-Tauber:
Von links Personalabteilungsleiterin Stefanie Müller, Gudrun Knenlein, Initiatorin von „Menschenskind“, TEV-Vorsitzende Claudia Korinsky, TEV-Mitarbeiterin Ursula Erbis-Grießl, Bass-Geschäftsführerin Dr. Stefanie Leenen, stellv. Betriebsratsvorsitzender Karl-Heinz Ehnes und Geschäftsführer Martin Zeller.

 

Der Gewindehersteller Bass setzt auf Erfolgsfaktor Familie: Als erstes Unternehmen im Kreis Zusammenarbeit mit der Kindertagesbetreuung Menschenskind und dem Tageselternverein.

Der demografische Wandel verlangt von Unternehmen eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Aus diesem Grund setzt Bass auf eine familienfreundliche Unternehmenspolitik. Das Innovationsunternehmen kooperiert als Vorreiter der Region mit dem Tageselternverein Main-Tauber-Kreis und der Kinderbetreuung „Menschenskind“ in Niederstetten.
Ziel ist es, den Mitarbeitern in der Nähe des Arbeitsplatzes ein attraktives Kinderbetreuungsangebot in familienähnlicher Atmosphäre anzubieten.
Bass setzt laut einer Pressemitteilung mit seiner Strategie auf eine weitere Flexibilisierung der Arbeit und erleichtert den Wiedereinstieg in das Berufsleben, sowie den Spagat zwischen Beruf und Familienleben und steigert zusätzlich die Motivation der Mitarbeiter. Diese müssten sich somit nicht zwischen Kind und Beruf entscheiden, sondern erhalten Unterstützung, beides in Einklang zu bringen. Es werde versucht, soweit es geht, optimale Lösungen zu finden, die möglichst allen Seiten gerecht werden. pm/Quelle:Bass

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